OTWorld

Gemein­sa­mer Appell zur Stär­kung der inter­pro­fes­sio­nel­len Zusammenarbeit

Auf Initiative von Kongresspräsidentin Dr. Doris Maier fand am Mittwoch ein besonderes Format im Rahmen der OTWorld statt – eine Podiumsdiskussion zur sektorübergreifenden Versorgung. Als Ärztliche Direktorin der BG Klinik in Murnau arbeitet Maier nach dem Leitmotiv: „Wiederherstellung der Gesundheit mit allen geeigneten Mitteln.“ Dazu zählt insbesondere auch der fachliche Austausch zwischen den Professionen.

Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter eben die­ser kamen nun in Leip­zig zusam­men, um über den Ist- und Soll-Zustand zu dis­ku­tie­ren. BIV-OT-Prä­si­dent Alf Reu­ter über­nahm per­sön­lich den Part der Ortho­pä­die-Tech­nik. Ihm zur Sei­te saßen mit Dr. Vere­na Glöck­ner, Res­sort­lei­te­rin „Kun­den & Markt“ im BG-Kli­nik­ver­bund und Prof. Dr. Bernd Klad­ny, Chef­arzt der O&U‑Abteilung an der Fach­kli­nik Her­zo­gen­au­rach zwei Ver­tre­ter der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung. Prof Dr. Susan­ne Saal von der Ernst-Abbe-Hoch­schu­le in Jena ergänz­te die Per­spek­ti­ve der Phy­sio- und Ergo­the­ra­pie und Nico­le Baum­gart sowie Sven Schi­cke von der AOK Plus kom­plet­tier­ten die Runde.

Ohne Evi­den­zen geht es nicht

Dass die BG-Kli­ni­ken im Rah­men des SGB VII ver­sor­gen kön­nen, gibt ihnen im Ver­gleich zur Regel­ver­sor­gung beson­de­re Mög­lich­kei­ten. Kon­kret fin­det hier die inter­pro­fes­sio­nel­le Ver­sor­gung „unter einem Dach statt“, oder es bestehen enge Koope­ra­tio­nen mit Uni­kli­ni­ken. Alf Reu­ter berich­te­te von der ver­trau­ens­vol­len Zusam­men­ar­beit zwi­schen sei­nem OT-Betrieb in Lich­ten­au und dem Quer­schnitt­zen­trum der benach­bar­ten Ortho­pä­di­schen Kli­nik. Prof. Klad­ny stell­te her­aus, wie wich­tig sowohl die Zeit am Pati­en­ten der ein­zel­nen Pro­fes­sio­nen als auch die Kom­mu­ni­ka­ti­on im Rah­men inter­dis­zi­pli­nä­rer Sprech­stun­den für eine erfolg­rei­che Ver­sor­gung sind. Einig­keit herrsch­te zwi­schen Prof. Saal und Nico­le Baum­gart in dem Punkt, dass Evi­denz­nach­wei­se eines Ver­sor­gungs­pfads und der ein­ge­setz­ten Mit­tel Grund­la­ge für ein gemein­schaft­li­ches Vor­ge­hen im Sin­ne der Pati­en­ten sind.

Bünd­nis­se pfle­gen und ausweiten

Im Dia­log der Prot­ago­nis­ten zeig­te sich schnell, dass die von Mode­ra­tor Micha­el Blatt, Pro­gramm­lei­ter beim Ver­lag OT, ein­gangs der Ver­an­stal­tung skiz­zier­te Posi­tio­nie­rung von Leis­tungs­er­brin­gern auf der einen und Kos­ten­trä­gern auf der ande­ren Sei­te zu ein­di­men­sio­nal gedacht wäre. Alf Reu­ter hob exem­pla­risch die pro­duk­ti­ve Zusam­men­ar­beit mit der AOK in Hes­sen her­vor. Sven Schi­cke, selbst gelern­ter OT-Meis­ter, hat lan­ge Jah­re im Hand­werk ver­bracht und kann sich dadurch als OT-Fach­be­ra­ter bei der AOK Plus in Sachsen/Thüringen sehr gut in die Rol­le der Betrie­be hin­ein­ver­set­zen. Prof. Klad­ny warb in Zei­ten von Spe­zia­li­sie­rung in den Kli­ni­ken für die Stär­kung von Bünd­nis­sen zwi­schen der Ärz­te­schaft und nicht-medi­zi­ni­schen Ver­sor­gungs­part­nern. Als posi­ti­ves Bei­spiel in die­sem Zusam­men­hang nann­te Alf Reu­ter die Initiative´93 und die auf den Weg gebrach­te Part­ner­schaft des BIV-OT mit der GOTS. Dr. Doris Mai­er zeig­te sich mit dem Ver­lauf des Aus­tau­sches auf der OTWorld-Büh­ne sehr zufrie­den, appel­lier­te aber im Sin­ne einer Nach­hal­tig­keit dar­an: „Wir müs­sen im Gespräch bleiben.“

 

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