Hervorgehoben

Bau­er­feind setzt ein Zei­chen für die Zukunft

Die größte Investition der Firmengeschichte: Bauerfeind baut seinen Hauptstandort für 100 Millionen Euro aus und setzt auf weiteres Wachstum in Deutschland.

Als Rai­ner Berthan, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Bau­er­feind AG, Ende Okto­ber anläss­lich der Plat­zie­rung einer Zeit­kap­sel im Fun­da­ment des geplan­ten Neu­bau­kom­ple­xes die Büh­ne betritt, stellt er sei­ner Rede eine Fra­ge vor­an: „War­um?“ War­um inves­tiert der Hilfs­mit­tel­her­stel­ler 100 Mil­lio­nen Euro, die größ­te Inves­ti­ti­on der Fir­men­ge­schich­te, an sei­nem Haupt­stand­ort in Zeu­len­ro­da-Trie­bes? Die­se Fra­ge sei ihm per­sön­lich zuvor häu­fig gestellt wor­den. Die Ant­wort lie­fert Berthan sogleich hin­ter­her: „Bau­er­feind ist star­kes Wachs­tum (…). Wir müs­sen Kapa­zi­tä­ten schaf­fen, wenn wir unse­re Kun­den, den Fach­han­del, Ärz­te und Pati­en­ten welt­weit wie gewohnt zufrie­den­stel­len wol­len. Wir müs­sen die Vor­aus­set­zun­gen schaf­fen, dass wir die Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft meis­tern kön­nen.“ Die­se Zukunft sei in Deutsch­land, sei in Zeu­len­ro­da, sei in der eige­nen Hei­mat zu verorten.

Rai­ner Berthan im exklu­si­ven Interview

 

Kon­kret flie­ßen 60 Mil­lio­nen Euro in den Bau zwei­er Pro­duk­ti­ons­hal­len und eines Com­mu­ni­ty Cen­ters, deren Fer­tig­stel­lung für das Früh­jahr 2028 anvi­siert ist. Inbe­grif­fen sind eine 4,5 Hekt­ar gro­ße begrün­te Außen­an­la­ge und Park­plät­ze. Wei­te­re 30 Mil­lio­nen Euro wer­den in die Erwei­te­rung und Auto­ma­ti­sie­rung des Logis­tik­zen­trums inves­tiert, was per­spek­ti­visch zu einer Ver­dopp­lung der Lager­ka­pa­zi­tä­ten füh­ren wird. Bereits im Früh­jahr 2027 soll für 10 Mil­lio­nen. Euro die neue Ener­gie­zen­tra­le an die bestehen­den Betriebs­ge­bäu­de ange­schlos­sen sein. Am Ran­de der Zeit­kap­sel­ze­re­mo­nie teil­te Bau­ober­lei­ter Jens Bärt­hel mit, dass aktu­ell sowohl der Zeit­plan als auch die Kos­ten der Bau­ar­bei­ten im Plan lägen.

In Anwe­sen­heit des thü­rin­gi­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Mario Voigt wur­den schließ­lich u. a. Bau­plä­ne, 2026 gepräg­te Mün­zen und eine Col­la­ge aus Mit­ar­bei­ter­fo­tos in der Zeit­kap­sel plat­ziert. Deren Halt­bar­keit gab Bärt­hel mit min­des­tens 100 Jah­ren an. Ein Hin­weis­schild am Stand­ort des künf­ti­gen Com­mu­ni­ty Cen­ters soll sym­bo­lisch sicher­stel­len, dass die Kap­sel in fer­ner Zukunft dann auch wie­der­ge­fun­den wird.

 Micha­el Blatt

 

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