OTWorld

Kon­gress­prä­si­den­ten fie­bern OTWorld entgegen

Vor zwei Jahren haben Dr. Doris Maier (BG Unfallklinik Murnau) und Dipl.-OTM Thomas Münch (Sanitätshaus Münch & Hahn) die Kongresspräsidentschaft der OTWorld 2026 angetreten und seitdem aktiv das Programm des Weltkongresses mitgestaltet. Vom 19. bis 22. Mai werden die Resultate nun sichtbar. 

Im Gespräch mit der OT-Redak­ti­on bli­cken die bei­den auf die gemein­same Zeit zurück, tei­len ihre persön­lichen Pro­gramm­high­lights und geben Ein­bli­cke in zen­tra­le Schwerpunktthemen.

Wie haben Sie den Pro­zess der Pro­gramm­ge­stal­tung des Welt­kongresses erlebt und wel­che Erkennt­nis­se haben Sie dar­aus für sich mitgenommen?

Doris Mai­er: Die Zeit war für mich durch­weg span­nend, inten­siv und sehr lehr­reich. Beson­ders inspi­riert und berei­chert haben mich die vie­len Begeg­nun­gen mit den zahl­rei­chen enga­gier­ten Men­schen im Hin­ter­grund und allen, die an der OTWorld mit­wir­ken. Die­ses Mit­ein­an­der hat mich tief beeindruckt.

Tho­mas Münch: Für mich war das vor allem eine inten­si­ve und sehr posi­ti­ve Zeit – und eine ech­te Team­leis­tung. Ich habe erlebt, wie enga­giert und pro­fes­sio­nell im Hin­ter­grund gear­bei­tet wird. Die Kol­le­gen haben die Inhal­te her­vor­ra­gend vor­be­rei­tet und umge­setzt. Dafür gilt mein beson­de­rer Dank der Con­fairm­ed als Ver­an­stal­ter des Welt­kon­gres­ses – das war wirk­lich großartig.

Bei der Viel­zahl an Sym­po­si­en und Work­shops hat man die Qual der Wahl: Wel­che Ver­an­stal­tung wol­len Sie per­sön­lich auf kei­nen Fall verpassen?

Mai­er: Am liebs­ten wür­de ich alle Ver­an­stal­tun­gen besu­chen, denn jede bie­tet Neu­es, Inspi­rie­ren­des und Lehr­rei­ches. Beson­ders am Her­zen liegt mir die Eröff­nungs­ver­an­stal­tung sowie mein „Baby“: die Podi­ums­dis­kus­si­on zur inte­gra­ti­ven Ver­sor­gung. Das ist ein The­ma, das ich inten­siv in das Pro­gramm ein­ge­bracht habe. Sehr gespannt bin ich auch auf unse­re Neu­heit, die „Desas­ter­kon­fe­renz“, denn gera­de aus Fehl­ent­schei­dun­gen kön­nen wir für die Zukunft viel ler­nen. Und selbst­ver­ständ­lich freue ich mich auf den Besuch der vie­len Aus­stel­ler auf der Mes­se. Ich hof­fe, per­sön­lich genü­gend Zeit dafür zu haben, über­all ein­mal vorbeizuschauen.

Münch: Ich freue mich vor allem auf die Ver­an­stal­tun­gen zur Aus­bil­dung. Das ist ein Schwer­punkt, den ich als Kon­gress­prä­si­dent bewusst gesetzt habe, damit unser Fach auch in Zukunft gut auf­ge­stellt ist. Dar­über hin­aus ist es mir wich­tig, die The­men auch über das klas­si­sche Kon­gress­pro­gramm hin­aus wei­ter vor­an­zu­brin­gen. Ein ech­tes Anlie­gen ist mir dabei das Pilot­pro­jekt eVer­ord­nung für ortho­pä­di­sche Hilfs­mit­tel. Umso gespann­ter bin ich auf den erst­mals statt­fin­den­den „OTWorld eSum­mit“. Dort wird unter ande­rem unser Ansatz ent­lang der gesam­ten Ver­sor­gungs­ket­te live gezeigt – vom Aus­stel­len bis zur Abrechnung.

Was erwar­tet die Besu­cher beim eSummit?

Münch: Vor allem Klar­heit und Ori­en­tie­rung. Wir geben Ein­bli­cke in das Pilot­pro­jekt und den aktu­el­len Stand der eVer­ord­nung, zei­gen, wie es wei­ter­geht und wel­che Mög­lich­kei­ten es für die eige­ne Teil­nah­me gibt. Im Mit­tel­punkt des eSum­mit ste­hen ins­ge­samt kon­kre­te, anwend­ba­re Lösun­gen und Ein­bli­cke in die Pra­xis. Wir wol­len in Leip­zig bewusst den offe­nen Dia­log för­dern – zwi­schen Leis­tungs­er­brin­gern, Technologie­anbietern, Her­stel­lern, Kran­ken­kas­sen und auch der Poli­tik. Der eSum­mit rich­tet sich gezielt an Sani­täts­häu­ser, Fach­be­trie­be und Ent­schei­der in der Hilfs­mit­tel­bran­che, die ihre Pro­zes­se effi­zi­en­ter, trans­pa­ren­ter und zukunfts­si­cher auf­stel­len wol­len. Genau dafür geben wir dort die pas­sen­den Impulse.

Frau Dr. Mai­er, bei der Pro­gramm­ge­stal­tung war es Ihnen ein beson­de­res Anlie­gen „Inte­gra­ti­ve Ver­sor­gung“ auf die Agen­da zu set­zen. So fin­det u. a. eine Podi­ums­dis­kus­si­on mit Medi­zi­nern, The­ra­peu­ten, Tech­ni­kern und Kos­ten­trä­gern zum The­ma statt. Wie erle­ben Sie den Aus­tausch zwi­schen den Berufs­grup­pen abseits der Büh­ne im beruf­li­chen Alltag?

Mai­er: Bekann­ter­ma­ßen kom­me ich aus der Para­ple­gio­lo­gie. Dort sind Inter­dis­zi­pli­na­ri­tät, Interprofessio­­nalität und sek­toren­über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit ein Muss, um die best­mög­li­che Qua­li­tät in der Pati­en­ten­ver­sor­gung zu errei­chen. Des­halb weiß ich, wie wich­tig die­se Form der Koope­ra­ti­on für die gesam­te medizi­nische Arbeit ist. Umso dank­ba­rer bin ich, in einem Umfeld wie den BG Kli­ni­ken arbei­ten zu dür­fen, in dem das Inte­gra­ti­ve Ver­sor­gungs­mo­dell geleb­ter All­tag ist. Genau die­ses Mit­ein­an­der möch­te ich auch auf der OTWorld sicht­bar machen und wei­ter stärken.

Die OTWorld lebt vom per­sön­li­chen Aus­tausch. Wo hat man die bes­ten Chan­cen, Sie für ein Gespräch anzutreffen?

Mai­er: Ich wer­de so oft es geht am Stand des Bun­des­in­nungs­ver­ban­des für Ortho­pä­die-Tech­nik vor­bei­schau­en – dort ist immer etwas los und der Aus­tausch beson­ders inten­siv. Und ja, der Kaf­fee ist dort auch der bes­te. Eben­so wer­de ich dort sein, wo sich die inter­pro­fes­sio­nel­le Jugend trifft oder enga­giert, denn die Jugend­ar­beit und der Nach­wuchs in allen ­Berufs­grup­pen lie­gen mir beson­ders am Her­zen. Zudem freue ich mich sehr auf die ­OTWorld-Jubi­lä­ums­par­ty und den ­exklu­si­ven Grill­abend der Jugend-­Aka­de­mie TO. Dort wird es genü­gend Zeit und Raum für Gesprä­che und Begeg­nun­gen geben.

Münch: Auch mich trifft man am ehes­ten am Stand des BIV-OT. Oder rund um den eSum­mit eben­falls in Hal­le 3 – dort wer­de ich viel unter­wegs sein. Und natür­lich wer­de ich als Kon­gress­prä­si­dent eini­ge Zeit in Work­shops und Sym­po­si­en im Con­gresss Cen­ter ver­brin­gen. Egal wo, ich freue mich immer über Gesprä­che, jeder ist herz­lich willkommen.

Noch wäh­rend der OTWorld 2026 wer­den die neu­en Kon­gress­prä­si­den­ten für die kom­men­de Aus­ga­be bekannt gege­ben: Haben Sie einen Tipp für Ihre Nachfolger?

Münch: Mein Tipp lau­tet: Kei­ne Angst – hin­ter euch steht ein groß­artiges Team, auf das ihr euch ver­las­sen könnt.

Mai­er: Die Nach­fol­ger dür­fen sich auf ihre Prä­si­dent­schaft freu­en. Sie ist eine berei­chern­de Erfah­rung – ein­ge­bet­tet in eine her­aus­ra­gen­de Orga­ni­sa­ti­on im Hin­ter­grund, die best­mög­li­che Unter­stüt­zung gewährleistet.

Die Fra­gen stell­te Pia Engelbrecht.

 

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