Ein­fluss der Stumpf­län­ge Ober­schen­kel­am­pu­tier­ter auf bio­me­cha­ni­sche und meta­bo­li­sche Gangparameter

T. Schmalz, M. Bell­mann, J. Braun, S. Blu­men­tritt

Im Bei­trag wer­den bio­me­cha­ni­sche und meta­bo­li­sche Para­me­ter des ebe­nen Gehens einer Grup­pe Ober­schen­kel­am­pu­tier­ter kur­zer Stumpf­län­gen (n = 10; Stumpf­län­ge klei­ner als ein Drit­tel der Län­ge des kon­tralate­ra­len Ober­schen­kel­seg­ments) mit denen einer Grup­pe mitt­le­rer und lan­ger Stümp­fe (n = 8) ver­gli­chen. Die kur­ze Stumpf­län­ge führt zu einer Ver­än­de­rung der Gang­mo­to­rik, die sich am deut­lichs­ten in einer durch­gän­gig gestreck­te­ren Posi­ti­on des pro­the­sen­sei­ti­gen Ober­schen­kel­seg­men­tes und einer Reduk­ti­on des gene­rier­ten Hüft­mo­men­tes mani­fes­tiert. Der meta­bo­li­sche Ener­gie­ver­brauch ist mit kur­zem Stumpf durch­schnitt­lich um ca. 15 % erhöht. Die Mess­da­ten bele­gen, dass die Funk­ti­on des von allen Ampu­tier­ten genutz­ten Pro­the­sen­knie­ge­lenks (C­Leg) unab­hän­gig von der Stumpf­län­ge voll­stän­dig gege­ben ist. Die mus­kel­phy­sio­lo­gi­schen und bio­me­cha­ni­schen Hin­ter­grün­de der ermit­tel­ten Stumpf­län­gen­ab­hän­gig­kei­ten wer­den diskutiert.

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