Berufsbildung

Inte­rims­ver­sor­gung im Spannungsfeld

Bei der Interimsversorgung in der Prothetik (PG 24) greifen technische Anforderungen, organisatorische Abläufe und rechtliche Vorgaben eng ineinander.

Das neue Semi­nar der Con­fairm­ed „Inte­rims­ver­sor­gung – Rech­te, Pflich­ten, Fris­ten“ greift die­se The­men auf und ver­mit­telt pra­xis­nah, wie sich Abläu­fe sicher gestal­ten und typi­sche Feh­ler­quel­len ver­mei­den las­sen. Im Gespräch mit der OT-Redak­ti­on erläu­tert Refe­rent Cars­ten Strang­mann, Lei­ter des Refe­rats „Wirt­schaft und Ver­trä­ge“ beim Bun­des­in­nungs­ver­band für Ortho­pä­die-Tech­nik (BIV-OT), was die Teil­neh­mer erwartet.

Wo lie­gen Ihrer Mei­nung nach die größ­ten Stol­per­fal­len im Umgang mit Inte­rims­ver­sor­gun­gen im Bereich Prothetik?

Cars­ten Strang­mann: Die größ­ten Stol­per­fal­len lie­gen häu­fig in der Ein­hal­tung des Zeit­ab­laufs und den damit ver­bun­de­nen Auf­ga­ben inner­halb der Ver­sor­gung. Dazu gehö­ren unter ande­rem Nach­kon­trol­len und Tests von Funk­ti­ons­bau­tei­len, Video­do­ku­men­ta­ti­on sowie die recht­zei­ti­ge Pla­nung und Bean­tra­gung der Defi­ni­tiv­ver­sor­gung. Pro­ble­me ent­ste­hen oft dann, wenn Rück­fra­gen der Kos­ten­trä­ger zu spät bear­bei­tet oder Ver­zö­ge­run­gen nicht früh­zei­tig kom­mu­ni­ziert wer­den. Wer die Abläu­fe gut struk­tu­riert, kann vie­le Schwie­rig­kei­ten ver­mei­den und die Ver­sor­gung deut­lich effi­zi­en­ter gestalten.

Inwie­fern bie­tet das Semi­nar Leis­tungs­er­brin­gern hier eine Unterstützung?

Im Semi­nar erläu­tern wir die Zeit­ab­läu­fe und zen­tra­len Auf­ga­ben inner­halb der Inte­rims­ver­sor­gung und zei­gen typi­sche Feh­ler­quel­len aus der Pra­xis auf. Dabei betrach­ten wir sowohl die Per­spek­ti­ve der Leis­tungs­er­brin­ger als auch die der Kran­ken­kas­sen. Auf bei­den Sei­ten gibt es Rech­te und Pflich­ten, die es ein­zu­hal­ten gilt. Zu den The­men gehö­ren unter ande­rem die Grund­sät­ze der Inte­rims­ver­sor­gung, Fol­ge­schäf­te und Ver­län­ge­run­gen, Tei­le­pau­scha­len, Dienst­leis­tungs­be­stand­tei­le sowie die Anfor­de­run­gen an die Video­do­ku­men­ta­ti­on. Dar­über hin­aus geben wir prak­ti­sche Tipps zu Erpro­bun­gen und zur siche­ren Versorgungsplanung.

Was ver­än­dert sich für einen Betrieb, wenn die recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen der Inte­rims­ver­sor­gung sicher ver­stan­den und ange­wen­det werden?

Ein siche­res Ver­ständ­nis der recht­li­chen Vor­ga­ben sorgt vor allem für mehr Pla­nungs­si­cher­heit und rei­bungs­lo­se­re Abläu­fe. Ver­zö­ge­run­gen in der Ver­sor­gung kön­nen redu­ziert, Aus­le­gungs­dif­fe­ren­zen ver­mie­den und Rück­fra­gen schnel­ler geklärt wer­den. Außer­dem las­sen sich Zah­lungs­ver­zö­ge­run­gen, Abset­zun­gen und unnö­ti­ge Zusatz­kos­ten – etwa durch ver­län­ger­te Miet­zei­ten von Bau­tei­len – deut­lich bes­ser vermeiden.

Für wen lohnt sich die Teil­nah­me am Semi­nar besonders?

Das Semi­nar rich­tet sich ins­be­son­de­re an Ortho­pä­die­tech­ni­ke­rin­nen und Ortho­pä­die­tech­ni­ker, die pro­the­ti­sche Ver­sor­gun­gen beglei­ten, sowie an Ver­wal­tungs­an­ge­stell­te, die für Bean­tra­gun­gen, Fris­ten und die Ver­sor­gungs­pla­nung ver­ant­wort­lich sind.

Die Fra­gen stell­te Pia Engelbrecht.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Anmel­dun­gen fin­den Sie hier.

Zur Per­son
Cars­ten Strang­mann ist Lei­ter des ­Refe­rats „Wirt­schaft und ­Ver­trä­ge“ beim Bun­des­in­nungs­ver­band für Ortho­pä­die-Tech­nik (BIV-OT) und in die­ser Posi­ti­on für die Vertrags­verhandlungen zwi­schen Leis­tungs­er­brin­gern und Kran­ken­kas­sen ­zustän­dig. Für die Con­fairm­ed ist der gelern­te Ortho­pä­die­me­cha­ni­ker- und Ban­da­gis­ten-Meis­ter regel­mä­ßig als Refe­rent für ver­schie­de­ne Semi­na­re tätig. 

Tei­len Sie die­sen Inhalt