Kli­ni­sche Out­co­me Mea­su­res – Mög­lich­kei­ten und Gren­zen der ver­füg­ba­ren Instru­men­te in der Pro­the­tik der unte­ren Extremität

A. Dlug­o­szek, T. Schmalz, M. Bell­mann, W. Potthast
Kli­ni­sche Out­co­me Mea­su­res (OM) sind ein­fa­che Tests, die anhand von Fra­ge­bö­gen oder der Ana­ly­se von Bewe­gungs­ab­läu­fen eine Ein­schät­zung der Qua­li­tät von All­tags­be­we­gun­gen, der funk­tio­nel­len Mobi­li­tät, der Balan­ce oder der Lebens­qua­li­tät zulas­sen. Neben der Bewer­tung der funk­tio­nel­len Mög­lich­kei­ten des Pati­en­ten kön­nen auch der Ver­lauf von Reha­bi­li­ta­ti­on und The­ra­pie sowie Unter­schie­de zwi­schen pro­the­ti­schen Pas­s­tei­len unter­sucht wer­den. Trotz vie­ler vor­han­de­ner OM scheint deren Anwen­dung bei Men­schen mit Ampu­ta­ti­on der unte­ren Extre­mi­tät („lower limb ampu­tees“, LLA) limi­tiert und noch nicht aus­rei­chend stan­dar­di­siert zu sein.

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Ver­bes­se­rung von Geh­ge­schwin­dig­keit, Ener­gie­ver­brauch, Sturz­ri­si­ko und Phan­tom­schmer­zen durch Wie­der­her­stel­lung des sen­so­ri­schen Feed­backs nach einer Oberschenkelamputation

K. Lech­ler, L. Tro­ni­cke, St. Ras­po­po­vic, F. Petri­ni, A. Ö. Sver­ris­son, Á. Alexandersson
Heu­ti­ge Bein­pro­the­sen ver­mit­teln kein akti­ves sen­so­ri­sches Feed­back. Pro­the­sen­trä­ger müs­sen daher sen­so­ri­sche Rei­ze, die über den Stumpf wahr­ge­nom­men wer­den, neu ver­ste­hen und inter­pre­tie­ren ler­nen. Ein sen­so­ri­sches Feed­back beein­flusst jedoch die Fähig­keit des Anwen­ders, die Pro­the­se anzu­steu­ern, was sich wie­der­um auf die Balan­ce und das Gang­bild aus­wirkt. Die­ser Arti­kel fasst zwei Stu­di­en zu die­sem The­ma zusam­men und berich­tet dar­über, inwie­fern vier Ner­ven­im­plan­ta­te durch Signal­über­tra­gung von Sen­so­ren im Pro­the­sen­knie­ge­lenk die ver­lo­ren­ge­gan­ge­ne direk­te Wahr­neh­mung von Boden­kon­takt und Knie­ge­lenks­be­we­gung wie­der­her­stel­len kön­nen. Die nach­ge­bil­de­te Pro­prio­zep­ti­on und der zeit­gleich wie­der­her­ge­stell­te Tast­sinn füh­ren zu mess­ba­rer Mobi­li­täts­ver­bes­se­rung, redu­zier­tem Sturz­ri­si­ko, gerin­ge­rem Ener­gie­ver­brauch und weni­ger Phantomschmerzen.

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