OTWorld goes digital

Die OTWorld 2026 rückt Digitalisierung und KI in den Fokus: Kongress und Messe zeigen, wie 3D-Druck, Robotik und datenbasierte Prozesse die Hilfsmittelversorgung verändern.

Digi­ta­li­sie­rung ist und bleibt eines der Stich­wor­te unse­rer Zeit. Neue Tech­no­lo­gien, allen vor­an Künst­li­che Intel­li­genz (KI), hal­ten in sämt­li­che Lebens- und Arbeits­be­rei­che Ein­zug. Das gilt auch für die Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung. Die OTWorld 2026 greift die­se Ent­wick­lung auf und zeigt, wie digi­ta­le und KI-gestütz­te Anwen­dun­gen in Kli­nik, Werk­statt und Sani­täts­haus ein­ge­setzt werden.

Wie kön­nen digi­ta­le Anwen­dun­gen sinn­voll in bestehen­de Ver­sor­gungs­struk­tu­ren inte­griert wer­den? Dar­über dis­ku­tie­ren Fach­leu­te aus Medi­zin, Reha­bi­li­ta­ti­on, Ortho­pä­die-Tech­nik und Wis­sen­schaft inner­halb des Welt­kon­gres­ses. Ein zen­tra­les Sym­po­si­um wid­met sich den Chan­cen und Risi­ken für die Reha­bi­li­ta­ti­on. Vor­ge­stellt wer­den Anwen­dun­gen aus der ortho­pä­die­tech­ni­schen Robo­tik, KI-gestütz­te Doku­men­ta­ti­ons- und Ent­schei­dungs­pro­zes­se sowie der Ein­satz von Aug­men­ted und Vir­tu­al Rea­li­ty in The­ra­pie und Schmerz­vi­sua­li­sie­rung. Wei­te­re Ses­si­ons beleuch­ten bei­spiels­wei­se digi­ta­le Gesund­heits­an­wen­dun­gen (DiGA), KI in der Gang­ana­ly­se und Pro­the­sen­an­pas­sung sowie Tele­kon­si­le für kom­ple­xe Versorgungsfälle.

Ein Schwer­punkt liegt auf addi­ti­ven Fer­ti­gungs­ver­fah­ren und digi­ta­len Work­flows in der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung. Freie Ein­rei­chun­gen und Work­shops doku­men­tie­ren, wie 3D-Druck in der Pro­the­tik, Orthe­tik und bei indi­vi­du­el­len Schutz- und The­ra­pie­sys­te­men ein­ge­setzt wird – von der Mate­ri­al­aus­wahl über das Schaft­de­sign bis zur kli­ni­schen Bewer­tung. Ergänzt wird dies durch pra­xis­na­he Ein­bli­cke in digi­ta­le Ver­sor­gungs­pro­zes­se: vom Scan­nen über CAD-gestütz­te Model­lie­rung bis zur Fräs- und Drucktechnologie.

Von KI über Robo­tik bis hin zu 3D-Druck

Auch die inter­na­tio­na­le Fach­mes­se greift die The­men Digi­ta­li­sie­rung und KI auf. Der Bereich „OTWorld.bildung + for­schung“ in Hal­le 1 zeigt, wie For­schung, tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung und die Qua­li­fi­zie­rung von Fach­kräf­ten zusam­men­spie­len. Ein High­light ist die Son­der­schau „Robo­tik + KI“. Sie zeigt pra­xis­nah, wie moder­ne Assis­tenz­sys­te­me, huma­no­ide Robo­tik und intel­li­gen­te Tech­no­lo­gien ortho­pä­die­tech­ni­sche Arbeits­pro­zes­se unter­stüt­zen, The­ra­pien ergän­zen und neue Anwen­dungs­fel­der in Ver­sor­gung, Trai­ning und All­tag erschlie­ßen. Inter­ak­ti­ve Use Cases, Live-Demons­tra­tio­nen und Kurz­vor­trä­ge machen deut­lich, wel­ches Poten­zi­al in KI-gestütz­ten Sys­te­men steckt. Inner­halb des „OTWorld.campus“ prä­sen­tie­ren inter­na­tio­na­le Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen aus­ge­wähl­te Stu­di­en­gän­ge und Pro­gram­me, die Digi­ta­li­sie­rung, inter­dis­zi­pli­nä­re For­schung und moder­ne Tech­no­lo­gien fest im Cur­ri­cu­lum verankern.

Eben­falls in Hal­le 1 befin­det sich der Aus­stel­lungs­be­reich „OTWorld.3D“, in dem neu­es­te Erkennt­nis­se und Lösun­gen rund um 3D-Druck und 3D-Scan, Soft­ware und Hard­ware – dar­un­ter Dru­cker, inno­va­ti­ve Mate­ria­li­en sowie addi­tiv gefer­tig­te Hilfs­mit­tel, prä­sen­tiert wer­den. Zum Aus­stel­lungs­be­reich gehört das „Inno­va­ti­ons­fo­rum Digi­ta­le Fer­ti­gung“. Hier zei­gen Aus­stel­ler digi­ta­le Fer­ti­gungs­ver­fah­ren für Pro­the­tik, Orthe­tik und Ein­la­gen­ver­sor­gung, stel­len KI-gesteu­er­te Pro­zes­se vor und ver­an­schau­li­chen, wie sich durch mehr Effi­zi­enz und Prä­zi­si­on die Ver­sor­gung nach­hal­tig verändert.

Der Bereich „OTWorld.start-ups“ in Hal­le 3 ver­eint 24 jun­ge Unter­neh­men aus 11 Län­dern, die Lösun­gen aus den Berei­chen Digi­ta­le Fer­ti­gung, Assis­tenz­sys­te­me, Soft­ware und intel­li­gen­te Mate­ria­li­en zei­gen. Ein High­light: die Start-up-Pit­ches inner­halb des Inno­va­ti­ons­fo­rums „Digi­ta­le Fertigung“.

Dar­über hin­aus rückt der „OTWorld.eSummit“, das Gip­fel­tref­fen für digi­ta­le Mehr­wer­te in der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung, die Anbin­dung an die Tele­ma­tik­in­fra­struk­tur in den Fokus.

 

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