OTWorld

OTWorld 2026 offi­zi­ell eröffnet!

Im vollbesetzten Saal 1 des Congress Centers ist die OTWorld 2026 offiziell eröffnet worden. Vom 19. bis 22. Mai trifft sich in Leipzig das globale Fachpublikum aus rund 100 Ländern - 50 Jahre nach der ersten Veranstaltung. Den Auftakt der Jubiläumsausgabe moderierte Schauspieler Tan Çağlar souverän, unterhaltsam und humorvoll im Beisein ausgewählter Ehrengäste.

Als Gast­ge­ber der OTWorld zeig­te sich BIV-OT-Prä­si­dent Alf Reu­ter vom Kick-Off in Kon­gress & Mes­se begeis­tert: „Hier auf der OTWorld wird deut­lich, dass moder­ne Ver­sor­gung nicht erst im Ope­ra­ti­ons­saal beginnt. Sie beginnt dort, wo Fach­leu­te gemein­sam nach dem bes­ten Weg für den ein­zel­nen Men­schen suchen – in der Werk­statt, in der Pra­xis, in der Kli­nik, in der The­ra­pie und in der For­schung.“ Eben die­se Aus­sa­ge ver­eint auch das aktu­el­le Mot­to „Du machst den Unterschied.“

Was dies im Ergeb­nis bedeu­tet, doku­men­tier­ten auf der Eröff­nungs­büh­ne Lara Wil­kin und Hari Bud­ha Magar. Wil­kin ist Arm­pro­the­sen-Anwen­de­rin, Künst­le­rin und For­sche­rin und hob zur Eröff­nung her­vor, wel­chen Stel­len­wert ihre Hilfs­mit­tel für ein selbst­b­stimm­tes Leben haben, bzw. wie sie sagt: „Wenn Grif­fe selbst­ver­ständ­lich wer­den!“ Extra für die OTWorld fer­tig­te sie eine Zeich­nung an, die die Diver­si­tät der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung dokumentiert.

Mit Unter­stüt­zung sei­ner Bein­pro­the­sen setzt auch Hari Bud­ha Magar sich im Level kei­ne Limits. Der Afgha­ni­stan-Vete­ran und Extrem­sport­ler erklimmt trotz dop­pel­ter Ampu­ta­ti­on die höchs­ten Ber­ge der Welt. Bei sei­nem Besuch in Leip­zig stellt er her­aus, dass er volls­tes Ver­trau­en in sei­ne Hilfs­mit­tel habe. Für die pro­fes­sio­nel­le Ver­sor­gung sei er sehr dank­bar und auch demü­tig. Denn vie­len Men­schen hät­ten kei­nen Zugang zu hoch­pro­fes­sio­nel­len Passteilen.

Vom Markt­platz bis auf den Mount Everest

Dass Her­aus­for­de­run­gen nicht nur auf dem Mount Ever­est, son­dern im täg­li­chen All­tag zu bewäl­ti­gen sind, unter­strich mit einem Augen­zwin­kern Roll­stuhl-Anwen­der Tan Çağlar: „Für mich ist es schon Extrem­sport, wenn ich auf dem Markt­platz über Kopf­stein­pflas­ter fah­ren muss.“ Zum Abschluss sei­ner Mode­ra­ti­on wur­de der Come­di­an dann aber auch noch­mal ernst und bedank­te sich, dass die OT-Bran­che sich uner­müt­lich für die Inklu­si­on von Men­schen mit Behin­de­rung einsetze.

BIV-OT-Prä­si­dent Reu­ter griff den Faden auf: „Die Fort­schrit­te, die wir heu­te sehen, ver­dan­ken wir unzäh­li­gen Men­schen welt­weit. Ein beson­de­rer Dank gilt den Kon­gress­prä­si­den­ten 2026, Dr. Doris Mai­er und Dipl.-OTM Tho­mas Münch. Bei­de haben den Welt­kon­gress in die­sem Jubi­lä­ums­jahr fach­lich geprägt und wich­ti­ge Impul­se für die Zukunft gesetzt.“ An sei­ner Sei­te ergänz­te Mar­tin Buhl-Wag­ner, Geschäfts­füh­rer der Leip­zi­ger Mes­se: „Unser Dank gilt den Part­nern, Aus­stel­lern und allen Betei­lig­ten, die die­se inter­na­tio­na­le Gemein­schaft seit vie­len Jah­ren tragen.”

Die OTWorld 2026 ist eröff­net und setzt sich noch bis Frei­tag in Kon­gress­sä­len, Mes­se­stän­den und vie­len Fach­ge­sprä­chen zum Woh­le einer qua­li­fi­zier­ten Pati­en­ten­ver­sor­gung fort.

Micha­el Blatt 

 

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