Interimsversorgung im Spannungsfeld

Das neue Seminar der Confairmed „Interimsversorgung – Rechte, Pflichten, Fristen“ greift diese Themen auf und vermittelt praxisnah, wie sich Abläufe sicher gestalten und typische Fehlerquellen vermeiden lassen. Im Gespräch mit der OT-Redaktion erläutert Referent Carsten Strangmann, Leiter des Referats „Wirtschaft und Verträge“ beim Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT), was die Teilnehmer erwartet.
Wo liegen Ihrer Meinung nach die größten Stolperfallen im Umgang mit Interimsversorgungen im Bereich Prothetik?
Carsten Strangmann: Die größten Stolperfallen liegen häufig in der Einhaltung des Zeitablaufs und den damit verbundenen Aufgaben innerhalb der Versorgung. Dazu gehören unter anderem Nachkontrollen und Tests von Funktionsbauteilen, Videodokumentation sowie die rechtzeitige Planung und Beantragung der Definitivversorgung. Probleme entstehen oft dann, wenn Rückfragen der Kostenträger zu spät bearbeitet oder Verzögerungen nicht frühzeitig kommuniziert werden. Wer die Abläufe gut strukturiert, kann viele Schwierigkeiten vermeiden und die Versorgung deutlich effizienter gestalten.
Inwiefern bietet das Seminar Leistungserbringern hier eine Unterstützung?
Im Seminar erläutern wir die Zeitabläufe und zentralen Aufgaben innerhalb der Interimsversorgung und zeigen typische Fehlerquellen aus der Praxis auf. Dabei betrachten wir sowohl die Perspektive der Leistungserbringer als auch die der Krankenkassen. Auf beiden Seiten gibt es Rechte und Pflichten, die es einzuhalten gilt. Zu den Themen gehören unter anderem die Grundsätze der Interimsversorgung, Folgeschäfte und Verlängerungen, Teilepauschalen, Dienstleistungsbestandteile sowie die Anforderungen an die Videodokumentation. Darüber hinaus geben wir praktische Tipps zu Erprobungen und zur sicheren Versorgungsplanung.
Was verändert sich für einen Betrieb, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen der Interimsversorgung sicher verstanden und angewendet werden?
Ein sicheres Verständnis der rechtlichen Vorgaben sorgt vor allem für mehr Planungssicherheit und reibungslosere Abläufe. Verzögerungen in der Versorgung können reduziert, Auslegungsdifferenzen vermieden und Rückfragen schneller geklärt werden. Außerdem lassen sich Zahlungsverzögerungen, Absetzungen und unnötige Zusatzkosten – etwa durch verlängerte Mietzeiten von Bauteilen – deutlich besser vermeiden.
Für wen lohnt sich die Teilnahme am Seminar besonders?
Das Seminar richtet sich insbesondere an Orthopädietechnikerinnen und Orthopädietechniker, die prothetische Versorgungen begleiten, sowie an Verwaltungsangestellte, die für Beantragungen, Fristen und die Versorgungsplanung verantwortlich sind.
Die Fragen stellte Pia Engelbrecht.
Weitere Informationen und Anmeldungen finden Sie hier.
Carsten Strangmann ist Leiter des Referats „Wirtschaft und Verträge“ beim Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) und in dieser Position für die Vertragsverhandlungen zwischen Leistungserbringern und Krankenkassen zuständig. Für die Confairmed ist der gelernte Orthopädiemechaniker- und Bandagisten-Meister regelmäßig als Referent für verschiedene Seminare tätig.
- Gelenkfuß für Gehhilfen — 8. September 2026
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