Jac­ques Chê­ne­au verstorben

Es gilt als DAS Hilfsmittel in der Versorgung von Skoliose-Patient:innen. Nun ist der Namensgeber und Erfinder des Chêneau-Korsetts, der französische Arzt Dr. Jacques Chêneau, laut Mitteilung seiner Ehefrau im Alter von 94 Jahren verstorben.

Jac­ques Chê­ne­au ent­wi­ckel­te das Kor­sett Ende der 1970er-Jah­re. Seit­dem wur­de es kon­ti­nu­ier­lich u. a. von Manu­el Rigo (Bar­ce­lo­na) und Hans-Rudolf Weiß (Bad Sobern­heim) modi­fi­ziert. Am Grund­prin­zip hat sich jedoch nichts ver­än­dert. Die Orthe­se ist ein asy­m­e­trisch gebau­tes Kor­sett, das sich durch Pelot­ten und Expan­si­ons­zo­nen kenn­zeich­net. Ziel sind die Dero­ta­ti­on sowie die drei­di­men­sio­na­le Auf­rich­tung des Kör­pers. Das Kor­sett wird in der Regel zur kon­ser­va­ti­ven The­ra­pie der idio­pa­thi­schen tho­ra­ka­len Sko­lio­se bei Patient:innen, die sich im Wachs­tums­al­ter befin­den, eingesetzt.

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