All­tags­ak­ti­vi­tä­ten mit der Michel­an­ge­lo Hand im Ver­gleich zu kon­ven­tio­nel­len Myo-Prothesenhänden

E. Pröbsting, A. Kannenberg
Die menschliche Hand ermöglicht eine Vielzahl verschiedener Greifarten. Dagegen ist die Funktionalität herkömmlicher myoelektrischer Hände mit nur einer Greifmöglichkeit stark limitiert. Die Michelangelo Hand ist eine neue multifunktionale Prothesenhand, die 7 verschiedene Handpositionen ermöglicht. Inwieweit diese höhere Funktionalität zu einer leichteren Bewältigung von ­Alltagsaktivitäten führt, wurde mithilfe einer Patientenbefragung analysiert. An dieser Studie nahmen 16 Probanden­teil. Sie wurden zunächst zu ihrer Alltagsprothese und, nach einer Testversorgung, zur Michelangelo Hand mithilfe standardisierter Fragebögen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Michelangelo Hand für mehr Aktivitäten genutzt und deren Durchführung erleichtert wird.

Ein­lei­tung

Die mensch­li­che Hand besteht aus 27 Kno­chen, 33 Mus­keln und 29 Gelen­ken 1. Sie ist über ein wei­te­res Gelenk, das Hand­ge­lenk, mit dem Unter­arm ver­bun­den. Auf­grund die­ser hohen Kom­ple­xi­tät ist es mög­lich, Objek­te mit 33 ver­schie­de­nen Grif­fen zu mani­pu­lie­ren und zu fixie­ren 2. Es gibt vie­le ver­schie­de­ne Ansät­ze, die­se Hand­grif­fe zu kate­go­ri­sie­ren und zu benen­nen 3. Grund­sätz­lich kön­nen zwei ver­schie­de­ne For­men von Grif­fen unter­schie­den wer­den: der Kraft­griff und der Prä­zi­si­ons­griff. Der Kraft­griff wird für schwe­re oder grö­ße­re Objek­te, der Prä­zi­si­ons­griff für klei­ne oder zer­brech­li­che Gegen­stän­de ver­wen­det 4.

Nach einer Ampu­ta­ti­on im Bereich des Unter­arms kann die Funk­ti­on der feh­len­den Hand mehr oder weni­ger gut pro­the­tisch ersetzt wer­den 5. Die dafür auf dem Markt erhält­li­chen Pro­the­sen­hän­de wur­den in den letz­ten Jah­ren erheb­lich wei­ter­ent­wi­ckelt 6, sind aber den­noch deut­lich weni­ger funk­tio­nell als die gesun­de mensch­li­che Hand 7 8.

Etwa 80 bis 90 % aller im Bereich des Unter­arms Ampu­tier­ten ent­schei­den sich zunächst für eine pro­the­ti­sche Ver­sor­gung 9 10, wobei sie ihre Pro­the­se aber nur bei ca. 50 % der All­tags­ak­ti­vi­tä­ten aktiv nut­zen 11. Mit stei­gen­der Funk­tio­na­li­tät scheint die Pro­the­se häu­fi­ger genutzt zu werden.

Der Ampu­tier­te hat die Mög­lich­keit, zwi­schen einer pas­si­ven Hand, einer akti­ven Hand mit Eigen­kraft-Steue­rung (z. B. über Zug­ban­da­gen) oder einer akti­ven myo­elek­tri­schen Hand 12 13 zu wäh­len. Die Hän­de aus den bei­den letz­te­ren Kate­go­rien erlaub­ten über Jahr­zehn­te alle nur eine ein­zi­ge Bewe­gung, näm­lich das Öff­nen und Schlie­ßen der Hand im Oppo­si­ti­ons­griff 14. In den letz­ten Jah­ren wur­den unter ande­ren mit der „i‑Limb” von Touch Bio­nics (Groß­bri­tan­ni­en), der „bebio­nic Hand” von RSL Stee­per (Groß­bri­tan­ni­en) und der „Michel­an­ge­lo Hand” der Otto Bock Health­Ca­re GmbH mul­ti­funk­tio­na­le Pro­the­sen­hän­de mit meh­re­ren Gelen­ken ent­wi­ckelt, die ver­schie­de­ne Griff­ar­ten ermög­li­chen 15 16.

Inwie­weit die­se tech­ni­schen Fort­schrit­te einen funk­tio­nel­len Zuge­winn bei der Bewäl­ti­gung von All­tags­ak­ti­vi­tä­ten bedeu­ten, wur­de bis­her in der inter­na­tio­na­len Fach­li­te­ra­tur nur anhand eines Ein­zel­falls dar­ge­stellt 17. In der hier vor­lie­gen­den Stu­die wur­den 16 Unter­ar­mam­pu­tier­te mit­hil­fe stan­dar­di­sier­ter Fra­ge­bö­gen zu ihrer her­kömm­li­chen Arm­pro­the­se und zur Pro­the­se mit der Michel­an­ge­lo Hand befragt.

Metho­dik

An der Beob­ach­tungs­stu­die nah­men 11 Ver­sor­gungs­zen­tren teil. Die­se ver­sorg­ten inner­halb des Zeit­raums März bis August 2011 erfah­re­ne Unter­ar­mam­pu­tier­te mit der Michel­an­ge­lo Hand. Die Ampu­tier­ten nutz­ten die neue Hand im All­tag über min­des­tens 4 Wochen. Vor Beginn wur­de die vor­he­ri­ge Pro­the­sen­hand und am Ende der Test­pha­se die Michel­an­ge­lo Hand von den Pro­ban­den beurteilt.

Die Befra­gung erfolg­te mit einem stan­dar­di­sier­ten Fra­ge­bo­gen. Es gibt ver­schie­de­ne vali­dier­te Tests zur Nut­zung einer Arm­pro­the­se bei All­tags­ak­ti­vi­tä­ten 18 19 20 21, wobei eine Kom­bi­na­ti­on ver­schie­de­ner Tests zur best­mög­li­chen Dar­stel­lung der Pro­the­sen­nut­zung füh­ren soll 22. Aus die­sem Grund wur­den hier zwei vali­dier­te Fra­ge­bö­gen mit­ein­an­der kom­bi­niert. Haupt­be­stand­teil die­ser Stu­die war der Ortho­tics and Prost­he­tics Users’ Sur­vey – Upper Extre­mi­ty Func­tio­n­al Sta­tus Modu­le (OPUS-UEFS), bei dem die Schwie­rig­keit der Aus­füh­rung von 23 Akti­vi­tä­ten jeweils bewer­tet wird 23 24. Aller­dings wur­de nicht wie in der Ori­gi­nal­ver­si­on gefragt, wie ein­fach eine Akti­vi­tät all­ge­mein aus­ge­führt wer­den kann, son­dern der Pro­band soll­te ähn­lich wie beim Prost­he­tic Upper Extre­mi­ty Func­tio­n­al Index (PUFI) ange­ben, wie ein­fach er die fol­gen­den Akti­vi­tä­ten mit sei­ner Pro­the­se aus­füh­ren kann 25. Die Ant­wort­mög­lich­kei­ten hier­zu wur­den ent­spre­chend den Ergeb­nis­sen einer Stu­die von Bur­ger et al. 26 aus­ge­wer­tet, sodass mit einer 4‑stufigen Bewer­tungs­ska­la gear­bei­tet wur­de: 0 = „kann die­se Akti­vi­tät nicht mit sei­ner Pro­the­se aus­füh­ren”, 1 = „schwie­rig”, 2 = „ein­fach”, 3 = „sehr einfach”.

Bei der Aus­wer­tung des OPUS-UEFS wur­de der Sum­mens­core über alle 23 Akti­vi­tä­ten, über alle ein­hän­di­gen („Die Haa­re bürsten/kämmen”, „Aus einem Papp­be­cher trin­ken”, „Eine Gabel oder einen Löf­fel benut­zen”, „Den Inhalt einer 0,33-l-Flasche in ein Glas gie­ßen”, „Den Namen leser­lich schrei­ben”, „Eine Tür mit Dreh­knopf nut­zen”, „Ein Schloss mit einem Schlüs­sel auf- oder abschlie­ßen”, „Eine Tele­fon­num­mer auf einem Tas­ten­te­le­fon wäh­len” sowie „Die Pro­the­se an- und able­gen”) und über alle beid­hän­di­gen Akti­vi­tä­ten („Das Gesicht waschen”, „Zahn­pas­ta auf die Zahn­bürs­te auf­brin­gen”, „Ein T‑Shirt an- und aus­zie­hen”, „Ein Hemd mit Knöp­fen an der Vor­der­sei­te zuknöp­fen”, „Enden eines Reiß­ver­schlus­ses an einer Jacke zusam­men­ste­cken und den Reiß­ver­schluss hoch­zie­hen”, „Socken anzie­hen”, „Schnür­sen­kel zusam­men­bin­den”, „Fleisch mit Mes­ser und Gabel schnei­den”, „Eine Sche­re benut­zen”, „Einen Wäsche­korb tra­gen”, „Ham­mer und Nagel benut­zen”, „Ein Bade­tuch zusam­men­le­gen”, „Einen Brief­um­schlag öff­nen” sowie „Den Inhalt einer Schüs­sel umrüh­ren”) für bei­de Ver­sor­gun­gen gebildet.

Außer­dem wur­de der OPUS mit einer Fra­ge und den ent­spre­chen­den Ant­wort­mög­lich­kei­ten aus dem Prost­he­tic Upper Extre­mi­ty Func­tio­n­al Index (PUFI) ergänzt: „Wie füh­ren Sie die­se Akti­vi­tät übli­cher­wei­se aus?” 27. Anhand die­ser Ergeb­nis­se konn­te bestimmt wer­den, ob die Pro­ban­den übli­cher­wei­se für die jewei­li­ge Akti­vi­tät ihre Pro­the­se aktiv, pas­siv oder gar nicht nutzen.

Alle Ergeb­nis­se wur­den mit­hil­fe des Wil­coxon-Tests auf signi­fi­kan­te Unter­schie­de über­prüft, wobei als Signi­fi­kanz­gren­ze p < 0,05 fest­ge­legt wur­de. Bei p < 0,01 wird von hoch signi­fi­kan­ten Unter­schie­den gespro­chen. Zudem wur­den demo­gra­fi­sche Daten der Pro­ban­den sowie Anga­ben zu ihrer pro­the­ti­schen Ver­sor­gung erhoben.

Die Michel­an­ge­lo Hand

Die Michel­an­ge­lo Hand (Abb. 1) besteht aus 4 auf der Ebe­ne der Meta­car­po­phal­an­ge­al­ge­len­ke beweg­li­chen Fin­gern, einem durch Mus­kel­si­gna­le sepa­rat posi­tio­nier­ba­ren Dau­men, einer mecha­ni­schen Ver­bin­dung, die alle 4 Fin­ger und den Dau­men mit dem Haupt­an­trieb ver­kop­pelt, sowie aus einem beweg­li­chen Hand­ge­lenk. Die Anord­nung der Bewe­gungs­ach­sen der Fin­ger­grund­ge­len­ke, des Dau­men­grund­ge­lenks und des Hand­ge­lenks sind dem natür­li­chen Vor­bild nachempfunden.

Dau­men, Zei­ge- und Mit­tel­fin­ger die­nen dem Auf­bau der Griff­kraft. Die­se 3 Fin­ger sind über Len­ker direkt mit dem Haupt­an­trieb ver­bun­den. Somit wird die kom­plet­te Kraft des Haupt­an­triebs auf die­se 3 Fin­ger über­tra­gen. Ring­fin­ger und klei­ner Fin­ger wer­den unter­stüt­zend mit­ge­führt. Zudem ver­fügt die Hand über einen Dau­men­an­trieb, der eine elek­tro­ni­sche Posi­tio­nie­rung des Dau­mens sowohl in Oppo­si­ti­on (Abb. 2c) als auch in late­ra­ler Stel­lung (Abb. 2a) zum Zei­ge­fin­ger ermög­licht. Bei Nicht­be­nut­zung, also bei Mus­kel­ent­span­nung, kann die Hand per Soft­ware so pro­gram­miert wer­den, dass sie auto­ma­tisch die Neu­tral­stel­lung (Abb. 2d) ein­nimmt, die der ent­spann­ten Stel­lung der natür­li­chen Hand ent­spricht. Dadurch ent­steht eine Hand­flä­che mit einem außen­ro­tier­ten Dau­men. Aus die­sen drei unter­schied­li­chen Dau­men­po­si­tio­nen ent­ste­hen 7 ver­schie­de­ne Hand­po­si­tio­nen, die in Abbil­dung 2 dar­ge­stellt sind.

Das inte­grier­te Hand­ge­lenk besteht aus zwei Modu­len, mit denen eine pas­si­ve Rota­ti­on sowie eine pas­si­ve Flexion/Extension durch­ge­führt wer­den kön­nen. Im star­ren Modus kann das Hand­ge­lenk über 8 Ras­ter­po­si­tio­nen in gewünsch­ter Fle­xi­ons- bzw. Exten­si­ons­stel­lung ver­rie­gelt wer­den. Es ver­fügt aber wahl­wei­se auch über einen zusätz­li­chen fle­xi­blen Modus, in dem das Gelenk ohne Ras­te­run­gen benutzt wer­den kann. Die Bewe­gung im fle­xi­blen Modus erfolgt gegen einen Feder­wi­der­stand und springt immer wie­der in die Null-Posi­ti­on des Hand­ge­lenks zurück. Das Hand­ge­lenk ist fla­cho­val gestal­tet, wie sein natür­li­ches Vor­bild. Sowohl im star­ren als auch im fle­xi­blen Modus kann es um 360° rotiert und in 15°-Schritten ein­ge­ras­tet werden.

Die Daten­über­tra­gung der Michel­an­ge­lo Hand erfolgt über ein AXON-Bus-Sys­tem (AXON = adap­ti­ve exchan­ge of neu­ro­pla­ce­ment data). Über eine zen­tra­le Steue­rungs­ein­heit wer­den Steu­er­si­gna­le des Anwen­ders auf­ge­nom­men und den Hand­kom­po­nen­ten zuge­ord­net. Außer­dem wird hier die Daten­kom­mu­ni­ka­ti­on über­wacht. Die elek­tri­sche Ver­sor­gung der Ein­heit erfolgt zen­tral über einen Akku­mu­la­tor, der aus 3 Lithi­um-Ionen-Zel­len besteht. Die Pro­the­sen­kom­po­nen­ten wer­den über Bluetooth®-Datentransfer mit­hil­fe der Soft­ware Axon­Soft eingestellt.

Ergeb­nis­se

Pro­ban­den

An der Stu­die nah­men 16 uni­la­te­ral trans­ra­di­al ampu­tier­te männ­li­che Pro­ban­den teil. Sie waren im Mit­tel 41 ± 14 Jah­re alt. 6 Pro­ban­den fehlt bereits seit der Geburt eine Hand, 8 Pro­ban­den haben ihre Hand trau­ma­tisch ver­lo­ren, bei einem Pro­ban­den war ein Tumor die Ampu­ta­ti­ons­ur­sa­che, und ein wei­te­rer Pro­band hat­te sich auf­grund der Funk­ti­ons­lo­sig­keit sei­ner Hand für eine elek­ti­ve Ampu­ta­ti­on ent­schie­den. Im Mit­tel fan­den die­se Ampu­ta­tio­nen vor 12,8 ± 16,8 Jah­ren statt. Die Test­ver­sor­gung mit der Michel­an­ge­lo Hand dau­er­te min­des­tens 4 Wochen. Detail­lier­te Anga­ben über die Pro­ban­den kön­nen Tabel­le 1 ent­nom­men werden.

Pro­the­sen

Die Pro­ban­den waren mit unter­schied­li­chen myo­elek­tri­schen Hän­den bzw. Gerä­ten vor­ver­sorgt. Die genau­en Anga­ben kön­nen Tabel­le 1 ent­nom­men wer­den. Für die­se Beob­ach­tungs­stu­die wur­den alle Pati­en­ten ein­heit­lich mit der Michel­an­ge­lo Hand versorgt.

OPUS-UEFS

Der mitt­le­re Gesamt­score des OPUS-UEFS für 23 Akti­vi­tä­ten ist mit der Michel­an­ge­lo Hand (36,4) signi­fi­kant (p = 0,03) bes­ser als mit der vor­he­ri­gen Hand (27,0) (Abb. 3). Dabei unter­schei­det sich der mitt­le­re Gesamt­score für die beid­hän­di­gen Akti­vi­tä­ten hoch signi­fi­kant (p = 0,01) zwi­schen bei­den Hän­den, wäh­rend für die ein­hän­di­gen Akti­vi­tä­ten kei­ne signi­fi­kan­te Dif­fe­renz fest­ge­stellt wer­den konn­te. Im Mit­tel ist bei 20 der 23 Akti­vi­tä­ten eine Ver­bes­se­rung mit der Michel­an­ge­lo Hand zu sehen, wobei die­se Stei­ge­rung bei 5 Akti­vi­tä­ten signi­fi­kant war („Das Gesicht waschen”, „Socken anzie­hen”, „Schnür­sen­kel zusam­men­bin­den”, „Fleisch mit Mes­ser und Gabel schnei­den”, „Einen Wäsche­korb tra­gen”). Zwei Akti­vi­tä­ten wur­den von den Pro­ban­den mit ihrer vor­he­ri­gen Hand als ten­den­zi­ell ein­fa­cher beschrie­ben, näm­lich „Ein T‑Shirt an- und aus­zie­hen” und „Ein Hemd mit Knöp­fen an der Vor­der­sei­te schlie­ßen”. Die­ser Unter­schied war aller­dings nicht signifikant.

Ergän­zen­de Fra­gen des PUFI

Bei der Art der Pro­the­sen­nut­zung für die Akti­vi­tä­ten zei­gen sich eben­falls deut­li­che Unter­schie­de zwi­schen bei­den Ver­sor­gun­gen (Abb. 4). Die Ant­wort­mög­lich­keit „bei­de Hän­de zusam­men, die Pro­the­sen­hand wird aktiv zum Grei­fen genutzt” wur­de mit der Michel­an­ge­lo Hand für signi­fi­kant (p = 0,04) mehr Akti­vi­tä­ten genannt als mit der vor­he­ri­gen Hand. Dage­gen zeig­ten sich bei den Ant­wort­mög­lich­kei­ten „bei­de Hän­de zusam­men, die Pro­the­sen­hand wird pas­siv zum Posi­tio­nie­ren oder Sta­bi­li­sie­ren ein­ge­setzt”, „mit­hil­fe des Arm­stump­fes” und „nur mit der erhal­te­nen Hand” nur mini­ma­le Unter­schie­de zwi­schen bei­den Ver­sor­gun­gen. Die bei­den Ant­wort­mög­lich­kei­ten „mit­hil­fe einer ande­ren Per­son” und „auf ande­re Wei­se” wur­den bei­de mit der vor­he­ri­gen Hand von drei Pro­ban­den jeweils ein­mal und mit der Michel­an­ge­lo Hand kein- („mit­hil­fe einer ande­ren Per­son”) bzw. ein­mal („auf ande­re Wei­se”) genutzt und wer­den daher nicht wei­ter berücksichtigt.

Fasst man die Ant­wort­mög­lich­kei­ten für „bei­de Hän­de zusam­men, die Pro­the­sen­hand wird aktiv zum Grei­fen genutzt” und „bei­de Hän­de zusam­men, die Pro­the­sen­hand wird pas­siv zum Posi­tio­nie­ren oder Sta­bi­li­sie­ren ein­ge­setzt” zusam­men, ist die mitt­le­re Anzahl der Akti­vi­tä­ten, bei denen die Pro­the­se genutzt wird, für die Ver­sor­gung mit der Michel­an­ge­lo Hand mit 11,1 signi­fi­kant (p = 0,04) grö­ßer als mit der vor­he­ri­gen Ver­sor­gung mit 9,5 Akti­vi­tä­ten (Abb. 5). Bei den ein­hän­di­gen Akti­vi­tä­ten zeigt sich kein Unter­schied zwi­schen den Ver­sor­gun­gen, wohin­ge­gen bei den beid­hän­di­gen Akti­vi­tä­ten mit der Michel­an­ge­lo Hand mit 9,4 Akti­vi­tä­ten wie­der­um signi­fi­kant (p = 0,02) häu­fi­ger die Pro­the­se genutzt wird als mit der vor­he­ri­gen Ver­sor­gung mit 8,2 (sie­he Abb. 5).

Dis­kus­si­on

Die Ergeb­nis­se zur Nut­zung der Pro­the­se bei den jewei­li­gen Akti­vi­tä­ten sind ver­gleich­bar mit den Ergeb­nis­sen von Bur­ger 28. Auch hier wird bei ein­hän­di­gen Akti­vi­tä­ten die Pro­the­se von weni­ger Pro­ban­den genutzt als bei beid­hän­di­gen Akti­vi­tä­ten. Die Unter­tei­lung in ein- und beid­hän­di­ge Akti­vi­tä­ten scheint auch bei der Betrach­tung der Ergeb­nis­se zur emp­fun­de­nen Schwie­rig­keit der Tätig­kei­ten sinn­voll. In der hier vor­lie­gen­den Stu­die ergibt sich für die Pro­ban­den eine deut­li­che Ver­min­de­rung der Schwie­rig­keit der beid­hän­di­gen Akti­vi­tä­ten mit der Michel­an­ge­lo Hand, die bei der rei­nen Betrach­tung des Gesamt­scores für alle Akti­vi­tä­ten nicht so deut­lich wird. Die Tätig­kei­ten, die mit nur einer Hand aus­ge­führt wer­den kön­nen, wer­den, wie die Ergeb­nis­se zei­gen, typi­scher­wei­se nicht mit der Pro­the­sen­hand, son­dern mit der erhal­te­nen Hand aus­ge­führt 29 30. Daher fehlt den Pro­ban­den die Übung für den geschick­ten und geüb­ten Umgang mit ihrer wesent­lich funk­tio­nel­le­ren Pro­the­sen­hand, wes­halb die­se Akti­vi­tä­ten auf den ers­ten Blick nicht erleich­tert werden.

Hin­zu kommt, dass die Pro­ban­den nicht ein­heit­lich ergo­the­ra­peu­tisch beglei­tet wur­den, sodass die Akti­vi­tä­ten, die sie im All­tag nicht durch­füh­ren, auch nicht bei allen glei­cher­ma­ßen mit einem The­ra­peu­ten geübt wur­den. Den­noch liegt bei allen ein­hän­di­gen Akti­vi­tä­ten eben­falls eine ten­den­zi­el­le Ver­bes­se­rung mit der Michel­an­ge­lo Hand vor; nur bei zwei beid­hän­di­gen Akti­vi­tä­ten („Ein T‑Shirt an- und aus­zie­hen” und „Ein Hemd mit Knöp­fen an der Vor­der­sei­te zuknöp­fen”) zeig­te sich im Mit­tel eine ten­den­zi­el­le Ver­schlech­te­rung. Die Unter­schie­de bei die­sen bei­den Akti­vi­tä­ten zwi­schen der Neu­ver­sor­gung und einer her­kömm­li­chen myo­elek­tri­schen Hand sind aller­dings nicht signi­fi­kant und somit ver­nach­läs­sig­bar. Die bei­den ande­ren Akti­vi­tä­ten, die sich mit dem Anklei­den beschäf­ti­gen, „Socken anzie­hen” und „Schnür­sen­kel zusam­men­bin­den”, wur­den hin­ge­gen von den Pro­ban­den mit der Michel­an­ge­lo Hand als signi­fi­kant leich­ter emp­fun­den. Die dar­aus resul­tie­ren­de Ver­ein­fa­chung des Anklei­dens ermög­licht einem Ampu­tier­ten eine grö­ße­re Selbst­stän­dig­keit und Unabhängigkeit.

Es ist bekannt, dass neben dem Anklei­den gera­de Akti­vi­tä­ten, die zur Kör­per­pfle­ge zäh­len, nur sehr sel­ten mit einer Arm­pro­the­se aus­ge­führt wer­den 31, obwohl es den Ampu­tier­ten, beson­ders Frau­en, sehr wich­tig wäre, die­se mit ihrer Pro­the­se aus­füh­ren zu kön­nen 32. Daher zeigt die signi­fi­kan­te Ver­ein­fa­chung der Akti­vi­tät „Das Gesicht waschen” einen wei­te­ren deut­li­chen Zuge­winn der mul­ti­funk­tio­na­len Hand gegen­über der vor­he­ri­gen Hand. Die kon­ven­tio­nel­len myo­elek­tri­schen Hän­de ermög­li­chen dem Anwen­der nicht, eine Hand­flä­che zu bil­den, um flä­chig über das Gesicht zu strei­chen. Dage­gen ist dies mit der Michel­an­ge­lo Hand in ihrer Neu­tral­stel­lung mög­lich; hin­zu kommt bei die­ser noch das fle­xi­ble Hand­ge­lenk, durch das sich die Hand bei der Tätig­keit des Gesicht­wa­schens an das Gesicht anschmie­gen kann.

Obwohl die meis­ten Akti­vi­tä­ten den Pro­ban­den mit der mul­ti­funk­tio­na­len Hand leich­ter fie­len, lie­gen die Ergeb­nis­se für vie­le Akti­vi­tä­ten noch deut­lich unter der maxi­ma­len Punkt­zahl 3 („sehr ein­fach”). Der Gesamt­score des OPUS ist zwar mit der Michel­an­ge­lo Hand mit 36 im Ver­gleich zu dem mit kon­ven­tio­nel­len myo­elek­tri­schen Hän­den signi­fi­kant erhöht, erreicht aber nur ca. 53 % des Gesamt­scores einer gesun­den Hand. Dies zeigt, dass die Funk­tio­na­li­tät der natür­li­chen Hand zwar bereits bes­ser nach­ge­bil­det wer­den kann, dass jedoch noch immer ein deut­li­cher Abstand zum natür­li­chen Vor­bild vor­han­den ist und dass noch wei­te­res Ent­wick­lungs­po­ten­zi­al besteht.

Die hier vor­lie­gen­de Unter­su­chung wur­de mit einem pas­siv gesteu­er­ten Hand­ge­lenk durch­ge­führt, bei dem sowohl die Rota­ti­on als auch die Flexion/Extension manu­ell ein­ge­stellt wer­den kann.

Auf der OTWorld 2014 wur­de inzwi­schen die neue Ver­si­on der Michel­an­ge­lo Hand mit akti­ver myo­elek­tri­scher Hand­ge­lenk­ro­ta­ti­on vor­ge­stellt. Auf­grund die­ser akti­ven Steue­rung der Rota­ti­on wird es sicher­lich zu einer wei­te­ren Erleich­te­rung der All­tags­ak­ti­vi­tä­ten kom­men, wovon ins­be­son­de­re dop­pel­sei­tig ampu­tier­te Anwen­der pro­fi­tie­ren wer­den. Die Ergeb­nis­se zu der Fra­ge aus dem PUFI kön­nen nicht mit Lite­ra­tur­an­ga­ben ver­gli­chen wer­den, da der PUFI nur für Akti­vi­tä­ten von Kin­dern und Jugend­li­chen vali­diert ist 33 34 35 und die­se im All­ge­mei­nen ande­re Anfor­de­run­gen an ihre Pro­the­sen haben 36. Die Ergän­zung des OPUS-UEFS mit die­sen Fra­gen erwies sich in die­ser Stu­die den­noch als sehr wert­voll. Die Ergeb­nis­se machen deut­lich, dass die funk­tio­nel­le­re Pro­the­se signi­fi­kant häu­fi­ger nicht nur pas­siv, son­dern aktiv zum Grei­fen benutzt wird. Die­se akti­ve Nut­zung der Pro­the­se bei All­tags­ak­ti­vi­tä­ten erleich­tert nicht nur den All­tag, son­dern lässt den Ampu­tier­ten ins­ge­samt natür­li­cher wir­ken. Dies ist für Ampu­tier­te der obe­ren Extre­mi­tät von beson­ders hoher Bedeu­tung und kann auf­grund des ver­bes­ser­ten kos­me­ti­schen Erscheinungsbildes­ die Akzep­tanz der Pro­the­se erhö­hen 37 38.

Die Ergeb­nis­se der hier vor­lie­gen­den Stu­die geben die sub­jek­ti­ve Ein­schät­zung der Pro­ban­den selbst wie­der. Beob­ach­tet man die Pro­ban­den beim Durch­füh­ren der ver­schie­de­nen Akti­vi­tä­ten, fällt eine gene­rel­le Redu­zie­rung der Kom­pen­sa­ti­ons­be­we­gun­gen auf, die von den Pro­ban­den teils nicht wahr­ge­nom­men wird und somit nicht in den Ergeb­nis­sen wie­der­zu­fin­den ist. Um die­se Ver­bes­se­rung durch die Michel­an­ge­lo Hand zu bele­gen, bedarf es zusätz­li­cher bio­me­cha­ni­scher Studien.

Schluss­fol­ge­rung

Die Michel­an­ge­lo Hand bie­tet mit ihren 7 ver­schie­de­nen Hand­po­si­tio­nen und dem inte­grier­ten beweg­li­chen Hand­ge­lenk dem Ampu­tier­ten neue Mög­lich­kei­ten, die Pro­the­se zu nut­zen. Damit der Ampu­tier­te die­se höhe­re Funk­tio­na­li­tät bei All­tags­ak­ti­vi­tä­ten nutzt und dadurch auch von ihr pro­fi­tiert, benö­tigt er viel Übung und eine geziel­te ergo­the­ra­peu­ti­sche Betreu­ung. Nach einer kur­zen Test­pha­se ohne ein­heit­li­che ergo­the­ra­peu­ti­sche Betreu­ung konn­te bereits eine häu­fi­ge­re und akti­ve­re Nut­zung der Pro­the­sen­hand sowie eine signi­fi­kan­te Erleich­te­rung der beid­hän­di­gen Tätig­kei­ten mit der mul­ti­funk­tio­na­len Hand im Ver­gleich zu einer kon­ven­tio­nel­len myo­elek­tri­schen Hand fest­ge­stellt wer­den. Eine wei­te­re Stei­ge­rung durch geziel­tes Trai­ning und eine län­ge­re Test­pha­se kann ver­mu­tet werden.

Für die Autoren:
Dipl.-Ing. (FH) Eva Pröbsting
Otto Bock Health­Ca­re GmbH
Her­mann-Rein-Stra­ße 2a
37075 Göt­tin­gen
Eva.Proebsting@ottobock.de

Begut­ach­te­ter Beitrag/reviewed paper

Zita­ti­on
Pröbs­ting E, Kan­nen­berg A. All­tags­ak­ti­vi­tä­ten mit der Michel­an­ge­lo Hand im Ver­gleich zu kon­ven­tio­nel­len Myo-Pro­the­sen­hän­den. Ortho­pä­die Tech­nik, 2014; 65 (9): 54–60
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