Vol­les OTWorld-Pro­gramm für den größ­ten Nachwuchs-Treffpunkt

Ein großer Teil der Auszubildenden und Studierenden der Branche kennt die OTWorld vom Hörensagen, hat sie bisher aber noch nicht live erleben können. Die Jahrgänge, die ab 2017/2018 mit ihrer Ausbildung starteten, mussten bis zum Donnerstag warten, um das erste Mal die Messe- und Kongressluft des weltweit größten Branchentreffs zu schnuppern.

Nach vier Jah­ren pan­de­mie­be­ding­ter Pau­se öff­ne­ten sich am Don­ners­tag­mor­gen wie­der die Tore der OTWorld für die Jugend.Akademie TO. In sei­ner Eröff­nungs­re­de hieß Lars Grun, Vor­sit­zen­der des Berufs­aus­bil­dungs­aus­schus­ses des Bun­des­in­nungs­ver­ban­des Ortho­pä­die-Tech­nik (BIV-OT), die Nach­wuchs­kräf­te in der Glas­hal­le will­kom­men. „Ganz beson­ders freut mich, dass wir wie­der vie­le Teil­neh­mer aus Bel­gi­en dabei­ha­ben.“  Aus die­sem Anlass rich­te­te Xavier Ber­tee­le, Prä­si­dent der Bel­gi­schen Bero­eps­ver­eni­ging voor Ortho­pe­di­sche Tech­no­lo­gieën (BBOT-UPBTO), sein Gruß­wort an die bel­gi­schen Jugend.Akademie-Teilnehmer:innen auch in ihrer Muttersprache.

„Ich sehe die Jugend.Akademie als inter­es­san­tes Medi­um“, sag­te Lutz Jenckel, Dozent an der PFH Göt­tin­gen, der als drit­ter Red­ner der offi­zi­el­len Eröff­nung an das Mikro­fon trat: „Sehen Sie zu, an den Stän­den mög­lichst offen­siv ran­zu­ge­hen, stel­len Sie vie­le Fra­gen, ver­su­chen Sie so vie­le Infor­ma­tio­nen wie mög­lich zu bekom­men, löchern Sie die Leu­te, nut­zen Sie die Zeit aus“, gab er den aus­schwär­men­den Aus­zu­bil­den­den und Stu­die­ren­den mit auf den Weg.

In den Kon­gress­sä­len und Mes­se­hal­len war­te­ten auf die Nach­wuchs­kräf­te aus den Berei­chen Ortho­pä­die-Tech­nik, Ortho­pä­die-Schuh­tech­nik, Fach­han­del, Phy­sio­the­ra­pie und Medi­zin dies­mal nicht nur die Kur­se und Key­note-Vor­trä­ge. Zwei neue High­lights berei­cher­ten das Pro­gramm, die Lars Grun den Jugend.Akademie-Teilnehmer:innen mit ans Herz leg­te: „Es geht um Ver­net­zung mit den bes­ten Köp­fen welt­weit“, warb Grun zum einen für den Mas­si­ve Open Online Cour­se (MOOC). Was sich dahin­ter ver­barg, beka­men die Nach­wuchs­fach­kräf­te von den Initia­to­ren Urs Schnei­der vom Fraun­ho­fer Insti­tut, Prof. Micha­el Gold­farb von der Van­der­bilt Uni­ver­si­ty und Dr. Levi Har­gro­ve vom Shir­ley Ryan Abi­li­ty­Lab am Nach­mit­tag erklärt. „Jeder für sich schon eine Iko­ne.“ Ein wei­te­res High­light war die Pre­mie­re der drei Ver­sor­gungs­wel­ten – Cere­bral­pa­re­se, Lym­ph­erkran­kun­gen und Ein­la­gen-Ver­sor­gung. „In die­ser Form wird das erst­mals auf der OTWorld gezeigt“, so Grun vor­ab. Reich­lich Input gab es final bei den Stand­rund­gän­gen und Work­shops der Jugend.Akademie-Sponsoren.

Tra­di­tio­nell schloss der ers­te Jugend.Akademie-Tag mit der von Otto­bock und dem Bun­des­in­nungs­ver­band (BIV-OT) auf die Bei­ne gestell­ten Grill­par­ty im Pocket-Park der Leip­zi­ger Mes­se ab. Wie es seit 2014 guter Brauch ist, grill­ten die Pro­fis ­für den Nach­wuchs: Als Ver­tre­ter der Kon­gressprä­si­dent­schaft bewies Prof. Dr. Mar­tin Engel­hardt sei­ne Grill­kom­pe­tenz, unter­stützt von Phil­ipp Hoe­fer, Geschäfts­füh­rer DACH bei Otto­bock, des­sen Vor­gän­ger Nor­bert Aumann und BIV-OT-Prä­si­dent Alf Reuter.

Ers­te Eindrücke
Für Sarah Fau­pel und Vivi­en Erken, bei­de Poh­lig, aus dem Raum Ber­lin ist es die ers­te Jugend.Akademie-Teilnahme. Ihr ers­ter Ein­druck: Die OTWorld bie­te aus jedem Bereich einen gro­ßen Über­blick. „Es ist auf­re­gend und viel­fäl­tig“, sagt Fau­pel, der gleich­zei­tig die ent­spann­te Atmo­sphä­re posi­tiv auf­ge­fal­len ist. „Die Her­stel­ler sind nicht auf­dring­lich“, fin­det auch Erken. Gefreut hat sie sich auch dar­über, vie­le neue Fir­men zu ent­de­cken. „Die Gro­ßen kennt man, aber ich fand es auch inter­es­sant, die klei­ne­ren Unter­neh­men ken­nen zu ler­nen. Gut ange­kom­men ist auch die Start-up-Zone beim Bran­chen­nach­wuchs. Fas­zi­niert hat die bei­den Poh­lig-Aus­zu­bil­den­den zudem, wie oft sie trotz der Dimen­sio­nen immer wie­der bekann­te Gesich­ter gese­hen haben.

Ihren Mes­se­auf­takt haben die bei­den für die ers­te Ori­en­tie­rung genutzt. „Wenn heu­te Abend alles gesackt ist, wer­den bestimmt Fra­gen auf­kom­men, die wir mor­gen stel­len wer­den“, stellt sich Fau­pel auf einen inten­si­ve­ren zwei­ten OTWorld-Tag ein. Aber auch schon am ers­ten Tag haben sie eini­ges gelernt, bei­spiels­wei­se im Kurs über Elek­tro­sti­mu­la­ti­on. „Das ken­nen wir zwar auch vom Betrieb“, erklärt Erken, doch neu­es Hin­ter­grund­wis­sen und eine ande­re Per­spek­ti­ve haben den eige­nen Hori­zont erwei­tert. „Ler­nen kann man auch, wenn ande­re fach­spe­zi­fi­sche Fra­gen stel­len“, ergänzt ihre Kol­le­gin. Ihr ers­tes Fazit von ihrer Jugend.Akademie-Premiere: „Wir sind mit dem ers­ten Tag gut zufrie­den“, sagt Sarah Faupel. 

 

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