Kli­schee­freie Berufs­ori­en­tie­rung geht auch digital

Nach der pandemiebedingten Pause im vergangenen Jahr soll der bundesweite Aktionstag Girls' Day/Boys' Day nicht noch einmal ausfallen müssen. Der Mädchen- beziehungsweise Jungen-Zukunftstag wird für den 22. April daher als vornehmlich digitales Event geplant. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) bitten um eine breite Beteiligung. Interessierte Unternehmen können zwischen drei Optionen zu wählen.

Wer über ein ent­spre­chen­des Hygie­nekon­zept ver­fügt, kann die Schü­le­rin­nen oder Schü­ler vor Ort emp­fan­gen. Die Alter­na­ti­ven: Ein eige­nes digi­ta­les Ange­bot für Schü­le­rin­nen (Girls’ Day) oder für Schü­ler (Boys’ Day) pla­nen oder sich kos­ten­frei an einem zen­tra­len digi­ta­len Event der Koor­di­nie­rungs­stel­le betei­li­gen. In dem Fall muss nur ein Teil selbst kon­zi­piert und geplant wer­den. Ein Leit­fa­den der Koor­di­nie­rungs­stel­le sowie ein „Ideen Board“ bie­ten Unter­stüt­zung, Anre­gun­gen und prak­ti­sche Tipps für die Pla­nung eines digi­ta­len Angebots.

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„Die Ein­rich­tung oder der Betrieb müs­sen nicht mehr in der Nähe lie­gen. Ein vir­tu­el­ler Rund­gang durch Werk­stät­ten oder eine Kran­ken­haus-Sta­ti­on, das Beant­wor­ten von Quiz-Fra­gen oder das Chat­ten mit Azu­bis kann eben­falls die Pra­xis ver­mit­teln“, skiz­ziert die BDA das Tool der Mög­lich­kei­ten. Das digi­ta­le For­mat bie­te zudem einen Bene­fit:  So kön­nen z. B. nicht zugäng­li­che Berei­che in Betrie­ben sicht­bar gemacht, aber auch eine Viel­zahl von Mit­ar­bei­ten­den an ver­schie­de­nen Stand­or­ten ein­ge­bun­den wer­den, z. B. mit vor­pro­du­zier­ten Vide­os. Bestand­tei­le eines digi­ta­len Ange­bots kön­nen dau­er­haft ver­füg­bar sein oder fort­ge­führt und erwei­tert werden.

Akti­ons­ta­ge geben wich­ti­ge Impulse

Der BDA ist es nach der kurz­fris­ti­gen Absa­ge im ver­gan­ge­nen Jahr umso wich­ti­ger, 2021 ein star­kes Zei­chen für die kli­schee­freie Berufs­ori­en­tie­rung von Schü­le­rin­nen und Schü­lern zu set­zen. „Die Coro­na-Pan­de­mie hat die Berufs­ori­en­tie­rung jun­ger Men­schen in den ver­gan­ge­nen Mona­ten deut­lich erschwert. Und natür­lich wir­ken sich die Absa­gen von Prak­ti­ka, Mes­sen und Betriebs­be­sich­ti­gun­gen auch auf die Unter­neh­men aus, die Fach­kräf­te­nach­wuchs brau­chen“, sagt die BDA in ihrem Rund­schrei­ben. „Dass Akti­ons­ta­ge wie der Girls’ Day bzw. der Boys’ Day wich­ti­ge Impul­se geben kön­nen, zei­gen die Zah­len: 38 % der Unter­neh­men bekom­men nach dem Girls’ Day Bewer­bun­gen von Teilnehmerinnen.“

Um das Enga­ge­ment der Wirt­schaft und der ein­zel­nen Betrie­be in eine brei­te­re Öffent­lich­keit zu tra­gen, bie­tet die BDA ihre Social-Media-Kanä­le als Platt­form an. Links zu Pro­jekt­sei­ten oder zu Pres­se­infos kön­nen hier­über ver­brei­tet werden.

Alle Unter­neh­men, die sich dazu ent­schei­den, am 22. April ein eige­nes digi­ta­les Ange­bot anzu­bie­ten, wer­den gebe­ten, die­ses im Girls’-Day-Radar bzw. Boys’-Day-Radar ein­zu­tra­gen. Auch für die ande­ren bei­den Optio­nen kann man die Platt­form nut­zen, über die Mäd­chen bezie­hungs­wei­se Jun­gen, Eltern und Lehr­kräf­te die Ange­bo­te fin­den können.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es auf den Home­pages zum Girls’ Day und Boys’ Day.

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