Ein­satz akti­ver Mate­ria­li­en in medi­zin­tech­ni­schen Anwendungen

C. Rotsch, B. Senf, M. Werner, A. Bucht
Aktive Materialien wie Formgedächtnislegierungen bieten ein großes Potenzial für Innovationen in der medizinischen Anwendung. Sie können durch Aktivierung ihre Form verändern oder die Eigenschaften von Strukturen beeinflussen. In diesem Artikel werden zwei Anwendungsbeispiele beschrieben und anhand aktueller Forschungsergebnisse dargestellt. Integriert in Implantate für die Hüfte bzw. Wirbelsäule können sie als Aktor direkt an der Knochen-Implantat-Schnittstelle wirken und damit die Verankerung im knöchernen Umfeld verbessern. Eingearbeitet in textile Hybridstrukturen können sie deren Steifigkeit oder Anpressdruck situationsabhängig anpassen und ermöglichen damit perspektivisch eine patientenindividuelle Versorgung.

Ein­lei­tung

Form­ge­dächt­nis­ma­te­ria­li­en wer­den auf­grund ihrer ein­zig­ar­ti­gen Mate­ri­al­ei­gen­schaf­ten in viel­fäl­ti­gen tech­ni­schen, aber auch in medi­zin­tech­ni­schen Anwen­dun­gen ein­ge­setzt. Für medi­zi­ni­sche Anwen­dun­gen sind sol­che Mate­ria­li­en außer­dem durch gute Kor­ro­si­ons- und Bie­ge­fes­tig­keit sowie Bio­kom­pa­ti­bi­li­tät und MTR-Taug­lich­keit inter­es­sant 1 2. Durch ent­spre­chen­de Beschich­tun­gen bei­spiels­wei­se mit Kal­zi­um­phos­phat, Hydro­xyl­a­pa­tit oder eine geziel­te Ober­flä­chen­kor­ro­si­on kann die Bio­kom­pa­ti­bi­li­tät wei­ter ver­bes­sert bezie­hungs­wei­se einem mög­li­chen Aus­tre­ten von Nicke­lio­nen vor­ge­beugt wer­den 3.

Neben der Nut­zung der superelas­ti­schen Eigen­schaf­ten in Form von Stents oder Füh­rungs­dräh­ten kom­men in den letz­ten Jah­ren ver­mehrt auch akti­ve Kom­po­nen­ten zum Ein­satz. Prä­de­sti­niert sind hier­bei Anwen­dun­gen, bei denen ent­we­der eine situa­ti­ve Ver­än­de­rung der Last­ver­hält­nis­se durch exter­ne Ener­gie­zu­fuhr oder die dau­er­haf­te Auf­brin­gung einer kon­stan­ten Kraft ohne exter­ne Ener­gie­zu­fuhr erwünscht ist. Der soge­nann­te Ein­weg-Form­ge­dächt­nis­ef­fekt ist beson­ders im Bereich der Implan­ta­te und Klam­mern zur Osteo­syn­the­se sowie bei Instru­men­ten ver­brei­tet, die je nach Bedarf indi­vi­du­ell ver­bo­gen wer­den kön­nen und nach dem Ste­ri­li­sa­ti­ons­pro­zess wie­der ihre ursprüng­li­che Form anneh­men 4. Kno­chen­fi­xie­rungs­ele­men­te wer­den bspw. im gekühl­ten Zustand implan­tiert. Bei Erwär­mung ändern sie ent­spre­chend ihre Geo­me­trie und ver­span­nen bzw. fixie­ren somit aktiv Brü­che oder ande­re Ver­let­zun­gen im Bereich der knö­cher­nen Struk­tu­ren 5.

Aber auch für den Bereich Endo­pro­the­tik wird NiTi (Niti­nol, eine Nickel-Titan-Legie­rung) immer inter­es­san­ter. Im Ver­gleich mit ande­ren Kon­struktionswerkstoffen ist der ­E‑Modul (Kenn­wert des Wider­stan­des eines Mate­ri­als gegen­über sei­ner Ver­for­mung) von NiTi dem Kno­chen am ähn­lichs­ten. Sei­ne hohe Dämp­fungs­ka­pa­zi­tät könn­te z. B. für die Dämp­fung von Spit­zen­be­las­tun­gen zwi­schen Kno­chen und Implan­tat nütz­lich sein 6.

Form­ge­dächt­nis­ma­te­ri­al

Ther­mi­sche Form­ge­dächt­nis­le­gie­run­gen (FGL) gehö­ren zu den akti­ven Werk­stof­fen und haben die beson­de­re Eigen­schaft, nach gro­ßer, schein­bar plas­ti­scher Defor­ma­ti­on ihre Aus­gangs­form durch Tem­pe­ra­tur­er­hö­hung wie­der ein­zu­neh­men. Wird der Form­ge­dächt­nis­ef­fekt unter­drückt, indem die Rück­stel­lung ver­hin­dert wird, ent­fal­tet das Mate­ri­al ent­spre­chend Abbil­dung 1 eine exter­ne Kraft und wirkt als Aktor. Häu­fig kommt Nickel-Titan (NiTi) zum Ein­satz, da es bio­kom­pa­ti­bel ein­ge­setzt wer­den kann und kom­mer­zi­ell ver­füg­bar ist. Der Tem­pe­ra­tur­be­reich, in dem die Pha­sen­um­wand­lung vor­kommt, wird über das Ver­hält­nis der Legie­rungs­be­stand­tei­le und eine Wär­me­be­hand­lung ein­ge­stellt und kann durch vier cha­rak­te­ris­ti­sche Tem­pe­ra­tu­ren (Ms, Mf, As, Af) beschrie­ben wer­den (Abb. 2) 7.

Typi­sche Akt­or­geo­me­trien aus FGL sind Federn, Roh­re, Dräh­te und Ble­che. Ent­spre­chend den anwen­dungs­ty­pi­schen Anfor­de­run­gen kom­men bei den fol­gen­den Bei­spie­len Dräh­te und Ble­che zum Ein­satz. Dräh­te sind in Kom­bi­na­ti­on mit Tex­ti­li­en geeig­net, um die vor­han­de­ne Ver­ar­bei­tungs­tech­no­lo­gie zu adap­tie­ren und akti­ve Ver­bund­struk­tu­ren her­zu­stel­len. Die Akti­vie­rung von FGL-Dräh­ten kann über Joule’sche Wär­me und die dafür erfor­der­li­che Leis­tungs­elek­tro­nik erfol­gen. Alter­na­tiv ist ein aut­ark wirk­sa­mes Sys­tem mög­lich, wie im zwei­ten Bei­spiel, dem adap­ti­ven Implan­tat, gezeigt wird.

Akti­ve Verbundstrukturen

Moti­va­ti­on

In Kom­pres­si­ons­the­ra­pie und Orthe­tik kom­men vor­ran­gig tex­ti­le Hilfs­mit­tel mit vor­de­fi­nier­tem Span­nungs-Deh­nungs-Ver­hal­ten zum Ein­satz. Aus medi­zi­ni­scher Sicht ist eine Struk­tur güns­tig, die sich pati­en­ten- und situa­ti­ons­spe­zi­fisch anpas­sen kann 8. Ein Ver­bund aus tex­ti­lem Grund­ma­te­ri­al und ther­misch akti­vier­ba­ren Dräh­ten aus Form­ge­dächt­nis­le­gie­rung bie­tet gro­ßes Poten­zi­al bei der Rea­li­sie­rung einer adap­ti­ven Hybrid­struk­tur, die eine bedarfs­ge­rech­te Beein­flus­sung der Kraft- und Weg­ver­läu­fe ermög­licht 9.

Mate­ri­al und Methoden

Um eine geziel­te Anpas­sung der mecha­ni­schen Eigen­schaf­ten der Hybrid­struk­tu­ren an unter­schied­li­che the­ra­peu­ti­sche Anfor­de­run­gen zu bewir­ken, sind theo­re­ti­sche Betrach­tun­gen und prak­ti­sche Ver­su­che erfor­der­lich. Zur Gewin­nung geeig­ne­ter Berech­nungs­grund­la­gen wur­den auf der Basis der Fini­te-Ele­men­te-Metho­de mikro­sko­pi­sche und makro­sko­pi­sche Ansät­ze untersucht.

Die Ein­heits­zel­le besteht aus Volu­men-Ele­men­ten und einem reprä­sen­ta­ti­ven Aus­schnitt des gesam­ten Tex­tils. Kom­ple­xe­re Last­zu­stän­de las­sen sich mit die­sem Modellan­satz nicht beschrei­ben 10. Ein grö­ße­rer Aus­schnitt und damit auch mehr­ach­si­ge Bean­spru­chun­gen las­sen sich mit dem Mono­fi­la­ment-Gewe­be aus Bal­ken-Ele­men­ten berech­nen 11.

Unter­schied­li­che tex­ti­le Ver­ar­bei­tungs­tech­ni­ken kamen bei der Ent­wick­lung der Hybrid­struk­tu­ren aus Tex­til und FGL zum Ein­satz. Sowohl elas­ti­sche Flä­chen­ge­wir­ke als auch stei­fe­re Lein­wand-Gewe­be wur­den gefer­tigt, ver­mes­sen und prüf­tech­nisch cha­rak­te­ri­siert. Dabei wur­de FGL in Form von Dräh­ten einer­seits als Faden­er­satz in Kett­rich­tung ver­wo­ben, ande­rer­seits mit­tels Sou­ta­ge­tech­no­lo­gie auf­ge­stickt (Abb. 3).

Ergeb­nis­se und Anwendung

Bei­de Betrach­tungs­wei­sen (nume­risch und expe­ri­men­tell) führ­ten nach einer Gegen­über­stel­lung zu einem Berech­nungs­mo­dell, das eine effi­zi­en­te Simu­la­ti­on der kom­ple­xen struk­tur­me­cha­ni­schen Zusam­men­hän­ge von FGL-Tex­til-Ver­bün­den ermög­licht. Eine flä­chi­ge Betrach­tungs­wei­se des Tex­tils auf Basis bie­ge­wei­cher Scha­len­ele­men­te stellt zusam­men mit einem aniso­trop hyperelas­ti­schen Mate­ri­al­an­satz einen geeig­ne­ten Ansatz dar, um das struk­tur­me­cha­ni­sche Ver­hal­ten zu simu­lie­ren. Durch Feder­ele­men­te erfolgt die Anbin­dung des Form­ge­dächt­nis­ak­tors an die tex­ti­le Basisstruktur.

Zur Simu­la­ti­on der Wech­sel­wir­kung zwi­schen Tex­til und Aktor und zur Abbil­dung des kom­ple­xen Ver­hal­tens des Aktors ist das Mate­ri­al­ge­setz für die Form­ge­dächt­nis­le­gie­rung ent­schei­dend. Die fer­ti­gungs­tech­ni­sche Ver­ar­bei­tung der NiTi-Legie­rung konn­te beim Pro­jekt­part­ner TITV Greiz in geweb­ter und gestick­ter Form unter defi­nier­ten Rand­be­din­gun­gen erfolg­reich umge­setzt wer­den (Abb. 4). Dabei muss das hoch­gra­dig tem­pe­ra­tur­ab­hän­gi­ge Span­nungs-Deh­nungs-Ver­hal­ten berück­sich­tigt werden.

Der Kraft-Deh­nungs-Ver­lauf in Abbil­dung 5 zeigt den Ein­fluss der FGL-Dräh­te im Tex­til­ver­bund, der aus einem Zug­ver­such expe­ri­men­tell bestimmt wur­de. Im akti­vier­ten Zustand (roter Wer­te­ver­lauf) sind deut­lich höhe­re Kräf­te erfor­der­lich, um die Struk­tur zu deh­nen, als beim inak­ti­ven Ver­bund (blau­er Wer­te­ver­lauf). Die­ses stark unter­schied­li­che mecha­ni­sche Ver­hal­ten kann einer­seits dazu ein­ge­setzt wer­den, die Stei­fig­keit einer tex­ti­len Stütz­struk­tur situa­ti­ons­ab­hän­gig ein­zu­stel­len, ande­rer­seits dazu, eine Kom­pres­si­ons­kraft zu vari­ie­ren 12.

Ein­satz akti­ver Mate­ria­li­en am Bei­spiel eines adap­ti­ven Implantats

Moti­va­ti­on

In Deutsch­land wird jähr­lich rund 400.000 Pati­en­ten ein künst­li­ches Gelenk ein­ge­setzt. Weit mehr als 90 Pro­zent davon ent­fal­len auf die Implan­ta­ti­on von künst­li­chen Hüft- und Knie­ge­len­ken. Laut Bar­mer-GEK-Report Kran­ken­haus 2010 wur­den in Deutsch­land im Jahr 2010 etwa 210.000 Erst­im­plan­ta­tio­nen am Hüft­ge­lenk sowie 175.000 am Knie­ge­lenk durch­ge­führt. Der Anteil an Revi­si­ons-Ope­ra­tio­nen, die auf­grund auf­tre­ten­der Locke­run­gen der Endo­pro­the­se durch­ge­führt wer­den müs­sen, beträgt dabei ca. 14 %.

Bei zement­frei­en Hüft­im­plan­ta­ten wird die Locke­rung im Schaft haupt­säch­lich durch den ver­än­der­ten Kraft­fluss und die hier­durch man­gel­haf­te Last­über­tra­gung zwi­schen Implan­tat und knö­cher­nem Ver­an­ke­rungs­la­ger her­vor­ge­ru­fen. Die Ursa­che sind aus­ge­präg­te Unter­schie­de in der mecha­ni­schen Fes­tig­keit und Elas­ti­zi­tät von Kno­chen und Implan­tat. Beim zement­frei­en Ver­fah­ren besteht nach dem Ein­schla­gen des Implan­tat­schaf­tes in die geras­pel­te oder gefräs­te Aus­höh­lung im Ober­schen­kel­kno­chen eine soge­nann­te „Pressfit”-Verbindung. Auf­grund der Anpas­sungs­fä­hig­keit des Kno­chens wird bei Über- oder Fehl­be­las­tung die Press­ver­bin­dung zwi­schen Implan­tat und Kno­chen rela­tiv schnell abge­baut, wodurch eine fes­te Ver­an­ke­rung der Endo­pro­the­se ver­hin­dert wird.

Mate­ri­al und Methoden

Gemein­sam mit dem Pro­jekt­part­ner Fraun­ho­fer FEP wur­de ein Lösungs­an­satz zur Her­stel­lung einer opti­ma­len Last­ver­tei­lung im Kno­chen unter Ein­satz von FGL-Ele­men­ten im Hüft­schaft in Ver­bin­dung mit einer bio­kom­pa­ti­blen Beschich­tung ent­wi­ckelt. Hier­durch soll ein kraftho­mo­ge­ner Kon­takt an der Implan­tat-Kno­chen-Schnitt­stel­le erzielt wer­den. Nach dem Ein­schla­gen des adap­ti­ven Schaft­im­plan­ta­tes in das vor­be­rei­te­te Implan­t­at­la­ger kommt es infol­ge der Erwär­mung auf Kör­per­tem­pe­ra­tur zur ther­mi­schen Akti­vie­rung der inte­grier­ten FGL-Blech­strei­fen (Abb. 6). Die­se Form­än­de­rung wird in Abhän­gig­keit von der Stei­fig­keit des peri­pro­the­ti­schen Femur bei der Akti­vie­rung behin­dert. Die­ses Mate­ri­al­ver­hal­ten wird als „unter­drück­tes Form­ge­dächt­nis” bezeich­net, da die Rück­bil­dung in eine zuvor ein­ge­präg­te Ursprungs­form durch die hier vor­lie­gen­de Reak­ti­ons­kraft des Kno­chens nicht mög­lich ist. Bei der mecha­ni­schen Unter­drü­ckung wird dem­zu­fol­ge eine Kraft auf­ge­baut, die genutzt wer­den kann, um den Kraft­schluss im Kon­takt­be­reich einer zement­frei ver­an­ker­ten Schaft­pro­the­se mit dem Ober­schen­kel­kno­chen zu unterstützen.

Ergeb­nis­se und Anwendung

Für eine best­mög­li­che Nach­bil­dung der phy­sio­lo­gi­schen Last­ver­hält­nis­se eines intak­ten Hüft­ge­len­kes ist die Hüft­ge­lenks­kraft mög­lichst im pro­xi­ma­len Bereich des Schaft­im­plan­ta­tes in den umlie­gen­den Ober­schen­kel­kno­chen ein­zu­lei­ten. Zur Unter­stüt­zung des pro­xi­ma­len Press­fits wur­den Prin­zip­mo­del­le von Schaft­pro­the­sen mit inte­grier­ten FGL-Ele­men­ten unter­schied­li­cher Geo­me­trie ent­wor­fen (Abb. 7). Gemein­sam mit Medi­zi­nern wur­de ein Pro­the­sen­mo­dell mit FGL-Blech­strei­fen auf min­des­tens drei Sei­ten des pro­xi­ma­len Schaft­be­rei­ches favo­ri­siert, das eine Wir­kung sowohl ven­tral und dor­sal als auch medi­al und late­ral erzie­len kann. Das ent­wi­ckel­te Implan­tat­kon­zept stellt eine Mög­lich­keit dar, die Kon­takt­kraft im pro­xi­ma­len Schaft­be­reich gleich­mä­ßig zu erhö­hen und dabei einen unste­ti­gen Kraft­ver­lauf zu ver­mei­den 13.

Die­se Ver­an­ke­rungs­tech­no­lo­gie wur­de mit den Pro­jekt­part­nern der Uni­ver­si­tät Leip­zig und des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Dres­den auf ein Wir­bel­säu­len­im­plan­tat, eine soge­nann­te Pedi­kel­schrau­be, über­tra­gen 14. Im kon­kre­ten Fall wur­de ein Schrau­ben­kon­zept ent­wi­ckelt, das zukünf­tig eine Alter­na­ti­ve zu Kno­chen­ze­ment bei der spi­na­len Ver­sor­gung dar­stellt und wesent­li­che Vor­tei­le beson­ders bei der Revi­si­ons­fä­hig­keit bie­tet. Die FGL-Akto­ren wur­den direkt an der Kno­chen-Implan­tat-Schnitt­stel­le inte­griert und sol­len durch die Ober­flä­chen­ver­grö­ße­rung ins­be­son­de­re im Wir­bel­kör­per­fort­satz eine ver­bes­ser­te Ver­an­ke­rungs­sta­bi­li­tät auch in geschä­dig­ten bzw. dege­ne­ra­tiv ver­än­der­ten Kno­chen­struk­tu­ren ermög­li­chen (Abb. 8). Eine Stei­ge­rung der Aus­zugs­kraft aus Kno­chen­er­satz­ma­te­ri­al um 25 % konn­te bereits nach­ge­wie­sen wer­den. Ers­te Unter­su­chun­gen an Human­prä­pa­ra­ten bestä­tig­ten die Wir­kung der FGL-Akto­ren in Bezug auf die erziel­ba­re Erhö­hung der Ver­an­ke­rungs­sta­bi­li­tät (Abb. 9).

Dank­sa­gung

Wir dan­ken unse­ren Pro­jekt­part­nern Dr. Han­no Stein­ke (Uni­ver­si­tät Leip­zig, Insti­tut für Ana­to­mie), Dr. Mario Lei­mert (Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Carl Gus­tav Carus Dres­den, Kli­nik und Poli­kli­nik für Neu­ro­chir­ur­gie), Dr. Fred Fietz­ke und Dr. Chris­tia­ne Wet­zel (Fraun­ho­fer FEP) sowie Hei­ke Oschatz und Volk­mar Reich­mann (Tex­til­for­schungs­in­sti­tut Thü­rin­gen-Vogt­land e. V.­­– TITV Greiz).

Für die Autoren:
Dipl.-Ing. (FH) Chris­ti­an Rotsch
Fraun­ho­fer-Insti­tut für Werk­zeug­ma­schi­nen und Umform­tech­nik IWU
Grup­pen­lei­ter Medizintechnik
Nöth­nit­zer Stra­ße 44
01187 Dres­den
Christian.Rotsch@iwu.fraunhofer.de

Begut­ach­te­ter Beitrag/Reviewed paper

Zita­ti­on
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