Wie sieht die Zukunft der Patientenversorgung aus?

Die ersten Ergebnisse der bundesweiten Hilfsmittelstudie von der Opta-Data-Zukunfts-Stiftung und dem Institut für Zukunftspsychologie und Zukunftsmanagement der Sigmund-Freud-Privatuniversität in Wien, die in Kooperation mit dem Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) und dem Verband Versorgungsqualität für Homecare e. V. (VVHC) sowie mit der Unterstützung zahlreicher Sponsoren durchgeführt wurde, liegen vor und offenbaren schwere Mängel in den Rahmenbedingungen. So lässt sich der Vortrag von Prof. Dr. Thomas Druyen, Präsident der Opta-Data-Zukunfts-Stiftung, im Rahmen der OTWorld 2026 zusammenfassen, in dem die ersten Ergebnisse und Rückschlüsse aus der groß angelegten Befragung bekannt gegeben wurden. Die endgültigen Ergebnisse sowie der vollständige Bericht werden am 25. Juni vorgestellt. Rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Sanitätshaus- und Homecarebranche hatten sich an der Studie beteiligt.
„Sanitätshäuser und Homecare-Anbieter sind unverzichtbare Stützen unseres Gesundheitswesens und unserer Gesellschaft. Von Politik und Öffentlichkeit werden sie aber kaum als solche wahrgenommen“, so Druyen, der in der Befragung unter anderem folgenden Fragen nachgegangen ist: Wie sehen Sie die aktuelle Situation und die Zukunft der Patientenversorgung in Deutschland? Was muss sich ändern, damit Menschen auch in Zukunft bestmöglich versorgt werden können?
Der Handlungsbedarf ist angesichts der zahlreichen Herausforderungen, vor denen die Branche und die Gesellschaft gemeinsam stehen, gewaltig. Denn eine stetig alternde Bevölkerung, die steigende Zahl multimorbider Patienten sowie eine fortschreitende Ambulantisierung der Gesundheitsversorgung fordern ein konsequentes Umdenken und entschiedenes Handeln. So erwarten 89 Prozent der Befragten, dass der Versorgungsbedarf in den nächsten zehn Jahren stärker steigen wird als bisher. „Was aus unternehmerischer Sicht erst einmal gut klingt, trifft jedoch schnell auf die harte Realität“, erklärt Druyen. Da ist zum Beispiel der Fachkräftemangel: 81 Prozent der Studienteilnehmer sind überzeugt, dass er die zukünftige Hilfsmittelversorgung deutlich beeinträchtigen wird. Weitere Top-Themen sind Bürokratie sowie die Vielzahl der Verträge mit Krankenkassen.
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