Wie häu­fig ist die Ado­les­zen­tens­ko­lio­se idio­pa­thisch? – Eine Ursachenforschung

F. Land­au­er, K. Vanas

Erfolg oder Miss­erfolg jeder Kor­sett­be­hand­lung sind eng mit der Sko­lio­se­ur­sa­che und den Beglei­ter­kran­kun­gen ver­knüpft. Für die vor­lie­gen­de Arbeit konn­ten 250 Pati­en­ten mit der Zuwei­sung „Ado­les­zen­tens­ko­lio­se” auf mög­li­che Beglei­ter­kran­kun­gen unter­sucht wer­den. Dabei wur­de nach Ver­än­de­run­gen in der Wir­bel­säu­le (Kno­chen, Bin­de­ge­we­be, Ner­ven und Mus­ku­la­tur) sowie nach Dia­gno­sen mit mög­li­cher Aus­wir­kung auf die Sko­lio­se gefahn­det. Bei annä­hernd 20 % der Pati­en­ten fan­den sich Patho­lo­gien mit direktem­oder indi­rek­tem Ein­fluss auf die Sko­lio­se­ent­ste­hung oder deren Pro­gre­di­enz. Unter den genann­ten Vor­aus­set­zun­gen sind eine exak­te Ana­mne­se und ein Abklä­rungs­al­go­rith­mus für jeden Pati­en­ten mit Sko­lio­se zu for­dern. Die vor­lie­gen­den Daten bil­den nur ein ers­tes Ras­ter zur Ent­wick­lung eines stan­dar­di­sier­ten dia­gnos­ti­schen Vorgehens.

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