Bun­des­ver­dienst­or­den für Hen­ning Bodenstein

Große Ehre für den Bautzener Orthopädie-Techniker-Meister Henning Bodenstein: Am 20. November erhielt der 1940 geborene Inhaber des Bautzener Gesundheitszentrums Adermann e. K. den Verdienstorden der Bundesrepu​blik Deutschland aus den Händen des sächsischen Minister­präsidenten Michael Kretschmer.

Kret­schmer über­reich­te den Orden stell­ver­tre­tend für den Bun­des­prä­si­den­ten Frank-Wal­ter Stein­mei­er an ins­ge­samt elf Bür­ge­rin­nen und Bürger­ aus Sach­sen. Der Ver­dienst­or­den der Bundesrepublik​ Deutsch­land wird seit 1951 für beson­de­re Leis­tun­gen auf ­poli­ti­schem, wirt­schaft­li­chem, kul­tu­rel­lem, geis­ti­gem oder ehren­amt­li­chem Gebiet verliehen.

„Hen­ning Boden­stein hat sich durch sein gro­ßes Enga­ge­ment um das Hand­werk im All­ge­mei­nen und um das ­Ortho­pä­die-Tech­ni­ker-Hand­werk im Beson­de­ren ver­dient gemacht. Anfang der 1990er Jah­re war er Mit­glied im Bun­des­in­nungs­ver­band für Ortho­pä­die-Tech­nik. Auf ver­schie­de­nen Ebe­nen hat er sich für den Ver­band sowie für die För­de­rung der Aus- und Wei­ter­bil­dung ein­ge­setzt. In Sachsen­ war er Impuls­ge­ber und Motor bei der Grün­dung der Landes​innung für Ortho­pä­die-Tech­nik. Die­se konn­te sich dank sei­ner gro­ßen Unter­stüt­zung zu einer erfolg­rei­chen Selbst­ver­wal­tungs­kör­per­schaft im Hand­werk ent­wi­ckeln“, erklär­te Micha­el Kret­schmer anläss­lich der Über­ga­be in der Säch­si­schen Staats­kanz­lei. Der Hand­werks­meis­ter zeig­te sich glück­lich über die Aus­zeich­nung: „Sehr geehr­ter Herr ​Minis­ter­prä­si­dent, ich bedan­ke mich tief bewegt für die Über­rei­chung der vom Bun­des­prä­si­den­ten der Bundesrepu​blik Deutsch­land Frank-Wal­ter Stein­mei­er ver­lie­he­nen hohen Aus­zeich­nung, die von Ihnen, Herr Minis­ter­prä­si­dent des Frei­staa­tes Sach­sen, vor­ge­schla­gen wur­de. Beson­ders berührt mich, dass mit dem Ver­dienst­or­den mein gesell­schaft­li­ches und unter­neh­me­ri­sches Lebens­werk gewür­digt wird. Das ist nicht all­täg­lich. Ich wer­de wei­ter­hin mein gesell­schaft­li­ches und beruf­li­ches Enga­ge­ment mit bes­ten Kräf­ten ausüben.“

Der 78-Jäh­ri­ge lei­tet seit 1969 unun­ter­bro­chen die Geschi­cke des Fami­li­en­be­triebs. Sein Stief­va­ter, Ortho­pä­die-Mecha­ni­ker-Meis­ter Artur Ader­mann, grün­de­te den Betrieb am 20. Juni 1945 kurz nach Ende des Zwei­ten Welt­krie­ges in Baut­zen. Der Bedarf an fach­ge­rech­ter Ver­sor­gung mit Hilfs­mit­teln war in den Nach­kriegs­jah­ren beson­ders groß, sodass das Unter­neh­men schnell wuchs. Nach dem Tod des Stief­va­ters im Jahr 1969 über­nahm Hen­ning ­Boden­stein, der 1966 sei­nen Meis­ter­brief erhal­ten hat­te, die Geschäf­te. Bis zum Ende der DDR 1989 ent­kam das Unter­neh­men der Ver­staat­li­chung und konn­te sich so naht­los in der Markt­wirt­schaft des ver­ei­nig­ten Deutsch­lands wei­ter­ent­wi­ckeln. Umzü­ge, Werk­stattum­bau­ten und Neu­bau­ten sowie neue Filia­len in Baut­zen, Bischofs­wer­da und Kamenz sorg­ten zusätz­lich zu den poli­ti­schen Ver­än­de­run­gen für viel Bewegung.

Heu­te beschäf­tigt das Gesund­heits­zen­trum Ader­mann e. K. als moder­ner Dienst­leis­ter im Gesund­heits­we­sen mit den Schwer­punk­ten Ortho­pä­die-Tech­nik, Reha-Tech­nik, ­Sani­täts­haus und Home­ca­re 23 Mit­ar­bei­ter in sei­nen vier Nie­der­las­sun­gen in Baut­zen und Bischofswerda.

Neben der Fir­men­lei­tung enga­gier­te sich Hen­ning Boden­stein stark für das Ortho­pä­die-Tech­nik-Hand­werk. Bereits zu DDR-Zei­ten war er als Ober­meis­ter des Hand­werks­kam­mer­be­zirks Dres­den von 1976 bis 1990 tätig. Im Jahr 1990 wur­de er von den Mit­glie­dern in das Amt des Lan­des­in­nungs­meis­ters für Ortho­pä­die-Tech­nik der Lan­des­in­nung Sach­sen gewählt. Die­ses Amt nahm er mit gro­ßem Enga­ge­ment bis zur Grün­dung der Lan­des­in­nung Sach­sen und Thü­rin­gen im Jahr 2002 wahr.

Neben sei­ner unter­neh­me­ri­schen Tätig­keit ist Hen­ning Boden­stein seit 1993 akti­ves Mit­glied des Rota­ry Clubs Baut­zen.­ Der Unter­neh­mer erhielt 2002 für sein huma­nis­ti­sches Enga­ge­ment die Aus­zeich­nung als „Paul Har­ris Fel­low“ der Rota­ry Inter­na­tio­nal Foundation.

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