CP-Symposium zeigte Wege zu Versorgung und Teilhabe

Am zehnten Symposium Cerebralparese Mitte September in Münster konnten längst nicht alle Interessierten teilnehmen: Spontane Anmeldungen mussten aus Platzgründen abgewiesen werden. Die 220 Anwesenden folgten dem qualitätsvollen Fachprogramm, das ganz im Zeichen des Kinderwohls stand. Thematisiert wurden interdisziplinäre Versorgung sowie konservative und operative Behandlungsoptionen – doch nicht nur.
Als besonderes Highlight stach der bewegende Vortrag von Dr. Joachim Boos heraus, der sich im „Adaptive Ski Academy e. V.“ engagiert, wobei „engagiert“ seinem Einsatz kaum gerecht wird. Der Verein ermöglicht Kindern und Jugendlichen mit Handicap das Skifahren. Das Konzept einschließlich der Hilfsmittel wird individuell an jedes Kind und dessen Voraussetzungen angepasst. „Nicht die Gesundheit, sondern die Teilhabe steht im Vordergrund“, betonte der Referent und überzeugte das Plenum mit Berichten und Videos davon, dass die Piste fast allen Menschen offensteht: Junge Menschen mit geistiger Behinderung, stark eingeschränkter Sehkraft, Gleichgewichts- und Bewegungsstörungen, Querschnittlähmung, Multipler Sklerose oder fehlenden Gliedmaßen fuhren – teils in Begleitung, teils ohne Unterstützung – die Hänge hinab.
Organisation, Programm, Austausch: Beim Symposium stimmte für die Teilnehmenden alles. Lediglich die Raumfrage sollten sich die Organisatoren stellen, damit alle Interessenten Platz finden und die wichtigen Inhalte ihre angemessene Reichweite erhalten können.
Anja Knies
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