Sen­so­mo­to­ri­sche Fuß­or­the­sen mit posi­ti­vem Ein­fluss auf das sta­ti­sche Gleich­ge­wicht: Ein­blick in eine ran­do­mi­siert-kon­trol­lier­te Crossover-Studie

Stephan Becker1, Steven Simon1, Carlo Dindorf1, Michael Fröhlich1
In einer randomisiert-kontrollierten Studie wurden 57 gesunde Erwachsene (Alter: 48,5 ± 11,8 Jahre) mittels Posturographie auf einer Kraftmessplatte mit und ohne sensomotorische Fußorthesen (SMFO) und ohne Fußorthesen (NFO) untersucht. Die Probanden mussten einen statischen Gleichgewichtstest (30 s) absolvieren, bei dem die Schwankungsfläche (cm2) mit offenen und geschlossenen Augen gemessen wurde. Das statische Gleichgewicht mit offenen Augen verbesserte sich nicht signifikant (p = 0,07) mit SMFO im Vergleich zu NFO um durchschnittlich 16,6 %, während sich das statische Gleichgewicht mit geschlossenen Augen signifikant um 20,2 % verbesserte (p = 0,01). Die Ergebnisse lassen vermuten, dass SMFO eine hilfreiche Behandlungsmethode zur Verbesserung der Gleichgewichtskontrolle sein können, indem sie die afferenten Informationen innerhalb des sensomotorischen Regelkreises beeinflussen. Positive Nebeneffekte, die es in weiteren Studien zu untersuchen gilt, könnten für Sturzprävention sowie Rehabilitation angenommen werden. Weitere Untersuchungen mit alternativen Gleichgewichtstestungen sowie Probandengruppen müssen folgen.

Ste­phan Becker1, Ste­ven Simon1, Car­lo Din­dorf1, Micha­el Fröh­lich1
In einer ran­do­mi­siert-kon­trol­lier­ten Stu­die wur­den 57 gesun­de Erwach­se­ne (Alter: 48,5 ± 11,8 Jah­re) mit­tels Pos­tur­o­gra­phie auf einer Kraft­mess­plat­te mit und ohne sen­so­mo­to­ri­sche Fuß­or­the­sen (SMFO) und ohne Fuß­or­the­sen (NFO) unter­sucht. Die Pro­ban­den muss­ten einen sta­ti­schen Gleich­ge­wichts­test (30 s) absol­vie­ren, bei dem die Schwan­kungs­flä­che (cm2) mit offe­nen und geschlos­se­nen Augen gemes­sen wur­de. Das sta­ti­sche Gleich­ge­wicht mit offe­nen Augen ver­bes­ser­te sich nicht signi­fi­kant (p = 0,07) mit SMFO im Ver­gleich zu NFO um durch­schnitt­lich 16,6 %, wäh­rend sich das sta­ti­sche Gleich­ge­wicht mit geschlos­se­nen Augen signi­fi­kant um 20,2 % ver­bes­ser­te (p = 0,01). Die Ergeb­nis­se las­sen ver­mu­ten, dass SMFO eine hilf­rei­che Behand­lungs­me­tho­de zur Ver­bes­se­rung der Gleich­ge­wichts­kon­trol­le sein kön­nen, indem sie die affe­ren­ten Infor­ma­tio­nen inner­halb des sen­so­mo­to­ri­schen Regel­krei­ses beein­flus­sen. Posi­ti­ve Neben­ef­fek­te, die es in wei­te­ren Stu­di­en zu unter­su­chen gilt, könn­ten für Sturz­prä­ven­ti­on sowie Reha­bi­li­ta­ti­on ange­nom­men wer­den. Wei­te­re Unter­su­chun­gen mit alter­na­ti­ven Gleich­ge­wichts­tes­tun­gen sowie Pro­banden­grup­pen müs­sen folgen.

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