Protz erhält Forschungspreis Phlebologie

Beim Gesellschaftsabend der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie (DGPL) in Weimar wurde die Versorgungswissenschaftlerin und Wundexpertin Kerstin Protz mit dem Juzo-Forschungspreis Phlebologie für ihre Übersichtsarbeit „Mehr Druck aufbauen: Kompressionstherapie in Deutschland – Herausforderungen und Lösungsansätze“ ausgezeichnet.
Protz benennt in ihrer Arbeit bestehende Herausforderungen der Kompressionstherapie in Deutschland. Obwohl die Wirksamkeit der Kompressionstherapie wissenschaftlich umfassend belegt sei und sie eine zentrale Säule der konservativen Behandlung, insbesondere bei venösen Ulzera, darstelle, werde sie im Versorgungsalltag häufig nicht leitliniengerecht umgesetzt, so das Fazit der Veröffentlichung. Die Analyse zeige unter anderem Defizite bei Diagnostik, Verordnung und Anwendung sowie Wissenslücken bei Versorgenden und Betroffenen auf.
„Die Kompressionstherapie ist eine der wirksamsten konservativen Behandlungsmethoden in der Phlebologie und Lymphologie. Umso wichtiger ist es, bestehende Versorgungshürden zu identifizieren und gemeinsam Lösungen für die Praxis zu entwickeln“, erklärte Kerstin Protz anlässlich der Preisverleihung.
„Mit dem Juzo-Forschungspreis möchten wir Arbeiten anerkennen, die wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkretem Nutzen für die Versorgung verbinden. Die Übersichtsarbeit von Kerstin Protz erfüllt diesen Anspruch in besonderer Weise und leistet einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der Versorgungspraxis“, sagte Uli Frey, Leiter Medical Affairs bei Juzo.
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