Kurzfilm dokumentiert Teilhabe dank Prothesenversorgung

Orthopädische Hilfsmittel sind eine elementare Unterstützung für gesellschaftliche Teilhabe. Dies unterstreicht eine neu veröffentlichte Dokumentation über den Paralympics-Medaillengewinner und TV-Moderator Andreas Onea. Der aufwendig produzierte Kurzfilm „Two – Andreas Onea Story“ nimmt die Zuschauer mit zu prägenden Ereignissen im Leben des Österreichers. Im Alter von fünf Jahren verlor er bei einem schweren Autounfall seinen linken Arm. Zusammen mit seinem Orthopädie-Techniker Stefan Pirko erinnert sich Onea im Film daran, wie er als Kind mit den Elektroden seiner Prothese die Miniatureisenbahn im Sanitätshaus bedienen konnte und die Versorgung damit für ihn über einen spielerischen Ansatz mental „leichter“ verarbeitbar gemacht wurde.
Bereits früh fand er als Kind Erfüllung im Schwimmen und verfolgt diese Leidenschaft bis heute. Onea nahm an zahlreichen internationalen Meisterschaften teil und gewann 2016 die Bronzemedaille bei den Paralympischen Spielen in Rio. Abseits des Beckens trage seine Prothese maßgeblich dazu bei, dass er zum Beispiel relativ barrierefrei am familiären Leben mit seiner Frau und seinen drei Kindern teilnehmen kann. „Ich glaube, dass auch die Sichtbarkeit von Prothesen dazu beiträgt, dass es normal ist, sich Unterstützung zu holen“, so der ORF-Sportmoderator. „Dadurch werden erst Dinge möglich, die wir davor vielleicht für unmöglich gehalten haben.“

Andreas Onea ist unlängst als in dieser Kombination erster Mensch mit einer neuen „Michelangelo“-Prothesenhand, einer „Myosmart-plus-Steuerung“ sowie dem „Dynamic-Arm“ von Ottobock versorgt worden. „Es war beeindruckend zu sehen, wie gut Andreas die neue Technik annehmen und im Alltag einsetzen kann. Die Entwicklung des optimalen Schafts und der passenden Bandage stellte uns anfangs vor einige Herausforderungen. In vielen gemeinsamen Arbeitsstunden haben wir beides Schritt für Schritt perfektioniert – und das Ergebnis kann sich sehen lassen“, kommentierte Stefan Pirko die Zusammenarbeit. Zum Anlass der Doku-Veröffentlichung lud der Prothesenhersteller am 22. September zu einer offiziellen Filmpremiere nach Berlin. Gleichzeitig ist der Film ab sofort über den Youtube-Kanal des Unternehmens frei abrufbar.
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