Nach FiKo-Bericht: Online-Talk gibt Überblick

Neue Finanzpläne, große Auswirkungen? Ein Online-Talk zeigte, was der Bericht der Finanzkommission Gesundheit für die Hilfsmittelbranche bedeuten könnte.

Mit der Vor­la­ge ihres ers­ten Berichts hat die von der Bun­des­re­gie­rung ein­ge­setz­te Finanz­kom­mis­si­on Gesund­heit (FiKo) Ende März eine neue Dis­kus­si­ons­grund­la­ge für die zukünf­ti­ge Aus­rich­tung des Gesund­heits­sys­tems geschaf­fen. Wel­che Kon­se­quen­zen sich dar­aus spe­zi­ell für die Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung erge­ben könn­ten, das stand im Mit­tel­punkt eines Online-Talks am 2. April, orga­ni­siert für Mit­glieds­be­trie­be des Bun­des­in­nungs­ver­ban­des für Ortho­pä­die-Tech­nik (BIV-OT) sowie des Bünd­nis­ses „Wir ver­sor­gen Deutsch­land“ (WvD).

Kirs­ten Abel, Spre­che­rin des Prä­si­di­ums des BIV-OT und WvD-Gene­ral­se­kre­tä­rin, gab einen kom­pak­ten Ein­blick in das rund 500 Sei­ten star­ke Papier. Dabei ord­ne­te sie die ins­ge­samt 66 Emp­feh­lun­gen der Kom­mis­si­on ein – mit beson­de­rem Blick auf deren prak­ti­sche Rele­vanz für Betrie­be. Neben der „glo­ba­len Begren­zung der Ver­gü­tungs­an­stie­ge“ mit einer Finanz­wir­kung von 5,5 Mil­li­ar­den Euro im Jahr 2027 und einer Decke­lung auf die Grund­lohn­sum­men­stei­ge­rung, ging sie auf die mög­li­che Wie­der­ein­füh­rung von Aus­schrei­bun­gen sowie auf Fest­be­trä­ge ein. Die Finanz­kom­mis­si­on selbst ord­net Aus­schrei­bun­gen der Kate­go­rie B zu und knüpft sie an stren­ge Vor­aus­set­zun­gen, etwa die Kon­trol­le der Kran­ken­kas­sen zur Siche­rung der Ver­sor­gungs­qua­li­tät. Alter­na­tiv emp­fiehlt die FiKo eine Aus­wei­tung der Fest­be­trä­ge, aller­dings erst mit Wir­kung ab 2029.

Zudem ver­wies Abel auf den noch aus­ste­hen­den zwei­ten FiKo-Bericht, der mit­tel- bis lang­fris­ti­ge Per­spek­ti­ven eröff­nen soll. Sie erhofft sich ins­be­son­de­re Impul­se zur Sen­kung der Ver­wal­tungs­kos­ten der GKV sowie Fort­schrit­te bei Ambu­lan­ti­sie­rung und Digi­ta­li­sie­rung. Ent­schei­dend sei, dass die­se Berei­che nicht durch kurz­fris­ti­ge Spar­maß­nah­men aus­ge­bremst wer­den. Ambu­lan­ti­sie­rung bedeu­te vor allem eine Umver­tei­lung von Mit­teln aus dem sta­tio­nä­ren Bereich und der Arz­nei­mit­tel­ver­sor­gung in die häus­li­che und kon­ser­va­tiv-tech­ni­sche Versorgung.

Wei­ter­füh­ren­de Zah­len und Ana­ly­sen wird „Wir ver­sor­gen Deutsch­land“ in der neu­en Bro­schü­re „Zah­len, Daten, Fak­ten 2026“ prä­sen­tie­ren. Die­se erscheint zur OTWorld im Mai 2026 in Leipzig.

 

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