Nach ZVOS-Aus: Innun­gen stim­men für Grün­dung eines neu­en Spitzenverbandes

Die Zeichen stehen auf Neuanfang: Bei der Klausurtagung in Willingen Mitte Juli 2022 haben die Innungen der Orthopädie-Schuhtechnik Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Mittelrhein-Pfalz, Niedersachsen/Bremen, Nord, Saarland, Sachsen, Thüringen und Trier beschlossen, einen neuen Spitzenverband auf Bundesebene zu gründen.

Wäh­rend der drei­tä­gi­gen Bera­tung sei­en die unter­schied­li­chen und kon­trä­ren Auf­fas­sun­gen von einer bun­des­wei­ten Berufs­stands­ver­te­tung deut­lich gewor­den, teilt der Zen­tral­ver­band für Ortho­pä­die­schuh­tech­nik (ZVOS) mit, des­sen Aus­lö­sung bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung am 24. Juni 2022 beschlos­sen wur­de. In der Ver­gan­gen­heit hat­te es intern mas­si­ve Unstim­mig­kei­ten über die Aus­rich­tung des Zen­tral­ver­ban­des inklu­si­ve Aus­trit­te von ein­zel­nen Lan­des­in­nun­gen gege­ben. Dar­an konn­te auch ein letz­ter Ret­tungs­ver­such von Ste­phan Jehring nichts ändern, als er Anfang 2019 das Amt des Prä­si­den­ten übernahm.

Wo steht das Hand­werk 2030? Wo die Aus- und Fort­bil­dung? Und wel­che Vor­stel­lun­gen gibt es mit Blick auf die Kom­mu­ni­ka­ti­on nach außen und innen? The­men wie die­se sei­en bei der Tagung in ver­schie­de­nen Arbeits­grup­pen dis­ku­tiert wor­den, mit dem Ergeb­nis, dass sich nicht alle Anwe­sen­den in einem neu­en Ver­band auf­ge­hen sehen. „Das liegt zum Teil an den unter­schied­li­chen Her­an­ge­hens­wei­sen, aber auch an unter­schied­li­chen Arbeits­wei­sen der Betei­lig­ten“, so der ZVOS. Schluss­end­lich einig­ten sich die Anwe­sen­den dar­auf, eine neue Ver­ei­ni­gung zu grün­den. „Das Ziel des Vor­stan­des des ZVOS und der Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin, das Hand­werk zu einen, ist damit lei­der nicht voll­stän­dig erreicht wor­den“, zieht der ZVOS Bilanz.

Von Sei­ten der Innung für Ortho­pä­die-Schuh­tech­nik Ber­lin heißt es: „Auch wenn zu bedau­ern ist, dass noch nicht alle Innun­gen dabei sind, wird der neue Spit­zen­ver­band mit Abstand die meis­ten Betrie­be ver­tre­ten. Nun gilt es, alle Kräf­te zu mobi­li­sie­ren, damit die mit der Grün­dung ver­bun­de­nen For­ma­li­en schnellst­mög­lich abge­ar­bei­tet wer­den kön­nen und der neue Ver­band zu Beginn des Jah­res 2023 arbeits­fä­hig ist.“

Der ZVOS kün­digt an, sei­nen Geschäfts­be­trieb bis zum 31. Dezem­ber 2022 voll­stän­dig auf­recht­zu­er­hal­ten. Begon­ne­ne Pro­jek­te wie die Über­ar­bei­tung der PG 31, Sen­so­mo­to­rik, Digi­ta­li­sie­rung und Rah­men­lehr­plan für die Meis­ter­schu­len sol­len been­det bzw. bis Jah­res­en­de wei­ter­hin beglei­tet wer­den. Ab 1. Janu­ar 2023 gehe der ZVOS in die Liqui­da­ti­on und wer­de abgewickelt.

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