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KI stellt Pro­the­sen authen­tisch dar

Künstliche Intelligenz soll Menschen mit Prothesen künftig realistischer abbilden. Dafür hat Ottobock die Initiative „Dear AI“ gestartet.

Künst­li­che Intel­li­genz (KI) wird zwar bereits in vie­len Berei­chen pro­fes­sio­nell ein­ge­setzt, doch nach wie vor stößt sie an Gren­zen. Eine davon ist die rea­lis­ti­sche Dar­stel­lung von Men­schen mit Pro­the­sen. Wer schon ein­mal mit einem gro­ßen Sprach­mo­dell (LLM) wie Chat-GPT ein Bild gene­rie­ren ließ, kennt das Pro­blem: Die Ergeb­nis­se haben mit der Rea­li­tät häu­fig nur wenig gemein. Irgend­wo zwi­schen Holz­bein und Ter­mi­na­tor liegt die Vor­stel­lung der KI davon, wie Men­schen mit Pro­the­sen aus­se­hen. Des­halb hat sich Otto­bock mit Pro­the­sen­trä­ge­rin­nen und Pro­the­sen­trä­gern zusam­men­ge­tan und im Rah­men der Kam­pa­gne „Dear AI“ eine Bild­bi­blio­thek auf­ge­baut, die rea­lis­ti­sche­re Dar­stel­lun­gen ermög­li­chen soll. Den Auf­bau der Platt­form hat das US-Unter­neh­men Micro­soft tech­no­lo­gisch unterstützt.

„Für uns geht es nicht nur um bes­se­re KI-Bil­der. Es geht dar­um, wer in der digi­ta­len Welt von mor­gen sicht­bar ist – und wer nicht“, so Mar­tin Böhm, Chief Expe­ri­ence Offi­cer bei Otto­bock. „KI prägt zuneh­mend, wie Men­schen und ihre Lebens­rea­li­tä­ten wahr­ge­nom­men wer­den. Des­halb darf Viel­falt nicht an der Schwel­le zur Künst­li­chen Intel­li­genz ver­lo­ren gehen. Mit der #DearAI-Com­mu­ni­ty-Libra­ry tra­gen wir dazu bei, dass Men­schen mit Behin­de­run­gen auch in KI-gene­rier­ten Bil­dern selbst­ver­ständ­lich und authen­tisch reprä­sen­tiert werden.“

Für die Ent­wick­lung der Bild­da­ten­bank hat das Unter­neh­men eine inter­na­tio­na­le Grup­pe von Pro­the­sen­nut­zern ein­ge­bun­den. Auf einer von Micro­soft bereit­ge­stell­ten Platt­form defi­nier­ten sie Kri­te­ri­en für rea­lis­ti­sche und respekt­vol­le Dar­stel­lun­gen. Mehr als 60 Teil­neh­mer aus aller Welt reich­ten Bil­der und Vide­os ein. Ent­stan­den sind zwei Biblio­the­ken mit ins­ge­samt rund 800 für KI-Sys­te­me nutz­ba­ren Bil­dern: eine zeigt Men­schen mit Behin­de­run­gen an den obe­ren Glied­ma­ßen, die ande­re an den unte­ren Gliedmaßen.

„Mil­lio­nen Men­schen nut­zen jeden Tag KI – und so beein­flus­sen die Ergeb­nis­se der Model­le unse­re Sicht auf die Welt“, sagt Agnes Heft­ber­ger, CEO Micro­soft Deutsch­land und Öster­reich. „Men­schen mit Behin­de­run­gen oder Ampu­ta­tio­nen müs­sen selbst­ver­ständ­lich ihren Platz in KI-gene­rier­ten Bil­dern haben, damit sie sicht­bar sind.“ Micro­soft hat sich in den Respon­si­ble AI Prin­ci­ples eige­ne Richt­li­ni­en gege­ben, wie KI ver­ant­wor­tungs­voll und sicher ent­wi­ckelt und genutzt wer­den soll­te. Heft­ber­ger erklärt dazu: „Inklu­si­vi­tät ist ein sehr wich­ti­ger Fak­tor für ver­ant­wor­tungs­vol­le KI. Wir brin­gen aus vol­ler Über­zeu­gung unse­re tech­no­lo­gi­sche Kom­pe­tenz ein, um Betrof­fe­nen eine authen­ti­sche Reprä­sen­ta­ti­on nach ihren Vor­stel­lun­gen zu ermöglichen.“

 

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