Ein Ort des inter­dis­zi­pli­nä­ren Austauschs

Das Heidelberger Symposium der Technischen Ortho­pädie hat sich über die Jahre als zentrale Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Orthopädie-Technik, ­Orthopädie und Unfallchirurgie etabliert.

Die 13. Aus­ga­be Mit­te Dezem­ber 2025 ver­deut­lich­te erneut die essen­zi­el­le Rol­le der Tech­ni­schen Ortho­pä­die als inte­gra­ler Bestand­teil kon­ser­va­ti­ver Maß­nah­men und als unver­zicht­ba­res Ele­ment in der The­ra­pie­pla­nung und Umsetzung.

Die Tech­ni­sche Ortho­pä­die lebt von der engen Koope­ra­ti­on zwi­schen ärzt­li­chen, phy­sio­the­ra­peu­ti­schen und ortho­pädietechnischen Fach­kräf­ten. Die­se Zusam­men­ar­beit ­garan­tiert nicht nur eine hohe Ver­sor­gungs­qua­li­tät, son­dern ist auch ent­schei­dend für den Erfolg in der Pati­en­ten­ver­sor­gung. Das Sym­po­si­um griff die­se Her­aus­for­de­run­gen ­erneut auf und bot ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm, das pra­xis­na­he Inhal­te mit wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen verband.

Impul­se für alle Generationen

Ein zen­tra­les The­ma war die Aus­bil­dung qua­li­fi­zier­ter Fach­kräf­te in der Ortho­pä­die-Tech­nik. Der Nach­wuchs bil­det das Fun­da­ment für die Wei­ter­ent­wick­lung des Fach­ge­biets. Gut aus­ge­bil­de­te Ortho­pä­die­tech­ni­ke­rin­nen und ‑tech­ni­ker sind ent­schei­dend, um den stei­gen­den Anfor­de­run­gen in der Pati­en­ten­ver­sor­gung gerecht zu wer­den. Die Ver­an­stal­tung bot daher nicht nur Fach­vor­trä­ge für erfah­re­ne Exper­ten, son­dern auch wert­vol­le Impul­se für Aus­zu­bil­den­de, Meis­ter­schü­ler sowie Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten. Der direk­te Aus­tausch mit Prak­ti­kern und Wis­sen­schaft­lern ermög­licht es, theo­re­ti­sches Wis­sen mit prak­ti­schen Erfah­run­gen zu ver­knüp­fen – eine Vor­aus­set­zung für die Qua­li­tät und Inno­va­ti­ons­kraft der Branche.

Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist die Ein­bin­dung von rund 220 Aus­zu­bil­den­den, Meis­ter­schü­lern und Stu­den­ten aus den Berei­chen Ortho­pä­die-Tech­nik und Phy­sio­the­ra­pie. Gemein­sam mit den Part­nern der Carl-Bosch-Schu­le Hei­del­berg und dem Max-Born-Berufs­kol­leg Reck­ling­hau­sen wur­de ein Rah­men geschaf­fen, der den Dia­log zwi­schen erfah­re­nen Exper­ten und dem Nach­wuchs för­dert. Die­ser Aus­tausch ist ein wich­ti­ger Schritt, um die Zukunft der Tech­ni­schen Ortho­pä­die aktiv mitzugestalten.

Im historischen Museum erhielten die Schüler Einblicke in die Entwicklung des Handwerks von seinen Anfängen bis zur modernen Versorgung. Foto: Schulze Frenking
Im his­to­ri­schen Muse­um erhiel­ten die Schü­ler Ein­bli­cke in die Ent­wick­lung des Hand­werks von sei­nen Anfän­gen bis zur moder­nen Ver­sor­gung. Foto: Schul­ze Frenking

Zwi­schen Tra­di­ti­on und Innovation

Am Fol­ge­tag nutz­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Max-Born-Berufs­kol­legs die Gele­gen­heit, die Carl-Bosch-Schu­le räum­lich sowie die Lern­in­hal­te des Meis­ter­kur­ses näher ken­nen­zu­ler­nen. Zudem erhiel­ten sie span­nen­de Ein­bli­cke in das his­to­ri­sche Muse­um für Ortho­pä­die-Tech­nik, das die Ent­wick­lung des Hand­werks von sei­nen Anfän­gen bis zur moder­nen Ver­sor­gung doku­men­tiert. Die­ser Besuch unter­strich die Bedeu­tung der beruf­li­chen Bil­dung und zeig­te, wie Tra­di­ti­on und Inno­va­ti­on in der Ortho­pä­die-Tech­nik mit­ein­an­der ver­bun­den sind.

Die erfolg­rei­che Durch­füh­rung des Sym­po­si­ums wäre ohne die Unter­stüt­zung durch Spon­so­ren aus der Innung und der Indus­trie nicht mög­lich gewe­sen. Ihr Enga­ge­ment trug maß­geb­lich dazu bei, ein hoch­wer­ti­ges Pro­gramm und eine pro­fes­sio­nel­le Orga­ni­sa­ti­on zu gewähr­leis­ten. Die­se Part­ner­schaft zeigt, wie wich­tig die enge Ver­bin­dung zwi­schen Hand­werk, Indus­trie und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen für die Wei­ter­ent­wick­lung des Fach­ge­biets ist.

Dipl.-Ing. (FH) Mer­kur Ali­mus­aj (Lei­ter Tech­ni­sche ­Ortho­pädie) und PD Dr. Cor­ne­lia Putz (Ärzt­li­che Bereichs­lei­tung Tech­ni­sche Ortho­pä­die) beton­ten in ihrem Gruß­wort die Bedeu­tung des Sym­po­si­ums als Ort der ­Ver­netzung und des Wis­sens­trans­fers. Ihr Appell: „Die Tech­ni­sche Ortho­pä­die ist ein wich­ti­ger Bau­stein für die erfolg­rei­che Pati­en­ten­ver­sor­gung – und die­ser ­Erfolg ­basiert auf Zusammenarbeit.“

Das 13. Hei­del­ber­ger Sym­po­si­um der Tech­ni­schen ­Ortho­pädie war erneut ein Beweis dafür, wie ­wich­tig inter­disziplinäre Kom­mu­ni­ka­ti­on und praxisorien­tierte  Wei­ter­bil­dung sind. Die Ver­an­stal­tung bot nicht nur ­Fach­vor­trä­ge und Work­shops, son­dern auch Raum für ­per­sön­li­che Begeg­nun­gen und Dis­kus­sio­nen – ein Gewinn für alle Beteiligten.

Dani­el Schul­ze Frenking, 
Max-Born-Berufs­kol­leg Recklinghausen

 

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