BVMed unterstützt Präventionsoffensive

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) unterstützt dieses Vorhaben. „Wir müssen Krankheiten möglichst verhindern, Risiken frühzeitig erkennen und rechtzeitig gegensteuern. Dabei sind Medizintechnologien ein zentraler Schlüssel“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.
Ein Dreiklang aus Medizinprodukten, digitalen Technologien und besserer Datennutzung kann nach Ansicht des deutschen MedTech-Verbandes Prävention und Früherkennung deutlich verbessern. Medizintechnologische Lösungen sollten deshalb konsequent für Prävention genutzt werden. „Wir müssen Versorgung neu denken: Prävention sollte sektorenübergreifend organisiert werden – von der Früherkennung über Homecare bis zur Langzeitbetreuung chronisch erkrankter Personen“, fordert Möll. Voraussetzung dafür sei eine verantwortungsvolle und datenschutzkonforme Nutzung von Gesundheitsdaten. Nur wenn Gesundheitsdaten besser genutzt werden können, ließen sich individuelle Risiken früher erkennen und Präventionsmaßnahmen gezielter ausrichten.
Zu den Forderungen des BVMed im Rahmen der Präventionsoffensive gehören unter anderem eine nationale Wundstrategie sowie die Anerkennung von Homecare als essentiellen Bestandteil einer präventionsorientierten Gesundheitsversorgung. Im Rahmen der häuslichen Versorgung mit Medizinprodukten würden die Homecare-Versorger individuelle Risiken und Komplikationen erkennen und könnten gezielt gegensteuern. Außerdem sollte laut dem Verband eine schnellere Integration präventionsrelevanter Innovationen in die Versorgung erfolgen. Abschließend meint Möll: „Bei allen sinnvollen Präventionsbemühungen müssen wir Gesundheitsdaten besser nutzen, um Risiken früher zu erkennen, Versorgung zu personalisieren, Präventionsprogramme gezielter auszurichten und Versorgungsergebnisse kontinuierlich zu verbessern.“

