Sebastian Benner, Beate Benecken, Kim Glapa
Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit ausgeprägter Schwäche oder Lähmung der kniestreckenden Muskulatur stellt nach wie vor eine besondere Herausforderung in der orthopädietechnischen Praxis dar. Klassische gesperrte Ganzbeinorthesen (KAFO) gewährleisten zwar eine hohe Stand- und Gangsicherheit, gehen jedoch häufig mit funktionellen Einschränkungen, einem erhöhten Energieverbrauch und kompensatorischen Bewegungsmustern einher.
Vor diesem Hintergrund wurden in den vergangenen Jahren Versorgungskonzepte entwickelt, die eine schrittweise funktionelle Erweiterung dieser Systeme ermöglichen. Standphasenkontrollierte Orthesen (SCO) und insbesondere stand- und schwungphasenkontrollierte Orthesen (SSCO) zielen darauf ab, Sicherheit und Beweglichkeit besser miteinander zu verbinden und ein ökonomischeres, alltagstauglicheres Gangbild zu fördern.
Der vorliegende Beitrag baut auf einer bereits publizierten Übersicht auf und beschreibt die Entwicklung von klassischen KAFO über SCO bis hin zu modernen SSCO-Systemen. Der Fokus liegt auf den zugrundeliegenden technischen Prinzipien, den systembedingten Limitationen sowie auf praxisrelevanten Aspekten der Versorgung aus orthopädietechnischer Sicht.
- Entwicklung eines zum physiologischen Gangbild kongruenten polyzentrischen Knieorthesengelenks – Zwischenstand eines Forschungsprojektes — 10. April 2026
- Mikroprozessorgesteuerte stand- und schwungphasenkontrollierte Ganzbeinorthesen (SSCO): Entwicklung, Systeme und Versorgungsrealität in der orthopädietechnischen Praxis — 9. April 2026
- Gips oder Orthese bei distalen Radiusfrakturen? — 8. April 2026






