Kongresspräsidenten fiebern OTWorld entgegen

Im Gespräch mit der OT-Redaktion blicken die beiden auf die gemeinsame Zeit zurück, teilen ihre persönlichen Programmhighlights und geben Einblicke in zentrale Schwerpunktthemen.
Wie haben Sie den Prozess der Programmgestaltung des Weltkongresses erlebt und welche Erkenntnisse haben Sie daraus für sich mitgenommen?
Doris Maier: Die Zeit war für mich durchweg spannend, intensiv und sehr lehrreich. Besonders inspiriert und bereichert haben mich die vielen Begegnungen mit den zahlreichen engagierten Menschen im Hintergrund und allen, die an der OTWorld mitwirken. Dieses Miteinander hat mich tief beeindruckt.
Thomas Münch: Für mich war das vor allem eine intensive und sehr positive Zeit – und eine echte Teamleistung. Ich habe erlebt, wie engagiert und professionell im Hintergrund gearbeitet wird. Die Kollegen haben die Inhalte hervorragend vorbereitet und umgesetzt. Dafür gilt mein besonderer Dank der Confairmed als Veranstalter des Weltkongresses – das war wirklich großartig.
Bei der Vielzahl an Symposien und Workshops hat man die Qual der Wahl: Welche Veranstaltung wollen Sie persönlich auf keinen Fall verpassen?
Maier: Am liebsten würde ich alle Veranstaltungen besuchen, denn jede bietet Neues, Inspirierendes und Lehrreiches. Besonders am Herzen liegt mir die Eröffnungsveranstaltung sowie mein „Baby“: die Podiumsdiskussion zur integrativen Versorgung. Das ist ein Thema, das ich intensiv in das Programm eingebracht habe. Sehr gespannt bin ich auch auf unsere Neuheit, die „Desasterkonferenz“, denn gerade aus Fehlentscheidungen können wir für die Zukunft viel lernen. Und selbstverständlich freue ich mich auf den Besuch der vielen Aussteller auf der Messe. Ich hoffe, persönlich genügend Zeit dafür zu haben, überall einmal vorbeizuschauen.
Münch: Ich freue mich vor allem auf die Veranstaltungen zur Ausbildung. Das ist ein Schwerpunkt, den ich als Kongresspräsident bewusst gesetzt habe, damit unser Fach auch in Zukunft gut aufgestellt ist. Darüber hinaus ist es mir wichtig, die Themen auch über das klassische Kongressprogramm hinaus weiter voranzubringen. Ein echtes Anliegen ist mir dabei das Pilotprojekt eVerordnung für orthopädische Hilfsmittel. Umso gespannter bin ich auf den erstmals stattfindenden „OTWorld eSummit“. Dort wird unter anderem unser Ansatz entlang der gesamten Versorgungskette live gezeigt – vom Ausstellen bis zur Abrechnung.
Was erwartet die Besucher beim eSummit?
Münch: Vor allem Klarheit und Orientierung. Wir geben Einblicke in das Pilotprojekt und den aktuellen Stand der eVerordnung, zeigen, wie es weitergeht und welche Möglichkeiten es für die eigene Teilnahme gibt. Im Mittelpunkt des eSummit stehen insgesamt konkrete, anwendbare Lösungen und Einblicke in die Praxis. Wir wollen in Leipzig bewusst den offenen Dialog fördern – zwischen Leistungserbringern, Technologieanbietern, Herstellern, Krankenkassen und auch der Politik. Der eSummit richtet sich gezielt an Sanitätshäuser, Fachbetriebe und Entscheider in der Hilfsmittelbranche, die ihre Prozesse effizienter, transparenter und zukunftssicher aufstellen wollen. Genau dafür geben wir dort die passenden Impulse.
Frau Dr. Maier, bei der Programmgestaltung war es Ihnen ein besonderes Anliegen „Integrative Versorgung“ auf die Agenda zu setzen. So findet u. a. eine Podiumsdiskussion mit Medizinern, Therapeuten, Technikern und Kostenträgern zum Thema statt. Wie erleben Sie den Austausch zwischen den Berufsgruppen abseits der Bühne im beruflichen Alltag?
Maier: Bekanntermaßen komme ich aus der Paraplegiologie. Dort sind Interdisziplinarität, Interprofessionalität und sektorenübergreifende Zusammenarbeit ein Muss, um die bestmögliche Qualität in der Patientenversorgung zu erreichen. Deshalb weiß ich, wie wichtig diese Form der Kooperation für die gesamte medizinische Arbeit ist. Umso dankbarer bin ich, in einem Umfeld wie den BG Kliniken arbeiten zu dürfen, in dem das Integrative Versorgungsmodell gelebter Alltag ist. Genau dieses Miteinander möchte ich auch auf der OTWorld sichtbar machen und weiter stärken.
Die OTWorld lebt vom persönlichen Austausch. Wo hat man die besten Chancen, Sie für ein Gespräch anzutreffen?
Maier: Ich werde so oft es geht am Stand des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik vorbeischauen – dort ist immer etwas los und der Austausch besonders intensiv. Und ja, der Kaffee ist dort auch der beste. Ebenso werde ich dort sein, wo sich die interprofessionelle Jugend trifft oder engagiert, denn die Jugendarbeit und der Nachwuchs in allen Berufsgruppen liegen mir besonders am Herzen. Zudem freue ich mich sehr auf die OTWorld-Jubiläumsparty und den exklusiven Grillabend der Jugend-Akademie TO. Dort wird es genügend Zeit und Raum für Gespräche und Begegnungen geben.
Münch: Auch mich trifft man am ehesten am Stand des BIV-OT. Oder rund um den eSummit ebenfalls in Halle 3 – dort werde ich viel unterwegs sein. Und natürlich werde ich als Kongresspräsident einige Zeit in Workshops und Symposien im Congresss Center verbringen. Egal wo, ich freue mich immer über Gespräche, jeder ist herzlich willkommen.
Noch während der OTWorld 2026 werden die neuen Kongresspräsidenten für die kommende Ausgabe bekannt gegeben: Haben Sie einen Tipp für Ihre Nachfolger?
Münch: Mein Tipp lautet: Keine Angst – hinter euch steht ein großartiges Team, auf das ihr euch verlassen könnt.
Maier: Die Nachfolger dürfen sich auf ihre Präsidentschaft freuen. Sie ist eine bereichernde Erfahrung – eingebettet in eine herausragende Organisation im Hintergrund, die bestmögliche Unterstützung gewährleistet.
Die Fragen stellte Pia Engelbrecht.
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