Pro­the­sen­ver­sor­gung dank Spen­den­in­itia­ti­ve

Während in Europa über die Aufnahme von Kindern aus den Flüchtlingslagern in Griechenland gestritten wird, leisteten in Duisburg die private Spenderin Sabine Müller, die Firma Münch + Hahn Orthopädietechnik und die Familienstiftung Thomas + Erika Münch praktische Hilfe bei der Versorgung eines Kindes in Not.

Gemein­sam ver­sorg­ten sie den 11-jäh­ri­gen Moha­mad Koshhal, der sein Bein durch eine Kno­chen­mark­ent­zün­dung ver­lo­ren hat­te, mit einer Knie-Exar­ti­ku­la­ti­ons­pro­the­se mit poly­zen­tri­schem Knie­ge­lenk. Der afgha­ni­sche Jun­ge kam im Febru­ar über das Frie­dens­dorf Inter­na­tio­nal nach Deutsch­land und kann dank der am 18. Sep­tem­ber ange­pass­ten rund 10.500 Euro teu­ren Pro­the­se wie­der nach Hau­se geflo­gen wer­den.

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„Die Kos­ten über­neh­men wir gemein­sam mit unse­rer Fami­li­en­stif­tung, die sich für die Fort­bil­dung von Ortho­pä­die­tech­ni­kern und die Ver­sor­gung von Kin­dern aus Kri­sen­ge­bie­ten enga­giert“, erklär­te Fir­men­chef Tho­mas Münch. „Der Schaft und das Unter­rohr der Pro­the­se wer­den wohl schnell zu klein wer­den, das Sicher­heits­ge­lenk – es ersetzt das Knie – lässt sich wei­ter ver­wen­den“, ergänzt Münch. „In Kabul gibt es Ortho­pä­die­tech­ni­ker, sie kön­nen die Grö­ße anpas­sen, wenn der Jun­ge wächst.“

Sabi­ne Mül­ler trug 1.455 Euro zur Stif­tungs­sum­me bei. Das Spen­den­geld hat­te sie mit dem Nähen von Schutz­mas­ken gesam­melt.

„Sehr schüch­tern und unsi­cher zeig­te sich Moha­mad wäh­rend der Anpas­sung der Pro­the­se. Jedes Kind ist da anders, man­che schau­en inter­es­siert und ver­su­chen zu kom­mu­ni­zie­ren, ande­re schwei­gen die gan­ze Zeit. Die Kin­der haben ja auch eini­ges hin­ter sich“, berich­tet André Kos­ner, der den Jun­gen vom Gips­ab­druck bis zur Fer­tig­stel­lung in ca. 40 Arbeits­stun­de betreu­te.

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