WvD kritisiert Einführung von Hilfsmittelausschreibungen

Dass dieses 2019 auf Grund von Gefahren für die Versorgungsqualität abgeschaffte Instrument nun über Änderungsanträge zur Notfallreform zurückkehrt, stößt beim Verband auf Unverständnis. WvD warnt vor einem zunehmenden Preisdruck zulasten der Versorgungsqualität und wohnortnahen Versorgung.
„Diese Entscheidung ist ein Rückschritt für die Hilfsmittelversorgung. Die Politik nimmt erneut Risiken für die Versorgungsqualität in Kauf, obwohl die negativen Erfahrungen mit Ausschreibungen hinlänglich bekannt sind. Besonders enttäuschend ist, dass eine so weitreichende Entscheidung ohne eine angemessene fachpolitische Debatte getroffen wird. Hilfsmittelversorgung darf nicht auf den niedrigsten Preis reduziert werden“, erklären Kirsten Abel und Dr. Henning Schweer, Generalsekretäre von WvD.
Bundesweite Plakataktion gegen Ausschreibungen
WvD kündigt zugleich an, den Protest gegen Ausschreibungen bundesweit sichtbar zu machen. Unter dem Motto „Hilfsmittelversorgung ist keine Billigware!“ verteilt der Verband Protestplakate an Leistungserbringer in ganz Deutschland. Mit der klaren Botschaft „NEIN zu Ausschreibungen!“ sollen die Betriebe vor Ort auf die Bedeutung persönlicher Beratung, individueller Versorgung und wohnortnaher Qualität aufmerksam machen.

„Für uns ist die Debatte mit dieser Entscheidung keineswegs beendet. Wir werden nicht nachlassen, uns gegen Ausschreibungen einzusetzen. Mit unserer Plakataktion tragen wir den Protest dorthin, wo Versorgung täglich stattfindet. Die Politik muss sehen, dass die Sorge um die Zukunft einer hochwertigen Hilfsmittelversorgung weit über Berlin hinausreicht“, betonen Abel und Schweer.
Weitere Informationen zur Plakataktion finden Sie hier.
