Mün­chen erlebt Sportfestival

Die bayerische Landeshauptstadt München war vom 11. bis zum 21. August Austragungsort der European Championships. Sportler:innen aus neun Disziplinen trafen sich, um ihre jeweiligen kontinentalen Meister:innen zu küren. Damit war es die größte Sportveranstaltung in München seit den Olympischen Spielen vor 50 Jahren.

Mit Wett­be­wer­ben im Para-Rudern als auch im Para-Kanu wur­den die Was­ser­sport­events um zwei Dis­zi­pli­nen im Paras­port berei­chert. Ins­ge­samt 16 Medail­len­ent­schei­dun­gen stan­den für die Wassersportler:innen an.

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Neben den sport­li­chen Wett­kämp­fen stand auch das Mit­ein­an­der im Mit­tel­punkt. Mit diver­sen Fes­ti­vals rund um Musik, Kunst und Kul­tur wur­de klei­nen und gro­ßen Zuschauer:innen und Teilnehmer:innen ein Rah­men­pro­gramm gebo­ten, so dass die Euro­pean Cham­pions­hips zu rich­ti­gen Fest­ta­gen wur­den. Ein – aus hand­werk­li­cher Sicht – beson­de­res Fes­ti­val gab es im Olym­pia­park. Seit 1985 wird jedes Jahr zum Mün­che­ner Stadt­grün­dungs­fest das soge­nann­te „Hand­wer­ker­dorf“ auf­ge­baut, das dies­mal nicht wie üblich am Ode­ons­platz, son­dern direkt im Olym­pia­park sei­nen Stand­ort hat­te und somit unmit­tel­bar in die Euro­pean Cham­pions­hips 2022 ein­ge­bun­den war. Hier zeig­te das Hand­werk sein Kön­nen. Auch die Lan­des­in­nung Bay­ern für Ortho­pä­die-Tech­nik (LIB) war dort ver­tre­ten und hat über den Aus­bil­dungs­be­ruf des Ortho­pä­die­tech­ni­kers infor­miert und ihren Gäs­ten vor Ort gezeigt, was die Ortho­pä­die-Tech­nik alles mög­lich machen kann. Auf Ein­la­dung der Lan­des­in­nung war Para-Kanu­tin Katha­ri­na Bau­ern­schmidt zu Gast. Bau­ern­schmidt beleg­te bei den Paralym­pi­schen Spie­len in Tokio 2021 den 6. Platz und fuhr bei den Euro­pean Cham­pions­hips auf der Regat­ta­stre­cke in Ober­schleiß­heim auf Rang drei. Bay­erns Innen- und Sport­mi­nis­ter Joa­chim Herr­mann schau­te eben­falls per­sön­lich im „Hand­wer­ker­dorf“ vor­bei und nahm sich die Zeit für Gesprä­che. Katha­ri­na Bau­ern­schmidt ver­deut­lich­te, dass die För­de­rung der Parasportler:innen bei Wei­tem immer noch nicht die glei­che ist wie bei Spitzensportler:innen ohne Han­di­cap und auch bei der Inklu­si­on immer noch sehr gro­ßer Auf­hol- und Nach­hol­be­darf besteht.

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