Wenn wir heute auf unsere Wurzeln zurückblicken, tun wir das mit großem Stolz auf ein solides Fundament. Gleichzeitig ist unser Alltag vor allem von dem Vertrauen geprägt, das uns Patienten, Ärzte, Therapeuten und Geschäftspartner täglich entgegenbringen. Unser 125-jähriges Bestehen ist für uns deshalb kein Grund, uns auszuruhen. Vielmehr ist es ein Impuls, die Zukunft der Hilfsmittelversorgung mit neuen Materialien, digitalen Konzepten und ungebremster Leidenschaft aktiv weiterzugestalten.
Der Mensch im Mittelpunkt, die Technik im Griff. Was uns seit über einem Jahrhundert auszeichnet, ist die enge, interprofessionelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Wir nehmen die persönlichen Wünsche unserer Patienten genauso ernst wie die medizinischen Anforderungen der Ärzte und Therapeuten. Denn wir wissen aus Erfahrung: Nur eine Versorgung, die funktionell und zielgerecht ist, wird gerne getragen und erfüllt ihren Zweck. Für diese ideale Patientenversorgung beweisen wir gerne Forschergeist und Hartnäckigkeit, besonders bei schwierigen Fällen. Wir testen neue Bauweisen, entwickeln eigene Gelenksysteme und setzen modernste Fertigungsverfahren ein.
Von der Münchner Meisterwerkstatt zum Innovationsmotor: Angefangen hat alles im Jahr 1901, als Ferdinand Gottinger seine Orthopädietechnik-Meisterwerkstatt mit Fokus auf Prothetik gründete. Schon 1907 hielt er in einem Vertrag mit der Münchner Ortskrankenkasse vertraglich fest, stets „nur vorzügliche Arbeit zu leisten und beste Qualität zu liefern“, ein Leitsatz, der bis heute gilt. Nachdem das Unternehmen die Kriegsjahre in Poing überstand, kehrte es unter der Leitung von Ferdinand Gottinger II. nach München-Haidhausen zurück.
Der stetige Wandel blieb Programm: Unter der Leitung von Ferdinand Gottinger III., der das Unternehmen ab 1960 führte und 1977 in eine KG umwandelte, gelang zur Jahrtausendwende eine bedeutende Innovation. Durch die frühzeitige Anwendung der M.A.S.-Oberschenkel-Prothesenschafttechnik nach Marlo Ortiz aus Mexiko nahm das Unternehmen eine technologische Vorreiterrolle in Deutschland ein und setzte neue Standards in der modernen Prothetik. Schon 1993 setzte das Unternehmen ein weiteres technologisches Ausrufezeichen, als Norbert Günther, Dipl. Orthopädietechnik-Meister, eintrat. Er revolutionierte die Orthetik, insbesondere in der Kinderversorgung: weg von der klassischen Schienen-Schellen-Bauweise, hin zur unilateralen Bauweise und semiflexibler Gießharztechnik. Durch seine enge Zusammenarbeit mit Kliniken wie dem Kaiserin-Auguste-Viktoria-Klinikum in Berlin und dem SPZ der Berliner Charité prägte er Versorgungskonzepte für Kinder mit Meningomyelocele maßgeblich mit.
Fokus, Forschung und Nähe zum Patienten: 1994 wurde das Unternehmen in die heutige GmbH überführt und der Sitz ins oberbayerische Zorneding verlegt. Aus dem Drang nach Innovation entstand 1998 unser eigenes Handelshaus für Orthesen-Bauteile. Zahlreiche Patente und die Zusammenarbeit mit Forschungspartnern in verschiedenen Projekten beweisen unseren Entwicklungs- und Forschungsgeist. Nach einer Phase der Expansion im Sanitätshausbereich trafen wir 2012 eine bewusste Entscheidung: Wir verkauften einen Teil der Sanitätshäuser, um uns mit ganzer Kraft auf unsere Kernkompetenz, die technische Orthopädie, zu fokussieren.
Um dort zu sein, wo unsere Patienten uns brauchen, sind wir über die Jahre gezielt gewachsen. So entstanden spezialisierte Filialen direkt an den zentralen Orten der Versorgung. Unsere größte Filiale eröffnete 2007 in Berlin, die drittgrößte Vertretung folgte 2019 in Mainz. An unserem Hauptstandort in Zorneding wurde 2016 ein großzügiges Kundencenter eröffnet, das den Charme einer historischen Scheune aus dem Jahr 1897 mit modernsten Standards verbindet.

Heute vereint die F. Gottinger Orthopädietechnik GmbH ein Team von über 70 engagierten Fachkräften. Wir bündeln eine außergewöhnliche Bandbreite an Expertenwissen und setzen auf eine starke Ausbildungskultur. So stellen wir sicher, dass wir unser Handwerk mit Leidenschaft und höchster Kompetenz in die Zukunft tragen.
Auch an der Unternehmensspitze wurden die Weichen für Kontinuität gestellt: Seit dem Ruhestand von Norbert Günther im Jahr 2022 leiten Marc Damerau und Francisco Martins als Geschäftsführer erfolgreich das operative Geschäft.
Mit dem Rückenwind aus 125 Jahren Erfahrung, geballter Expertise und ungebrochener Innovationsfreude freuen wir uns darauf, auch in den nächsten Jahrzehnten das zu tun, was wir am besten können: Menschen in Bewegung zu halten.
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