Knie­ex­ar­ti­ku­la­tio­nen – ein Bei­trag zu Ampu­ta­ti­ons­hö­hen und ope­ra­ti­ver Praxis

R.-A. Grünther
Obwohl die Kniegelenk-Exartikulation bei vielen Operateuren nach wie vor wenig Beachtung findet, ist diese Amputationshöhe eine nahezu „physiologische Amputation“. René Baumgartner, Bernhard Greitemann, der Autor und eine kleine Anzahl nationaler und internationaler Amputationschirurgen setzen sich seit Jahrzehnten vehement für eine vermehrte Durchführung der Knieexartikulation ein. Trotz ihrer Bemühungen ist deutschlandweit keine Veränderung in der operativen Praxis dieser Amputationshöhe zu beobachten. Stattdessen werden überwiegend Oberschenkelamputationen durchgeführt, die dem betroffenen Patienten einen sehr erheblichen Teil der Lebensqualität nehmen. „Zusammengefasst ist die Knieexartikulation auch heute noch eine ‚exotische‘ Amputationshöhe. Trotzdem lohnt es sich, immer wieder auf deren Vorzüge hinzuweisen“, betonte etwa Baumgartner gegenüber dem Autor dieses Artikels in einem persönlichen Schreiben vom 08.09.2015. Immer wieder versucht der Autor, die Geschichte der Knieexartikulation, die Anatomie und Biomechanik des Kniegelenkes, die Amputationstechnik der Exartikulation im Kniegelenk und die Orthopädietechnik darzustellen, um auf die herausragenden Vorteile dieser Amputationshöhe aufmerksam zu machen.

His­to­rie

Buech­ner1 schreibt 1896 über die ers­te Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on, die von Fabri­ci­us Hild­anus 1581 (Wil­helm Fabry, 1560–1634) durch­ge­führt wur­de. Danach geriet die­se Ope­ra­ti­ons­me­tho­de in Ver­ges­sen­heit, bis sie 1830 durch den fran­zö­si­schen Chir­ur­gen Alfred-Armand-Lou­is-Marie Vel­peau (1795–1867) 2 wie­der popu­lär wurde.

Der schot­ti­sche Arzt James Syme (1799–1870) führ­te 1850 eine doku­men­tier­te Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on durch. Er bevor­zug­te sowohl eine Exar­ti­ku­la­ti­on supr­a­mal­leo­lär (Syme-Ampu­ta­ti­on) als auch eine Hüf­tex­ar­ti­ku­la­ti­on gegen­über einer Ampu­ta­ti­on im Bereich der lan­gen Röh­ren­kno­chen3 4. Die Chir­ur­gen Rudolf Klapp, Mar­burg (1973–1949) 5, und August Bier, Ber­lin (1861–1949) 6, zogen eine Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on einer Ober­schen­kel­am­pu­ta­ti­on vor, denn die­se sei „unemp­find­lich, vor­züg­lich trag­fä­hig und eig­net sich zum Befes­ti­gen einer Pro­the­se sehr gut“, so die Argu­men­te für die Exar­ti­ku­la­ti­on7.

In der Fol­ge­zeit führ­te die Exar­ti­ku­la­ti­on im Knie­ge­lenk ein „stief­müt­ter­li­ches Dasein“. In der Kriegs­chir­ur­gie des 18. bis 19. Jahr­hun­derts wur­de die Ampu­ta­ti­on im Knie­ge­lenk „ein­mü­tig abge­lehnt“, schreibt Richard Toell­ner8. Max zur Verth9 bezeich­net das Knie­ge­lenk in sei­nem Ampu­ta­ti­ons­sche­ma 1941 nicht nur als „unwich­tig“, son­dern sogar als „hin­der­lich“. Nur die Patel­la kommt mit dem Prä­di­kat „min­der wert­voll“ etwas bes­ser weg. In sei­ner Dar­stel­lung der Ampu­ta­ti­ons­hö­hen im Bereich der unte­ren Extre­mi­tät ist die Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on nicht ein­mal auf­ge­führt. Auch die Chir­ur­gen Lothar Kreuz (1888–1969), Max Lan­ge (1899–1975) und Her­mann Water­mann (1898–1963) erstell­ten Ampu­ta­ti­ons­sche­ma­ta, bei denen die Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on nicht auf­ge­führt ist.

Baum­gart­ner10 schreibt in sei­ner Habi­li­ta­ti­ons­schrift 1973: „Die­se Ampu­ta­ti­ons­hö­he ist wohl am meis­ten umstrit­ten. Sie hat im deut­schen Sprach­ge­brauch eine beson­ders schlech­te Pres­se […].“ Auf dem medi­zi­ni­schen Sym­po­si­um „Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on – War­um immer noch ver­pönt?“ kon­sta­tiert er 2008: „Eine Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on ist unend­lich viel schlech­ter als ein ultra­kur­zer Unter­schen­kel­stumpf, aber unend­lich viel bes­ser als jeder Ober­schen­kel­stumpf“ 11. Des Wei­te­ren erklärt er: „Der Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­ons­stumpf ist dem Ober­schen­kel­stumpf haus­hoch über­le­gen, von der ope­ra­ti­ven Tech­nik bis zur Reha­bi­li­ta­ti­on.“ 12

Aber nicht nur spe­zi­fisch die Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on, son­dern viel­mehr die Ampu­ta­ti­ons­chir­ur­gie selbst schei­nen in der Chir­ur­gie nicht ganz unpro­ble­ma­tisch zu sein. So stell­te Wolf Mutsch­ler 2006 auf dem Deut­schen Kon­gress für Ortho­pä­die und Unfall­chir­ur­gie (DKOU) in Ber­lin fest: „Ampu­ta­tio­nen wer­den häu­fig als ein­fa­che Ope­ra­tio­nen ange­se­hen. Ampu­ta­tio­nen wer­den viel­fach uner­fah­re­nen Ope­ra­teu­ren über­las­sen. Regel­mä­ßi­ge Pro­ble­me nach Ampu­ta­tio­nen sind Wund­hei­lungs­stö­run­gen, neue Ulzer­a­tio­nen und ortho­pä­die­tech­ni­sche Pro­ble­me.“ Die­se Pro­ble­me bestehen bis heu­te unverändert.

Indi­ka­tio­nen für eine Knieexartikulation

„Alle Ampu­ta­tio­nen im Bereich des Knie­ge­len­kes sind inso­fern ein­fa­cher, als kei­ne wesent­li­chen Mus­kel­grup­pen durch­trennt wer­den und die Ope­ra­ti­on als sol­che klei­ner und schnel­ler ist“, erklärt Dede­rich 198713. Baum­gart­ner kon­sta­tiert 2008 und in dem genann­ten Brief von 2015: „Der Ein­griff ist für jede Ätio­lo­gie geeig­net, aus­drück­lich auch bei arte­ri­el­len Ver­schluss­krank­hei­ten.“ 14

Indi­ka­tio­nen für eine Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on sind: ange­bo­re­ne Fehl­bil­dun­gen, peri­phe­re arte­ri­el­le Ver­schluss­krank­hei­ten, Unfall­fol­gen, Tumo­re und Sys­tem­er­kran­kun­gen. Bei Beu­ge­kon­trak­tu­ren im Knie- und Hüft­ge­lenks­be­reich ist zunächst eine Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on zu ver­su­chen. Bei nicht beherrsch­ba­ren Osteo­mye­lit­i­den im Bereich des Unter­schen­kels und Fußes mit bereits mul­ti­plen rekon­struk­ti­ven und Infekt-ent­fer­nen­den Ein­grif­fen stellt die Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on eine aus­ge­spro­chen ana­to­mi­sche Wahl der Ampu­ta­ti­ons­hö­he dar. Bei mehr­fach nach­ge­wie­se­ner asep­ti­scher Locke­rung einer Knie-Total­en­do­pro­the­se sowie mul­ti­plen ope­ra­ti­ven Ein­grif­fen mit Re-Implan­ta­tio­nen, die zu erneu­ten asep­ti­schen Locke­run­gen und feh­len­dem „bone stock“ füh­ren, kann eben­so eine Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on mit erhal­te­nem Femur­teil der Endo­pro­the­se15 indi­ziert sein.

Obwohl die ortho­pä­die­tech­ni­sche Ver­sor­gung einer Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on von Ortho­pä­die­tech­ni­kern oft als her­aus­for­dernd ange­se­hen wird, liegt es in unse­rer ärzt­li­chen Ver­ant­wor­tung, die Lebens­qua­li­tät (Qua­li­ty of Life, QoL) des Ampu­tier­ten und sei­ner Fami­lie zu ver­bes­sern. Wir müs­sen die Akti­vi­tä­ten des täg­li­chen Lebens (AdL), die Selbst­hil­fe­fä­hig­keit, die Selbst­stän­dig­keit und die Unab­hän­gig­keit wie­der­her­stel­len. Und die Ortho­pä­die­tech­nik muss sich mit Hil­fe der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­tel und unter Berück­sich­ti­gung der ana­to­mi­schen Beson­der­hei­ten dar­auf einstellen.

Ana­to­mie und Biomechanik

Die Ana­to­mie des Knie­ge­len­kes ist im Stan­dard­werk von Johan­nes Sobot­ta und Hel­mut Becher, „Atlas der Ana­to­mie des Men­schen“ 16, aus­führ­lich dar­ge­legt. Der wesent­li­che mus­ku­lä­re Vor­teil einer Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on besteht dar­in, dass der Ansatz des M. adduc­tor magnus am Epi­con­dylus femo­ris media­lis voll­stän­dig erhal­ten bleibt. Der M. adduc­tor magnus ist einer der leis­tungs­fä­higs­ten und kräf­tigs­ten Mus­keln des Bei­nes17. Es ist ein soge­nann­ter bipha­si­scher Mus­kel, der bei der Fort­be­we­gung auf das Hüft­ge­lenk nach Boden­kon­takt der Fer­se exten­die­rend und zu Beginn der Schwung­pha­se flek­tie­rend wirkt. Sei­ne ana­to­mi­sche Anord­nung, und damit den lan­gen Kraft­he­bel im Ver­gleich zu den ande­ren, den Ober­schen­kel­stumpf bewe­gen­den Mus­keln, ver­deut­licht Abbil­dung 1. Die über­le­ge­ne moto­ri­sche Leis­tungs­fä­hig­keit knie­ex­ar­ti­ku­lier­ter Pati­en­ten über Ober­schen­kel­am­pu­tier­te im All­tag ist bekannt und etwa im para­lym­pi­schen Sprint unüber­seh­bar18. Eben­falls ist die Sitz­po­si­ti­on bei einer Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on ana­to­misch (Abb. 2).

Zieht man eine trans­fe­mo­ra­le Ampu­ta­ti­on vor, so muss man sich ver­ge­gen­wär­ti­gen, dass nach jedem ampu­tier­ten Zen­ti­me­ter der Ober­schen­kel einen wich­ti­gen Anteil der mus­ku­lä­ren Füh­rung für den Ober­schen­kel­schaft verliert.

Erfolgt eine trans­fe­mo­ra­le Ampu­ta­ti­on ober­halb des Cana­lis adduc­to­ri­us (Gefäß­ka­nal), so stellt dies einen Ver­lust von 14 der 23 Mus­keln (Abb. 3, blau) dar. Eine Ampu­ta­ti­on unter­halb des Cana­lis adduc­to­ri­us führt nur zu einem Ver­lust von 8 der 23 Mus­keln (rot).

Wei­te­re Vor­tei­le bezüg­lich des mus­ku­lä­ren Poten­zi­als für die Reha­bi­li­ta­ti­on Knie­ex­ar­ti­ku­lier­ter erge­ben sich aus der End­be­last­bar­keit des Stump­fes, dem lan­gen Hebel und einem das Bewe­gungs­aus­maß des Hüft­ge­lenks nicht ein­schrän­ken­den Schaft. Die wirk­sa­me Umset­zung der Vor­tei­le in die pro­the­ti­sche Ver­sor­gung for­dert die Orthopädietechnik.

Ope­ra­ti­ons­tech­nik

Vor der Ope­ra­ti­on sind der Pati­ent und, wenn mög­lich, auch die Fami­lie ein­ge­hend über die Vor- und Nach­tei­le der gemein­sam gewähl­ten Ampu­ta­ti­ons­hö­he auf­zu­klä­ren. Dies umfasst eine detail­lier­te Dis­kus­si­on über die Vor­tei­le, die poten­zi­el­len Risi­ken sowie even­tu­el­le Alter­na­ti­ven, um sicher­zu­stel­len, dass alle Betei­lig­ten ein umfas­sen­des Ver­ständ­nis der Situa­ti­on haben.

Die geplan­te Schnitt­füh­rung ist vor der Ope­ra­ti­on mit dem Pati­en­ten zu bespre­chen und anzu­zeich­nen (Abb. 4), um eine kla­re visu­el­le Vor­stel­lung von der Ope­ra­ti­on zu geben und even­tu­el­le Fra­gen und Beden­ken bereits vor der Ope­ra­ti­on zu klären.

Im Ope­ra­ti­ons­saal wird der Pati­ent behut­sam in eine gepols­ter­te Rücken­la­ge gela­gert, um maxi­ma­len Kom­fort und Sta­bi­li­tät wäh­rend des Ein­griffs zu gewähr­leis­ten. Bei Pati­en­ten ohne peri­phe­re arte­ri­el­le Ver­schluss­krank­heit kann eine Blut­sper­re ange­legt wer­den, um den Blut­ver­lust zu mini­mie­ren und die Sicht wäh­rend der Ope­ra­ti­on zu verbessern.

Die Schnitt­füh­rung erfolgt mit einem zir­ku­lä­ren Haut­schnitt 12–15 cm distal des Knie­ge­lenk­spal­tes (Abb.5). Nach schar­fem Durch­tren­nen der Haut und des Unter­haut­fett­ge­we­bes wird die Mus­ku­la­tur des pro­xi­ma­len Unter­schen­kels der Ana­to­mie fol­gend dar­ge­stellt und stumpf sepa­riert. Nun wird das pro­xi­ma­le Schien­bein atrau­ma­tisch frei­ge­legt und anschlie­ßend die Mus­ku­la­tur scharf durch­trennt. Dabei gilt es zu berück­sich­ti­gen, dass die Haut im Knie­ge­lenks­be­reich über­aus elas­tisch ist und sich bereits wäh­rend des ope­ra­ti­ven Ein­griffs zurückzieht.

Nach dem Bil­den des Haut­lap­pens und der Des­in­ser­ti­on des Lig. patel­lae am unte­ren Pol der Patel­la wird das Knie­ge­lenk frei­prä­pa­riert und dar­ge­stellt. Nun wer­den die late­ra­le und media­le Gelenk­kap­sel durch­trennt, die Sei­ten­bän­der rese­ziert und die Kreuz­bän­der dar­ge­stellt und rese­ziert – dabei ver­sucht der Assis­tent, das recht­wink­lig gebeug­te Knie­ge­lenk nach ven­tral zu luxie­ren. Nach der Durch­tren­nung der dor­sa­len Gelenk­kap­sel wird der Unter­schen­kel nach ven­tral luxiert.

Bei regel­haf­ter Durch­blu­tung kann man die Menis­ken erhal­ten. Dabei ist zu beach­ten, dass die Menis­ken ihre pro­xi­ma­len Ver­bin­dun­gen zur Gelenk­kap­sel und den Sei­ten­bän­dern behal­ten. Bei älte­ren Pati­en­ten und sol­chen mit Gefäß­er­kran­kun­gen ist das bra­dy­tro­phe Gewe­be der Menis­ken zu ent­fer­nen, da die­se auf­grund feh­len­der Durch­blu­tung nekro­tisch wer­den (Abb. 6) 19 20.

Prä­pa­ra­ti­on der Arte­ria und Vena pop­li­tea und ein­zel­ne Liga­tur jeden Gefä­ßes – kei­ne „Mas­sen­li­ga­tur“. Auf­su­chen und Dar­stel­len des N. fibu­la­ris und tibia­lis in der Tie­fe der Pop­li­tea und Abset­zen 5 cm pro­xi­mal (!) der Ampu­ta­ti­ons­hö­he – ober­halb der Pop­li­tea. Somit lie­gen die Ner­ven­stümp­fe pro­xi­mal der Femur­kon­dylen. Baum­gart­ner21 macht dar­auf auf­merk­sam, dass der N. fibu­la­ris glatt durch­trennt wer­den kann, wäh­rend der N. tibia­lis auf­grund sei­ner Arte­rie einer Liga­tur bedarf (Abb. 6). Jetzt soll­ten in der TMR-Tech­nik die Trans­po­si­ti­on des N. fibu­la­ris mit einer Län­ge von 1,5 cm in den M. semi­mem­bra­no­sus und des N. tibia­lis mit einer Län­ge von 1,5 cm in den M. biceps femo­ris erfolgen.

Nun wer­den die Mm. gas­tro­c­ne­mii vom dor­sa­len dista­len Femur gelöst und der hin­te­re Haut­lap­pen gebil­det. Baum­gart­ner22 emp­fiehlt in sei­ner Ope­ra­ti­ons­leh­re, die pro­xi­ma­len Mus­kel­an­tei­le durch­aus zu erhal­ten, wenn die Durch­blu­tung gewähr­leis­tet ist. Eine Pols­te­rung des Stump­fen­des mit den Gas­tro­c­ne­mi­us-Mus­keln ist nicht rat­sam, da dies zu einer Ver­län­ge­rung des Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­ons­stump­fes führt, das Risi­ko von Insta­bi­li­tä­ten erhöht und die vol­le End­be­last­bar­keit beein­träch­ti­gen kann. Die Patel­la soll­te ihrem ana­to­mi­schen Zug fol­gen und sich pro­xi­mal der Femur­kon­dylen in das femoropa­tel­la­re Gleit­la­ger ein­fü­gen. Die Patel­la stellt „abso­lut kein Hin­der­nis“ 23 24 25 für die ortho­pä­die­tech­ni­sche Ver­sor­gung dar. Sie ist ein Hypo­moch­li­um, wel­ches den Stumpf rota­ti­ons­sta­bil in der Pro­the­se hält und die Pro­the­se in der Stand- und Gang­pha­se führt.

Alle Gefäß­pro­the­sen soll­ten, wenn mög­lich, bis zur Leis­te hin unbe­dingt ent­fernt wer­den. Sie stel­len ein gro­ßes Hin­der­nis bei der ortho­pä­die­tech­ni­schen Ver­sor­gung dar.

Tie­fe Nar­ben­ein­zie­hun­gen nach cra­ni­al soll­ten ver­hin­dert wer­den. Bei vor­han­de­nen Nar­ben­ver­zie­hun­gen auf­grund frü­he­rer Ope­ra­tio­nen soll­te immer eine plas­ti­sche Nar­ben­kor­rek­tur in Betracht gezo­gen wer­den. Sol­che Nar­ben kön­nen Kanä­le bil­den, die bei moder­nen Schaft­sys­te­men, die auf dem Prin­zip einer kon­stan­ten Druck­dif­fe­renz zwi­schen Haut und Schaft­ma­te­ri­al basie­ren, einen Luft­ka­nal schaf­fen. Dies kann den siche­ren Halt der Pro­the­se erheb­lich erschweren.

Eine Syn­ovek­to­mie wird nicht emp­foh­len. Eine Aus­nah­me bil­det die rheu­ma­to­ide Arthri­tis. Eine anfäng­li­che über­mä­ßi­ge Bil­dung und Sekre­ti­on von Syn­ovi­al­flüs­sig­keit regu­liert sich nor­ma­ler­wei­se von selbst.

Der Knor­pel der Femur­kon­dylen und der Patel­larück­flä­che, sofern die Patel­la in situ belas­sen wird, sind wesent­li­che ana­to­mi­sche Struk­tu­ren eines Gelen­kes und soll­ten unan­ge­tas­tet blei­ben. Sie die­nen als „Pols­ter und vor allem als natür­li­che Bar­rie­re gegen Infek­te“, stellt Baum­gart­ner26 basie­rend auf sei­ner lang­jäh­ri­gen Erfah­rung fest.

Das Legen des Haut­lap­pens und der Nar­be kann intra­kon­dy­lär (Abb. 7b) oder retro­kon­dy­lär (Abb. 7a) erfol­gen, soll­te aber immer außer­halb der zukünf­ti­gen Belas­tungs­zo­ne liegen.

Der Wund­ver­schluss hat schritt­wei­se zu erfol­gen. Nach Öff­nen der Blut­sper­re erfolgt eine sorg­fäl­ti­ge Blut­stil­lung und Spü­lung des Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­ons­stump­fes und das Ein­le­gen einer zuver­läs­si­gen Drai­na­ge mit dop­pel­ten Redons für 24–48 Stun­den. Der Haut­lap­pen wird in einer Linie span­nungs­frei zuge­rich­tet. Die Haut­naht wird zwi­schen die Femur­kon­dylen oder dor­so-cra­ni­al über den Kon­dylen und damit außer­halb der spä­te­ren Belas­tungs­zo­nen gelegt (Abb. 7).

Ver­band­tech­nik: Zunächst wird mit ste­ri­len Kom­pres­sen und locke­rer Ver­band­wat­te abge­deckt. Dar­über ist locker eine Zwei­zug­bin­de zu legen – kein übli­cher Zug, kein übli­cher Kom­pres­si­ons­ver­band, denn die Patel­la und die Femur­kon­dylen sind die emp­find­lichs­ten Stel­len des Knieexartikulationsstumpfes.

Bei der post­ope­ra­ti­ven Lage­rung ist dar­auf zu ach­ten, den Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­ons­stumpf nicht hoch­zu­le­gen; die Femur­kon­dylen müs­sen frei liegen.

Kon­tra­in­di­ka­tio­nen

Auf­grund der funk­tio­nel­len Über­le­gen­heit ist eine Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on immer einer Ober­schen­kel­am­pu­ta­ti­on vor­zu­zie­hen. Eine kla­re Kon­tra­in­di­ka­ti­on für eine Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on ist bei einer pro­gre­di­en­ten Wini­wa­ter-Buer­ger-Krank­heit gege­ben. Bei einem rezi­di­vie­ren­den Infekt einer Knie-TEP ist bei infi­zier­tem Femur eine Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on nicht mög­lich. Eine rela­ti­ve Kon­tra­in­di­ka­ti­on besteht bei Beu­ge­kon­trak­tu­ren im Hüft­ge­lenks­be­reich. Eine peri­phe­re arte­ri­el­le Ver­schluss­krank­heit stellt kei­ne Kon­tra­in­di­ka­ti­on für eine Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on dar.

Feh­ler bei der Knieexartikulation

Legt der Chir­urg die Wund­nar­be in den Bereich der zukünf­ti­gen Belas­tungs­zo­ne des Bei­nes in der Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­ons­pro­the­se, führt dies zu einem gro­ßen Hin­der­nis und einer Ableh­nung des Gebrauchs der Pro­the­se (Abb. 8).

Eine Haut­de­his­zenz bei nicht span­nungs­frei adap­tier­ter Wund­nar­be auch außer­halb der Belas­tungs­zo­ne ist eine Behin­de­rung für den Ampu­tier­ten. Der Stumpf ist voll end­be­last­bar, aber die Haut retra­hiert sich (Abb. 9).

Ein Deku­bi­tus im Bereich der Femur­kon­dylen durch post­ope­ra­tiv fal­sche Lage­rung und zu enge Wicke­lung (Abb. 10) führt zu einer unnö­ti­gen pro­lon­gier­ten Reha­bi­li­ta­ti­on eines an sich kurz nach der Ampu­ta­ti­on voll geh­fä­hi­gen Patienten.

Druck­stel­len, die wäh­rend des Gebrauchs der Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­ons­pro­the­se über der Patel­la und über dem late­ra­len und media­len Femur­kon­dylus bei pri­mär kor­rek­ter Haut­naht außer­halb der Belas­tungs­zo­ne und regel­haf­ter Wund­hei­lung ent­ste­hen, zwin­gen den Ampu­tier­ten immer wie­der, sei­ne gewohn­ten Akti­vi­tä­ten des täg­li­chen Lebens ein­zu­schrän­ken (Abb. 11).

Der Patel­la soll­te die Mög­lich­keit gege­ben wer­den, sich in ihr phy­sio­lo­gi­sches femoropa­tel­la­res Lager „zurück­zie­hen“ zu kön­nen. Wird die Patel­la her­un­ter­ge­schla­gen (Abb. 12) und ver­lau­fen sowohl die Wund­hei­lung als auch die Stumpf­for­mung regel­haft, ist der Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­ons­stumpf nicht belast­bar. Als ana­to­mi­sche alters­be­ding­te Ver­än­de­run­gen ist die Retropa­tel­lar­ar­thro­se pri­mä­rer Aus­lö­ser von anhal­ten­den Schmer­zen (vor­de­rer Knie­ge­lenk­schmerz) mit dar­aus fol­gen­der Nicht­be­las­tung des ampu­tier­ten Bei­nes; des­halb ist eine Ver­la­ge­rung der Patel­la unter­halb der Femur­kon­dylen kontraindiziert.

Fall­vor­stel­lun­gen

Fall­vor­stel­lung 1: ♂, 67,3 Jah­re – Motor­rad­un­fall – Poly­trau­ma – Ver­such des Erhalts des Bei­nes über 15 Tage – Bein­erhalt nicht mög­lich und Knie­exartikulation (Abb. 13) – die Knie­exartikulation war nach 10 Tagen voll endbelastbar.

Fall­vor­stel­lung 2: ♂, 51,6 Jah­re – Arbeits­un­fall – Lang­holz­trans­por­ter – Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on, da es nicht mög­lich war den Unter­schen­kel zu erhal­ten – 37 Tage nach dem Unfall voll end­be­last­bar – 5 Mona­te nach dem Unfall Wie­der­auf­nah­me der beruf­li­chen Tätig­keit (Abb. 14 a u. b).

Fall­vor­stel­lung 3: ♀, 36,6 ­Jah­re – Sui­zidversuch – lan­ge Intensiv-
behand­lung – Erhalt des Bei­nes nach mehr­fachen plas­ti­schen Ope­ra­tio­nen nicht mög­lich – Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on – 14 Tage nach der Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on voll end­be­last­ba­rer Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­ons­stumpf (Abb. 15).

Fall­vor­stel­lung 4: ♂, 48,6 Jah­re – CRPS Stad III (chro­ni­sches regio­na­les Schmerz­syn­drom – ehem. M. Sudeck) – 49 Vor­ope­ra­tio­nen in 5 Jah­ren nach Patel­lafrak­tur – Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on – 7 Tage nach der Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on voll end­be­last­ba­rer Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­ons­stumpf (Abb. 16).

Sport nach Knieexartikulation

Im Knie­ge­lenk ampu­tier­ten Per­so­nen sind kei­ne Gren­zen bei der Sport­aus­übung gege­ben. Mög­lich sind neben vie­len wei­te­ren zum Beispiel:

  • Schwim­men
  • Rad­fah­ren
  • Berg­wan­dern
  • Lau­fen
  • Rudern
  • Wurf-Dis­zi­pli­nen
  • Klet­tern

Auf­grund der Ana­to­mie und der Bio­me­cha­nik nach einer Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on gewin­nen die Ampu­tier­ten in der Kate­go­rie „OS-ampu­tiert“ alle Medaillen:

Tan­ja Göld­ner: Euro­pa­meis­ter­schaft 2019

Hein­rich Popow: Para­lym­pics Lon­don 2012, Para­lym­pics Rio de Janei­ro 2016

Fazit

Die Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on hat eine lan­ge und wech­sel­haf­te Geschich­te. Die ers­te doku­men­tier­te Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on wur­de 1581 von Hild­anus durch­ge­führt. Danach geriet sie in Ver­ges­sen­heit, bis Vel­peau 1830 sie wie­der ein­führ­te. Syme doku­men­tier­te 1850 eine Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on und bevor­zug­te die­se Metho­de gegen­über einer Ober­schen­kel­am­pu­ta­ti­on. Im 20. Jahr­hun­dert wur­de die Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on von den Chir­ur­gen weit­ge­hend abge­lehnt. Baum­gart­ner et al. heben her­vor, dass es unse­re ärzt­li­che Pflicht ist, die Qua­li­tät des Lebens (QoL) und die Akti­vi­tä­ten des täg­li­chen Lebens (ADL) eines Ampu­tier­ten so weit als mög­lich am Nor­ma­len wiederherzustellen.

Trotz die­ser andau­ern­den Ver­nach­läs­si­gung bie­tet die Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on her­aus­ra­gen­de Vor­tei­le gegen­über der sonst übli­chen Ober­schen­kel­am­pu­ta­ti­on, ins­be­son­de­re weil wesent­li­che Mus­kel­grup­pen des Ober­schen­kels voll­stän­dig erhal­ten blei­ben, die ent­schei­dend für die Sta­bi­li­tät und Funk­ti­on des Stump­fes und damit der Mobi­li­sa­ti­on des Ampu­tier­ten sind. Moder­ne Tech­ni­ken und Erkennt­nis­se beto­nen die Bedeu­tung der Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on, ins­be­son­de­re bei arte­ri­el­len Ver­schluss­krank­hei­ten, Unfall­fol­gen und Tumo­ren. Die Ope­ra­ti­ons­tech­nik ist weni­ger inva­siv und ermög­licht eine schnel­le­re Rehabilitation.

Die Fall­bei­spie­le zei­gen die erfolg­rei­che Anwen­dung der Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on und die schnel­le Wie­der­her­stel­lung der Belast­bar­keit. Sport­li­che Akti­vi­tä­ten sind für Pati­en­ten mit Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on sehr gut mög­lich und kön­nen zu her­aus­ra­gen­den sport­li­chen Leis­tun­gen füh­ren, wie die Erfol­ge von Hein­rich Popow bei den Para­lym­pics zei­gen. Die Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on ist eine wert­vol­le Opti­on in der moder­nen Chir­ur­gie und soll­te häu­fi­ger ange­wen­det werden.

 

Der Autor:
Dr. med. Ralf-Achim Grünther
Dia­ko­nie Kli­ni­kum Südwestfalen 
acci.gruenther@t‑online.de
www.ralf-achimgruenther.de

 

Begut­ach­te­ter Beitrag/reviewed paper

Zita­ti­on
Grün­ther R‑A. Knie­ex­ar­ti­ku­la­tio­nen – ein Bei­trag zu Ampu­ta­ti­ons­hö­hen und ope­ra­ti­ver Pra­xis. Ortho­pä­die Tech­nik, 2025; 76 (3): 50–57

 

 

Quel­len­ver­zeich­nis

  1. Buech­ner WH. Ampu­ta­ti­on at the Knee-Joint. JAMA – Jour­nal of the Ame­ri­can Medi­cal Asso­cia­ti­on, 1896; XXVI (12): 565–568. doi: 10.1001/jama.1896.02430640017001e
  2. Toell­ner R (Hrsg.). Illus­trier­te Geschich­te der Medi­zin. Salz­burg: And­res & Andre­as, 1986 
  3. Toell­ner R (Hrsg.). Illus­trier­te Geschich­te der Medi­zin. Salz­burg: And­res & Andre­as, 1986 
  4. Bour­gery JM, Ber­nard C. Trai­té com­plet de l’anatomie de l’homme. Paris: L. Gué­rin, 1866/67
  5. Klapp R. Die Ope­ra­tio­nen an der unte­ren Extre­mi­tät. In: Bier A, Braun H, Küm­mel H (Hrsg.). Chir­ur­gi­sche Ope­ra­ti­ons­leh­re. Leip­zig, 1920 
  6. Klapp R. Die Ope­ra­tio­nen an der unte­ren Extre­mi­tät. In: Bier A, Braun H, Küm­mel H (Hrsg.). Chir­ur­gi­sche Ope­ra­ti­ons­leh­re. Leip­zig, 1920 
  7. Klapp R. Die Ope­ra­tio­nen an der unte­ren Extre­mi­tät. In: Bier A, Braun H, Küm­mel H (Hrsg.). Chir­ur­gi­sche Ope­ra­ti­ons­leh­re. Leip­zig, 1920 
  8. Toell­ner R (Hrsg.). Illus­trier­te Geschich­te der Medi­zin. Salz­burg: And­res & Andre­as, 1986 
  9. Dede­rich R. Ampu­ta­tio­nen der Glied­ma­ßen. Stutt­gart: Thie­me, 1987 
  10. Baum­gart­ner R. Bein­am­pu­ta­ti­on und Pro­the­sen­ver­sor­gung bei arte­ri­el­len Durch­blu­tungs­stö­run­gen. Stutt­gart: Enke, 1973 
  11. Grün­ther R‑A (Hrsg.). Knie-Exar­ti­ku­la­ti­on – war­um immer noch ver­pönt? MOT Medi­zi­nisch-Ortho­pä­di­sche Tech­nik, 2009; 6 
  12. Baum­gart­ner R, Bot­ta P. Ampu­ta­ti­on und Pro­the­sen­ver­sor­gung. Stutt­gart: Thie­me, 2008 
  13. Dede­rich R. Ampu­ta­tio­nen der Glied­ma­ßen. Stutt­gart: Thie­me, 1987 
  14. Baum­gart­ner R, Bot­ta P. Ampu­ta­ti­on und Pro­the­sen­ver­sor­gung. Stutt­gart: Thie­me, 2008 
  15. Danil­idis K. Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on aus Sicht eines Ortho­pä­den. Vor­trag auf dem 9. Bad Ber­le­bur­ger Medi­zin­sym­po­si­um, 19.09.2015
  16. Sobot­ta J, Becher H. Atlas der Ana­to­mie des Men­schen. Mün­chen: Urban & Schwar­zen­berg, 1973 
  17. Kapand­ji AI. Funk­tio­nel­le Ana­to­mie der Gelen­ke. Band 2: unte­re Extre­mi­tät. 6. Auf­la­ge, hrsg. von Reh­art S. Stutt­gart: Thie­me, 2016 
  18. Blu­men­tritt S, Bell­mann M, Schmalz T. Knie­ex­ar­ti­ku­la­ti­on: Ana­to­mie und Bio­me­cha­nik. In: Grün­ther R‑A (Hrsg.). Knie-Exar­ti­ku­la­ti­on – war­um immer noch ver­pönt? MOT Medi­zi­nisch-Ortho­pä­di­sche Tech­nik, 2009; 6: 21–30
  19. Dede­rich R. Ampu­ta­tio­nen der Glied­ma­ßen. Stutt­gart: Thie­me, 1987 
  20. Baum­gart­ner R, Bot­ta P. Ampu­ta­ti­on und Pro­the­sen­ver­sor­gung. Stutt­gart: Thie­me, 2008 
  21. Baum­gart­ner R, Bot­ta P. Ampu­ta­ti­on und Pro­the­sen­ver­sor­gung. Stutt­gart: Thie­me, 2008 
  22. Baum­gart­ner R, Bot­ta P. Ampu­ta­ti­on und Pro­the­sen­ver­sor­gung. Stutt­gart: Thie­me, 2008 
  23. Baum­gart­ner R, Bot­ta P. Ampu­ta­ti­on und Pro­the­sen­ver­sor­gung. Stutt­gart: Thie­me, 2008 
  24. Baum­gart­ner R, Bot­ta P. Ampu­ta­ti­on und Pro­the­sen­ver­sor­gung der unte­ren Extre­mi­tät. 1. Auf­la­ge, Stutt­gart: Enke, 1989 
  25. Baum­gart­ner R, Bot­ta P. Ampu­ta­ti­on und Pro­the­sen­ver­sor­gung der unte­ren Extre­mi­tät. 2. Auf­la­ge, Stutt­gart: Enke, 1995 
  26. Baum­gart­ner R, Bot­ta P. Ampu­ta­ti­on und Pro­the­sen­ver­sor­gung. Stutt­gart: Thie­me, 2008 
Tei­len Sie die­sen Inhalt