Bundesfachschule bringt Praktiker an einen Tisch
Im Januar 2026 fand – nach einer Pause im Vorjahr – erneut das Seminar „Digitale Fertigung“ der Bundesfachschule für Orthopädie-Technik statt.
Im Januar 2026 fand – nach einer Pause im Vorjahr – erneut das Seminar „Digitale Fertigung“ der Bundesfachschule für Orthopädie-Technik statt.
R. Kreis1, N. Babel1, D. H. Forster2
Gesichtsorthesen werden zum Schutz nach Nasenbeinbrüchen verwendet, damit Sportler den Sportbetrieb frühestmöglich wieder aufnehmen können. Individuell angepasste Orthesen werden üblicherweise vom Gesicht des Patienten abgeformt und bestehen aus kohlefaserverstärkten oder transparenten Kunststoffen. Scanner in Verbindung mit additiven Fertigungsverfahren (3D-Druck) ermöglichen jedoch mittlerweile ein berührungsloses Herstellen von Orthesen, auch mit perforierten Oberflächen. Aufgrund sinkender Anschaffungspreise für Scanner und 3D-Drucker ist die Herstellung auch unerfahrenen Hobbysportlern möglich. Dies kann aber gefährlich werden, da bisher kaum Erkenntnisse darüber verfügbar sind, welche Kräfte additiv hergestellte Gesichtsorthesen aushalten müssen und aushalten können, d. h., ob sie überhaupt einen effektiven Schutz bieten oder sogar weitere Verletzungen hervorrufen können. An der Hochschule Landshut wurden daher additiv hergestellte Orthesen mechanischen Belastungstests unterzogen.
Die Formnext in Frankfurt ist die international wichtigste Messe, wenn es um Additive Fertigung geht.
WeiterlesenVom ersten SLA-Drucker bis zu Hightech-Systemen für Serienfertigung: Der 3D-Druck hat sich in vier Jahrzehnten rasant entwickelt. Neue Materialien, höhere Präzision und nachhaltige Verfahren machen ihn heute zu einem festen Bestandteil industrieller und medizinischer Produktion.
WeiterlesenVom kompakten FDM-Drucker bis zur professionellen SLS-Anlage – jedes 3D-Druckverfahren hat eigene Stärken. Entscheidend sind Material, Bauteilgröße und Flexibilität. Ein Überblick über die wichtigsten Systeme in der Orthopädie- und Orthopädieschuhtechnik.
Weiterlesen„Wenn wir uns einen Drucker hätten kaufen müssen, dann wäre die Additive Fertigung für uns kein Thema gewesen“ – dieses ehrliche Fazit zieht Christopher Quirin, Orthopädietechniker und Experte für die Additive Fertigung von Einlagen beim Sanitätshaus Graf in Merseburg.
In den beiden ersten Teilen unserer Serie haben wir die damals 13-jährige Nathalie vorgestellt und den Scan- und Modellierungsprozess ihres Korsetts bei der Orthopädie-Technik Pohlig in Traunstein begleitet. Nun lässt uns Orthopädietechnik-Meisterin Miriam Bommer am letzten Schritt der Prozesskette teilhaben: der Fertigung.
Eine 3D-gedruckte Sitzschale ersetzt beim RAS-Melle-Team erstmals eine gefräste Lösung: Sie verbessert Luftzirkulation, reduziert Feuchtigkeit und spart Material sowie Arbeitszeit – ein innovativer Schritt in der individuellen Reha-Versorgung.
Nachdem Scan- und Konstruktionsprozesse die Grundlage geschaffen haben, entscheidet sich in der Fertigung, ob aus den digitalen Daten hochwertige und passgenaue Hilfsmittel werden. Im Gespräch mit der OT-Redaktion erläutert Orthopädieschuhmacher-Meister Martin Jaeger, welche Verfahren und Materialien sich in der Branche bewährt haben – und warum handwerkliches Können auch im digitalen Zeitalter unverzichtbar bleibt.
WeiterlesenU. Storch, J. Blaschke
Eine Lagerungsorthese ist bei vielen Indikationen ein unverzichtbarer Teil der Therapie. Um eine evidenzbasierte Versorgung mit kurzen Durchlaufzeiten bei gleichzeitig konstant hoher Qualität und modernem Design umsetzen zu können, wurde ein voll automatisierter Fertigungsprozess entwickelt. Dieser Artikel beschreibt den innovativen Prozess detailliert und zeigt anhand von einem Versorgungsbeispiel die daraus resultierende AFO-Lagerungsorthese.