OTWorld

Zusam­men­spiel von Ser­vices entscheidet

Wenn sich ab 19. Mai die Tore der Leipziger Messe öffnen, dann präsentieren Hersteller aus dem In- und Ausland den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern der OTWorld wieder ihre Neuigkeiten, Dienstleistungen und Weiterentwicklungen. Als Orientierungshilfe bietet der Verlag Ortho­pädie-Technik den Besuchern ­erst­malig Rundgänge an, und zwar zu den Themen Additive Fertigung, Orthetik und Prothetik.

Die Tou­ren füh­ren gezielt zu aus­ge­wähl­ten Sta­tio­nen. So wird am Mes­se­mitt­woch (20. Mai) zum The­ma Orthe­tik unter ande­rem der Mes­se­stand der Fir­ma HKK Bio­nics besucht. Die OT-Redak­ti­on hat im Vor­feld der OTWorld ein Inter­view mit Tor­ben Bey­er, Ver­triebs­lei­ter bei HKK Bio­nics, geführt:

Beschrei­ben Sie sich, Ihr Unter­neh­men und Ihr Pro­dukt jeweils in einem Satz für unse­re Lese­rin­nen und Leser.

Tor­ben Bey­er: Ich ver­ant­wor­te den Ver­trieb inno­va­ti­ver Medizintechnik­lösungen, die Men­schen mehr Selbst­stän­dig­keit im All­tag ermög­lichen. HKK Bio­nics ist ein Med­tech-Unter­neh­men, das sich auf die Ent­wick­lung und Ver­mark­tung myo­elek­tri­scher Hand­orthe­sen spe­zia­li­siert hat, um Men­schen mit Läh­mun­gen ver­lo­ren gegan­ge­ne Greif­funk­tio­nen zurück­zu­ge­ben. Unser Pro­dukt ist eine myo­elek­tri­sche Hand­orthe­se für teil- und voll­stän­dig gelähm­te Arme und Hän­de, die vor­han­de­ne Muskel­impulse nutzt, um Greif­be­we­gun­gen wie­der zu ermöglichen.

Die OTWorld ist ein Ort der Inno­va­tio­nen und Neu­hei­ten. Wie sieht es bei HKK Bio­nics aus – kön­nen Sie einen klei­nen Ein­blick geben, ob Sie eine Neu­heit prä­sen­tie­ren werden?

Bei HKK Bio­nics steht die kontinuier­liche Wei­ter­ent­wick­lung der myo­elek­tri­schen Hand­orthe­se im Mit­tel­punkt – wir arbei­ten ste­tig dar­an, die­se noch leis­tungs­fä­hi­ger zu machen. Auf der OTWorld prä­sen­tie­ren wir zudem erst­mals unser neu­es Kon­zept einer vor­ge­fer­tig­ten Orthe­se, mit dem wir Ver­sor­gun­gen deut­lich effi­zi­en­ter und zugäng­li­cher gestal­ten wol­len. Ein beson­de­res High­light ist außer­dem die Vor­stel­lung des „Exo­mo­ti­on Power­pack“: Es ergänzt die Bedien­ein­heit unse­rer Pro­dukt­fa­mi­lie, kann sepa­rat erwor­ben wer­den und wird künf­tig Teil eines modu­la­ren Bau­kas­ten­sys­tems bzw. einer vor­ge­fer­tig­ten Orthe­se sein.

Ihr Unter­neh­men hat im Dezem­ber 2025 eine wei­te­re Finan­zie­rungs­run­de gestar­tet und rund 1,8 Mil­lio­nen Euro ein­ge­sam­melt. Spü­ren Sie das Ver­trau­en der Anle­ger und beflü­gelt die­ses Ver­trau­en auch das Team, ihr Pro­dukt weiterzuentwickeln?

Defi­ni­tiv, das Ver­trau­en unse­rer Anle­ger ist für uns ein star­kes Signal, dass wir mit unse­rer Visi­on und Tech­no­lo­gie den rich­ti­gen Weg ein­ge­schla­gen haben. Gera­de dadurch gibt uns die­se Finan­zie­rungs­run­de nicht nur die not­wen­di­gen Mit­tel, son­dern auch zusätz­li­chen Rücken­wind, unser Pro­dukt kon­se­quent wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und noch mehr Men­schen mit unse­ren Lösun­gen zu erreichen.

Nicht nur die berühm­te Hard­ware ist in der heu­ti­gen Zeit gefragt, auch Dienst­leis­tun­gen wer­den in Zei­ten des Fach­kräf­te­man­gels immer gefrag­ter. Wie sehen Sie das und wo kön­nen Sie da ansetzen?

Wir sehen ganz klar, dass inno­va­ti­ve Hard­ware allein heu­te nicht mehr aus­reicht – ent­schei­dend ist das Zusam­men­spiel mit durch­dach­ten Ser­vices. Gera­de vor dem Hin­ter­grund des Fach­kräf­te­man­gels set­zen wir bei HKK Bio­nics auf Lösun­gen, die Ver­sor­gungs­pro­zes­se deut­lich ver­ein­fa­chen und stan­dar­di­sie­ren. Ein zen­tra­ler Ansatz ist dabei unser Kon­zept der vor­ge­fer­tig­ten Orthe­se. Die­se ermög­licht es Sani­täts­häu­sern, mit deut­lich gerin­ge­rem Res­sour­cen­auf­wand zu arbei­ten  – bei­spielsweise ohne auf­wen­di­ge Infra­struk­tur wie 3D-Scan­ner oder spe­zia­li­sier­te Werk­stät­ten – und gleich­zei­tig eine hoch­wer­ti­ge Ver­sor­gung sicher­zu­stel­len. Unser Anspruch ist es, nicht nur ein Pro­dukt zu lie­fern, son­dern ein ganz­heit­li­ches Sys­tem, das den All­tag aller Betei­lig­ten spür­bar erleichtert.

In Leip­zig trifft sich die gesam­te Bran­che. Wie­viel Inspi­ra­ti­on kann man aus den Gesprä­chen vor Ort zie­hen und wie wich­tig ist es, per­sön­lich als Ansprech­part­ner dort zu sein?

Die OTWorld ist für uns eine der wich­tigs­ten Platt­for­men für den direk­ten Aus­tausch inner­halb der Bran­che – ins­be­son­de­re mit Ortho­pä­die­tech­ni­kern, Sani­täts­häu­sern und Fach­per­so­nal. Gera­de die­se Gesprä­che lie­fern uns wert­vol­le, pra­xis­na­he Impul­se und hel­fen uns, unse­re Pro­duk­te und ­Kon­zep­te – wie die vor­ge­fer­tig­te ­Orthe­se – noch bes­ser auf die Anfor­de­run­gen im Ver­sor­gungs­all­tag aus­zu­rich­ten. Gleich­zei­tig ist es uns sehr wich­tig, per­sön­lich vor Ort zu sein, um Bezie­hun­gen zu pfle­gen, Ver­trauen auf­zu­bau­en und als direk­ter Ansprech­part­ner greif­bar zu sein.

Die Fra­gen stell­te Hei­ko Cordes.

Rund­gän­ge auf der OTWorld
Inter­es­sier­te kön­nen sich direkt für die kos­ten­lo­sen Inno­va­ti­on Walks anmel­den.

 

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