OTWorld eig­net sich zur Netzwerkarbeit

Die OTWorld 2022 ist das erste große persönliche Treffen der Branche seit vier Jahren. Grund genug für die OT-Redaktion auf Stimmenfang im Fach zu gehen und einmal abzufragen, was sich verändert hat und worauf sich die Protagonisten der Orthopädie-Technik freuen.

Ste­fan Bie­rin­ger ist Direk­tor der Bun­des­fach­schu­le für Ortho­pä­die-Tech­nik in Deutsch­land und steht damit einem der „Leucht­tür­me der beruf­li­chen Aus‑, Fort- und Wei­ter­bil­dung“ vor.

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OT: Nor­ma­ler­wei­se ver­mit­teln die Fachlehrer:innen der Bun­des­fach­schu­le für Ortho­pä­die-Tech­nik ihr Wis­sen. Wer­den die Lehrer:innen auf der OTWorld aber noch ein­mal zu begeis­ter­ten „Schüler:innen“?

Ste­fan Bie­rin­ger: Jede und jeder Inter­es­sier­te im Fach nutzt ger­ne die Ange­bo­te der OTWorld, sich fort­zu­bil­den und sich einen Über­blick zur Ent­wick­lung der Ver­sor­gungs­tech­nik und der Tech­no­lo­gie zu ver­schaf­fen. In die­ser geball­ten Form ist das nur hier zu fin­den, denn Kon­gress und Mes­se ergän­zen sich bes­tens. Inso­fern sind wir alle auch Schüler:innen, die Bewähr­tes fes­ti­gen, Neu­es auf­neh­men und den Hori­zont erweitern.

OT: Wel­chen Ein­fluss haben die in Kon­gress und Mes­se  ver­mit­tel­ten bezie­hungs­wei­se gezeig­ten Neu­hei­ten auf die Leh­re der BUFA?

Bie­rin­ger: Die OTWorld beein­flusst die Leh­re der BUFA schon deut­lich vor dem Ver­an­stal­tungs­be­ginn, denn die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen sind auf viel­fäl­ti­ge Wei­se in die Vor­be­rei­tung ein­ge­bun­den, sei es im Pro­gramm­bei­rat, im Kurs­ko­mi­tee, als Review­er in der Kon­gress­vor­be­rei­tung und vie­les mehr. All die­se Auf­ga­ben und Dis­kus­sio­nen erwei­tern den Hori­zont und tra­gen zur Aktua­li­sie­rung und Wei­ter­ent­wick­lung der Lehr­in­hal­te bei. Natür­lich füh­ren auch die kon­kre­ten Begeg­nun­gen wäh­rend Mes­se und Kon­gress zur Aktua­li­sie­rung und Ver­ge­wis­se­rung der Lehr­in­hal­te. Nicht unter­schätzt wer­den darf der Per­spek­tiv­wech­sel. Wäh­rend das Kol­le­gi­um in der BUFA in der Rol­le der Leh­ren­den ist, bie­tet sich bei der OTWorld die Mög­lich­keit, ande­re in die­ser Rol­le zu erle­ben. Das ist span­nend und erwei­tert den eige­nen „Werk­zeug­kas­ten“.

OT: Haben Sie Tipps für die ange­hen­den Meister:innen, die ihren ers­ten OTWorld-Besuch planen?

Bie­rin­ger: Nun, ich den­ke, bei dem umfas­sen­den Ange­bot ist eine gute Vor­be­rei­tung emi­nent wich­tig. Suchen Sie sich zwei bis vier Vor­trä­ge pro Tag, die Sie inhalt­lich inter­es­sie­ren, pla­nen Sie genü­gend Zeit für den Mes­se­rund­gang ein, machen Sie sich eine Merk­lis­te, wel­che The­men, Fir­men oder Tech­no­lo­gien Sie beson­ders inter­es­sie­ren, das geht mit dem Smart­pho­ne her­vor­ra­gend, und pla­nen Sie etwa zwan­zig Pro­zent Ihrer Zeit für Gesprä­che ein. Die OTWorld eig­net sich mit Mes­se und Kon­gress her­vor­ra­gend zur Netz­werk­ar­beit. Dazu ist übri­gens der Besuch der Jugend.Akademie TO ein unbe­ding­tes „Muss“.

Die Fra­gen stell­te Hei­ko Cordes.

 

Eine Gesamt­über­sicht aller Kurz­in­ter­views zur OTWorld 2022 fin­den Sie hier.

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