Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung: Dro­hen­de Versorgungsengpässe

Sanitätshäuser und orthopädie-technische Betriebe sind für die Versorgung der Bevölkerung mit Hilfsmitteln in der Corona-Krise relevant und müssen ihre Leistung aufrechterhalten, wenn ein wichtiges Segment des Gesundheitssystems nicht kollabieren soll. Doch Lieferengpässe für mehrere Produktgruppen, mangelnde persönliche Schutzausrüstung und Kurzarbeit drohen die flächendeckende Hilfsmittelversorgung zu gefährden, wie eine bundesweite Befragung des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik (BIV-OT) unter Mitgliedsbetrieben zu den „Corona-Auswirkungen 2020“ ergab.

Die mit Unter­stüt­zung der FOM Hoch­schu­le für Oeko­no­mie & Manage­ment gGmbH durch­ge­führ­te Unter­su­chung ergab zudem, dass die Mehr­zahl der Unter­neh­men deut­li­che Umsatz- sowie Auf­trags­ein­brü­che erle­ben, denn auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie haben Kli­ni­ken und Ärz­te ihre Leis­tun­gen auf eine Basis­ver­sor­gung heruntergefahren.

„Die Leis­tungs­er­brin­ger im Hilfs­mit­tel­be­reich befin­den sich im Spa­gat zwi­schen Leis­tungs­pflicht und finan­zi­el­lem Kol­laps“, betont Alf Reu­ter, Prä­si­dent des BIV-OT. Mehr als 25 Pro­zent der Ver­si­cher­ten in den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen (GKV) sei­en auf qua­li­täts­ge­si­cher­te Hilfs­mit­tel­ver­sor­gun­gen ange­wie­sen – von der häus­li­chen Sauer­stoff-Ver­sor­gung bis zur kon­ser­va­tiv-tech­ni­schen Ver­sor­gung vor und nach Ope­ra­tio­nen, so Reu­ter. „Vie­le davon zäh­len zur Coro­na-Risi­ko­grup­pe. Doch die flä­chen­de­cken­de Ver­sor­gung ist gewal­tig unter Druck gera­ten. Jetzt muss alles dafür getan wer­den, damit unse­re Häu­ser ihre Leis­tun­gen auf­recht­erhal­ten kön­nen – das betrifft Schutz­klei­dung, Lie­fer­bar­keit von Hilfs­mit­teln und eben­so die wirt­schaft­li­che Absi­che­rung. Die Befra­gung lie­fert eine gute Über­sicht, wo es klemmt.“

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