Innerhalb des Weltkongresses werden Versorgungsketten beleuchtet, die Menschen auch unter außergewöhnlichen Bedingungen Mobilität, Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglichen. Parallel dazu greift die internationale Fachmesse das Thema auf und präsentiert Lösungen für eine krisenfeste Versorgung.
Krisen- und Konfliktsituationen stellen Gesundheitssysteme vor besondere Anforderungen und erfordern eine schnelle und verlässliche Versorgung: Orthopädie-Technik beginnt häufig bereits in der Akutphase, begleitet den Übergang in die Rehabilitation und sichert so, dass therapeutische Maßnahmen nachhaltig wirken.
Diese Versorgungspfade greift der Weltkongress der OTWorld auf. In einem Symposium zur Rehabilitation im Konfliktfall diskutieren Experten aus Medizin, Rehabilitation und Versorgungspraxis, wie sich Versorgungsketten resilient aufstellen lassen und wie phasenbezogene und sektorübergreifende Behandlungspfade auch bei einer hohen Zahl Schwerverletzter erfolgreich umgesetzt werden können. Thematisiert werden unter anderem die Vorbereitung auf den Ernstfall, beschleunigte Rehabilitationskonzepte in Ausnahmesituationen sowie der Übergang von der gelenkersetzenden Implantatversorgung zur Versorgung mit Prothesen nach Amputation.
Ein weiteres Symposium richtet den Blick auf die europäische Perspektive. Im Mittelpunkt stehen chirurgische Versorgungsansätze bei Kriegsverletzungen, strategische Überlegungen zur zivil-militärischen Zusammenarbeit sowie die Weiterentwicklung der orthopädietechnischen Versorgung bei stark schwankenden Versorgungsbedingungen.
Auch auf der Fachmesse stehen Lösungen für die Hilfsmittelversorgung in Krisen- und Konfliktsituationen im Mittelpunkt – mit besonderem Schwerpunkt auf der prothetischen Versorgung nach Amputation. Hersteller präsentieren Produkte und Konzepte, die Versorgungsketten stabilisieren und eine frühzeitige Rehabilitation ermöglichen sollen. Darüber hinaus geben Versorgungszentren wie Superhumans Einblicke in die Versorgungspraxis Kriegsverletzter. Hilfsprojekte wie Pro Uganda zeigen, wie nachhaltige Strukturen in unterschiedlichen Regionen aufgebaut werden können. Zudem präsentieren sich Organisationen, die vor Ort dringend benötigte Fachkräfte für die Hilfsmittelversorgung ausbilden, darunter der Verein Human Study. Sie verdeutlichen, wie Qualifizierung, Wissenstransfer und internationale Zusammenarbeit dazu beitragen, Versorgungssysteme langfristig zu stärken.
- OTWorld: Wie Hilfsmittelversorgung in Krisen gelingt — 16. Februar 2026
- OTWorld macht Orthopädie-Schuhtechnik erlebbar — 13. Februar 2026
- Bufa-Meisterkurs sichert sich Basiszertifizierung — 12. Februar 2026

