Mikro­pro­zes­sor­ge­steu­er­te stand- und schwung­pha­sen­kon­trol­lier­te Ganz­bein­or­the­sen (SSCO): Ent­wick­lung, Sys­te­me und Ver­sor­gungs­rea­li­tät in der ortho­pä­die­tech­ni­schen Praxis

Sebastian Benner, Beate Benecken, Kim Glapa
Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit ausgeprägter Schwäche oder Lähmung der kniestreckenden Muskulatur stellt nach wie vor eine besondere Herausforderung in der orthopädietechnischen Praxis dar. Klassische gesperrte Ganzbeinorthesen (KAFO) gewährleisten zwar eine hohe Stand- und Gangsicherheit, gehen jedoch häufig mit funktionellen Einschränkungen, einem erhöhten Energieverbrauch und kompensatorischen Bewegungsmustern einher. Vor diesem Hintergrund wurden in den vergangenen Jahren Versorgungskonzepte entwickelt, die eine schrittweise funktionelle Erweiterung dieser Systeme ermöglichen. Standphasenkontrollierte Orthesen (SCO) und insbesondere stand- und schwungphasenkontrollierte Orthesen (SSCO) zielen darauf ab, Sicherheit und Beweglichkeit besser miteinander zu verbinden und ein ökonomischeres, alltagstauglicheres Gangbild zu fördern. Der vorliegende Beitrag baut auf einer bereits publizierten Übersicht auf und beschreibt die Entwicklung von klassischen KAFO über SCO bis hin zu modernen SSCO-Systemen. Der Fokus liegt auf den zugrundeliegenden technischen Prinzipien, den systembedingten Limitationen sowie auf praxisrelevanten Aspekten der Versorgung aus orthopädietechnischer Sicht.

Sebas­ti­an Ben­ner, Bea­te Benecken, Kim Gla­pa
Die Ver­sor­gung von Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten mit aus­ge­präg­ter Schwä­che oder Läh­mung der knie­stre­cken­den Mus­ku­la­tur stellt nach wie vor eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung in der ortho­pä­die­tech­ni­schen Pra­xis dar. Klas­si­sche gesperr­te Ganz­bein­or­the­sen (KAFO) gewähr­leis­ten zwar eine hohe Stand- und Gang­si­cher­heit, gehen jedoch häu­fig mit funk­tio­nel­len Ein­schrän­kun­gen, einem erhöh­ten Ener­gie­ver­brauch und kom­pen­sa­to­ri­schen Bewe­gungs­mus­tern einher.
Vor die­sem Hin­ter­grund wur­den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren Ver­sor­gungs­kon­zep­te ent­wi­ckelt, die eine schritt­wei­se funk­tio­nel­le Erwei­te­rung die­ser Sys­te­me ermög­li­chen. Stand­pha­sen­kon­trol­lier­te Orthe­sen (SCO) und ins­be­son­de­re stand- und schwung­pha­sen­kon­trol­lier­te Orthe­sen (SSCO) zie­len dar­auf ab, Sicher­heit und Beweg­lich­keit bes­ser mit­ein­an­der zu ver­bin­den und ein öko­no­mi­sche­res, all­tags­taug­li­che­res Gang­bild zu fördern.
Der vor­lie­gen­de Bei­trag baut auf einer bereits publi­zier­ten Über­sicht auf und beschreibt die Ent­wick­lung von klas­si­schen KAFO über SCO bis hin zu moder­nen SSCO-Sys­te­men. Der Fokus liegt auf den zugrun­de­lie­gen­den tech­ni­schen Prin­zi­pi­en, den sys­tem­be­ding­ten Limi­ta­tio­nen sowie auf pra­xis­re­le­van­ten Aspek­ten der Ver­sor­gung aus ortho­pä­die­tech­ni­scher Sicht.

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