WvD-Branchenumfrage: Fakten schlagen Mythen

Das Bündnis „Wir versorgen Deutschland“ (WvD) veröffentlicht bereits zum zweiten Mal die Broschüre „Zahlen, Daten, Fakten“ sowie die Ergebnisse der aktuellen WvD-Branchenumfrage 2026. Beide Veröffentlichungen liefern aktuelle Einblicke in die Lage der Hilfsmittelversorgung in Deutschland und schaffen eine belastbare Datengrundlage für die aktuelle gesundheitspolitische Debatte.
„Gesundheitspolitische Entscheidungen brauchen belastbare Fakten statt undifferenzierter Debatten. Mit unseren Veröffentlichungen schaffen wir dafür eine fundierte Grundlage, räumen mit Mythen auf und zeigen, wo in der Versorgungspraxis der Schuh drückt“, erklären die WvD-Generalsekretäre Kirsten Abel und Dr. Henning Schweer.
Wie notwendig eine faktenbasierte Diskussion sei, zeige die Debatte um das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG). Die Daten der WvD-Broschüre belegen aus Sicht des Bündnisses, dass die Hilfsmittelversorgung trotz steigender Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung kein Kostentreiber des Gesundheitssystems sei. Ihr Anteil an den GKV-Gesamtausgaben bleibt seit Jahren stabil und lag 2025 bei lediglich 3,1 Prozent.
Die Ergebnisse der WvD-Branchenumfrage 2026 verdeutlichen aus Sicht des Bündnisses den politischen Handlungsbedarf im Bereich Bürokratie. Zwei Drittel der Unternehmen geben in der Umfrage an, mittlerweile mehr als 30 Prozent ihrer Betriebszeit für bürokratische Aufgaben aufzuwenden. Als größte Belastungen nennen die Betriebe – wie bereits in den Vorjahren – die Vielzahl unterschiedlicher Verträge mit Krankenkassen sowie umfangreiche Dokumentationspflichten. Daraus ergebe sich ein klarer Handlungsauftrag an die Politik, bei diesen Punkten endlich tätig zu werden.
Auch der Fachkräftemangel bleibt laut Umfrage eine zentrale Herausforderung für die Versorgungssicherheit: Drei Viertel der Unternehmen erwarten eine weitere Verschärfung der Situation in den kommenden Jahren.
Im Bereich Digitalisierung zeigt die Erhebung ebenfalls deutliche Defizite auf. Insbesondere fehlende einheitliche Schnittstellen, Medienbrüche sowie die bislang unzureichende Einbindung der Hilfsmittelversorgung in das E‑Rezept bremsen effiziente digitale Prozesse weiterhin aus.
„Unsere Zahlen zeigen klar: Die Hilfsmittelversorgung ist nicht das Problem, sondern Teil der Lösung für ein leistungsfähiges Gesundheitssystem. Wenn die Politik die Versorgung sichern, Bürokratie abbauen und Innovation ermöglichen will, muss sie die Rahmenbedingungen für die Branche endlich konsequent verbessern“, betonen Abel und Schweer abschließend. Die Ergebnisse der Branchenumfrage 2026 und die Broschüre „Zahlen, Daten, Fakten 2026“ können auf der WvD-Homepage heruntergeladen werden.
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