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Orthe­sen für den Nachwuchs

Im Symposium mit dem Titel „Gemeinsam stark fürs Kind: Impulse aus der Kinderorthopädietechnik“ zeigten Ärzte und Orthopädietechniker, was alles für junge Menschen getan werden kann.

Den Ein­stieg mach­te Dr. Ulrich Haf­ke­mey­er (Coes­feld), der über sei­ne dyna­mi­sche Pre­preg-Orthe­se sprach. Die­ses Hilfs­mit­tel bewährt sich bereits seit 20 Jah­ren. Die Orthe­se besitzt eine voll­kon­tak­ti­ge Fuß­fas­sung sowie eine Car­bon­fe­der und lässt sich bedarfs­ge­recht gestal­ten. Dar­über hin­aus ist sie so leicht und zier­lich, dass sie mit Kon­fek­ti­ons­schu­hen kom­bi­niert wer­den kann, wes­halb die Akzep­tanz bei Kin­dern und Jugend­li­chen groß ist. Mit die­ser Orthe­se wur­den bereits mehr als 25.000 Ver­sor­gun­gen durch­ge­führt: Ins­be­son­de­re wur­den phy­sio­lo­gi­sche Gang­bil­der bei neu­ro­lo­gi­schen Erkran­kun­gen nor­ma­li­siert. Zu den Indi­ka­tio­nen zäh­len Cere­bral­pa­re­se, Spi­na bifi­da, Mul­ti­ple Skle­ro­se oder auch con­ge­ni­tale Fehl­bil­dun­gen der Füße. Der Refe­rent beein­druck­te sein Publi­kum mit meh­re­ren Beispielvideos.

Dr. Ecke­hard Schu­mann von der Uni­kli­nik Leip­zig sprach über den ange­bo­re­nen oder auch erwor­be­nen Schief­hals (Tor­ti­col­lis), der sich in den meis­ten Fäl­len phy­sio­the­ra­peu­tisch rich­ten lässt – sofern früh begon­nen. Soll­te doch eine Ope­ra­ti­on indi­ziert sein, wird bereits prä­ope­ra­tiv eine Kopf-Rumpf-Orthe­se gebaut, die nach dem Ein­griff sofort für rund sechs Wochen über­kor­ri­gie­rend zum Ein­satz kom­men muss, damit die Ach­se dau­er­haft begra­digt wer­den kann.

Die ortho­pä­die­tech­ni­sche Behand­lung der Kiel­brust war The­ma von OTM Miri­am Bon­ner (Poh­lig). Es wird eine spe­zi­el­le Kiel­brust­span­ge ver­wen­det, die – kon­se­quent Tag und Nacht getra­gen – die Defor­mi­tät behebt. Die Orthe­se wird aus Pre­preg gefer­tigt und so trag­bar kon­stru­iert, dass sie die Atmung nicht ein­schränkt. Abschlie­ßend stell­te Adri­an Smi­gay (Rahm) ver­schie­de­ne Hand- und Armor­the­sen aus Sili­kon vor, die die mus­ku­lä­re Dys­ba­lan­ce bei einer Spas­tik in den Griff bekom­men. Bei­spiels­wei­se wer­den sie mit einem Ein­stieg ver­se­hen, der auch bei aku­ter Spas­tik genutzt wer­den kann; die Hand wird anschlie­ßend posi­tio­niert, wor­auf­hin sie auf­ge­dehnt wer­den kann.

 

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