Cyberangriff auf Rehavital

Im Zuge des Angriffs wurden Teile der IT-Systeme verschlüsselt und am 22. Juli wurde festgestellt, dass auch Daten abgeflossen sind. Unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls wurden die betroffenen Systeme vorsorglich vom Netzwerk getrennt sowie die vorgesehenen Notfall- und Krisenprozesse aktiviert.
Nach derzeitigem Kenntnisstand sind Unternehmensdaten sowie personenbezogene Daten verschiedener Personengruppen betroffen. Hierzu können unter anderem Kontaktdaten von Ansprechpartnern bei Mitgliedsbetrieben, Geschäftspartnern, Dienstleistern und Kooperationspartnern sowie Medienvertretern gehören.
Die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde wurde ebenso wie die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des Landeskriminalamts Hamburg informiert.
Nach aktuellem Kenntnisstand liegen der Rehavital keine Hinweise dafür vor, dass die abgeflossenen Daten missbräuchlich verwendet wurden. Gleichwohl kann ein zukünftiger Missbrauch – beispielsweise durch Phishing-E-Mails, Social-Engineering-Angriffe oder betrügerische Kontaktaufnahmen – nicht ausgeschlossen werden. Der Verbund empfiehlt daher allen Betroffenen, bei auffälligen E‑Mails, Anrufen oder Nachrichten mit Bezug zu Rehavital besondere Vorsicht walten zu lassen, insbesondere wenn persönliche Informationen abgefragt oder ungewöhnliche Handlungen, wie die Änderung von Bankverbindungen oder Zahlungsanweisungen, verlangt werden. Verdächtige Nachrichten sollten nicht beantwortet und enthaltene Links oder Anhänge nicht geöffnet werden.
Aufgrund der vorsorglichen Abschaltung einzelner IT-Systeme kommt es derzeit weiterhin zu Einschränkungen einzelner digitaler Services sowie der Arbeitsabläufe in der Geschäftsstelle.
„Die Sicherheit der uns anvertrauten Daten und das Vertrauen unserer Mitglieder, Partner und weiterer Betroffener haben für uns höchste Priorität. Wir bedauern den Vorfall außerordentlich und arbeiten gemeinsam mit externen IT-Sicherheitsexperten und den zuständigen Behörden mit Hochdruck daran, die Folgen des Angriffs vollständig aufzuklären und unsere Sicherheitsmaßnahmen weiter zu stärken. Über wesentliche neue Erkenntnisse werden wir transparent informieren“, erklärt Jens Sellhorn, Geschäftsführer der Rehavital Gesundheitsservice GmbH.

