Elek­troroll­stuhl-Her­stel­ler: Fünf Jah­re Dietz Power

Sie gilt als der Ort für eine Start-up-Gründung und legte schon oft den Grundstein für erfolgreiche Innovationen – in einer Garage fing auch der Elektrorollstuhl-Hersteller Dietz Power an und feilte 2016 mit Drehbank und Fräse die ersten Prototypen. Anfangs noch zu dritt, arbeiten heute 40 Fachleute an der Entwicklung, Fertigung und dem europaweiten Vertrieb von modular konstruierten Elektrorollstühlen für die Individualversorgung und Sonderanfertigung bei komplexen Krankheitsbildern. Zum fünfjährigen Bestehen blickt das Team auf die vergangenen Jahre zurück.

„Wir konn­ten den Jah­res­um­satz auf heu­te 15 Mil­lio­nen Euro stei­gern. Das über­trifft jede zum Start von Dietz Power auf­ge­stell­te Pro­gno­se“, betont Maxi­mi­li­an Raab, gemein­sam mit Geschäfts­füh­rer Dick van de Beek Gesell­schaf­ter der Dietz-Toch­ter­ge­sell­schaft Dietz Power. Das im nie­der­län­di­schen Hel­mond ansäs­si­ge Unter­neh­men rech­ne­te Ende 2021 damit, die Ver­kaufs­mar­ke von 3.000 Elek­troroll­stuhl-Ver­sor­gun­gen zu errei­chen. „Wir sind auf dem Weg, eine markt­füh­ren­de Posi­ti­on in Euro­pa ein­zu­neh­men“, ist sich Raab sicher. Den Erfolg erklä­ren die Grün­der mit har­ter Arbeit und dem bis dahin ein­zig­ar­ti­gen Kon­zept, High­tech-Elek­troroll­stüh­le in Modul­bau­wei­se zu kon­stru­ie­ren, die sich mit­hil­fe ein­zel­ner Kom­po­nen­ten fle­xi­bel zu einer pass­ge­nau­en Ver­sor­gung kom­bi­nie­ren las­sen. „Bei uns gibt es kei­ne Fließ­band­pro­duk­ti­on“, sagt Dick van de Beek. „In jedem Roll­stuhl steckt das Enga­ge­ment eines ein­ge­spiel­ten Pro­fi­teams, das Schritt für Schritt die per­fek­te Ver­sor­gung erarbeitet.“

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San­go, eine auf­ein­an­der abge­stimm­te Bau­rei­he aus fle­xi­bel kom­bi­nier­ba­ren und kon­fi­gu­rier­ba­ren Ein­zel­kom­po­nen­ten, hieß die ers­te Pro­dukt­fa­mi­lie, die das Team ent­wi­ckel­te. „Die­ses Bau­kas­ten­sys­tem aus unter­schied­li­chen Sitz­sys­te­men und leis­tungs­star­ken Fahr­ge­stel­len für jede Anfor­de­rung ermög­licht uns die Fer­ti­gung indi­vi­du­ell kon­fi­gu­rier­ter Ver­sor­gun­gen aus weni­gen, in der Regel lagern­den Tei­len“, erklärt van de Beek. Die Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se bei Dietz Power sind digi­ta­li­siert, Kom­po­nen­ten für die Son­der­bau­ten wer­den im eige­nen 3D-Druck­ver­fah­ren auf Maß gefer­tigt und die Kom­mu­ni­ka­ti­on läuft papier­los über ein cloud­ba­sier­tes ERP-System.

Aktu­ell arbei­tet das Team an der Ent­wick­lung einer neu­en, noch stär­ker High­tech-basier­ten Elek­troroll­stuhl-Bau­rei­he sowie eige­ner Basis­tech­no­lo­gien für Indi­vi­du­al­ver­sor­gun­gen bei schwie­ri­gen Krank­heits­bil­dern wie Amyo­tro­phe Late­ral­skle­ro­se (ALS). Eben­falls geplant ist die Inves­ti­ti­on in eine inno­va­ti­ve 3D-Metall­druck­tech­no­lo­gie, die in der gesam­ten Dietz Group ein­ge­setzt wer­den soll.

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