WvD: Voll­brem­sung bei der Ambulantisierung

Das Bündnis „Wir versorgen Deutschland“ (WvD) kritisiert die Sparvorschläge des GKV-Spitzenverbands scharf. Kürzungen bei Hilfsmitteln könnten die Ambulantisierung ausbremsen, Versorgungsqualität mindern und langfristig höhere Kosten verursachen.

„Der GKV-Spit­zen­ver­band nennt es Spa­ren – tat­säch­lich wer­den hier Kos­ten ver­la­gert: weg von eige­nen Ver­wal­tungs­de­fi­zi­ten, hin zu Ver­si­cher­ten und Ver­sor­gung. Hier­durch droht eine Voll­brem­sung bei der Ambu­lan­ti­sie­rung. Denn eine ver­stärk­te Ambu­lan­ti­sie­rung funk­tio­niert nur mit einer star­ken Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung. Wer hier kürzt, pro­du­ziert Dreh­tür­ef­fek­te und am Ende höhe­re statt nied­ri­ge­rer Kos­ten“, erklä­ren Kirs­ten Abel und Dr. Hen­ning Schweer, Gene­ral­se­kre­tä­re des Bünd­nis­ses „Wir ver­sor­gen Deutsch­land“ (WvD), anläss­lich der Stel­lung­nah­me des GKV-Spit­zen­ver­ban­des (GKV-SV) vom 28. Novem­ber 2025 an die Finanz­kom­mis­si­on Gesundheit.

Der GKV-Spit­zen­ver­band, so das Bünd­nis, nut­ze die Finanz­kom­mis­si­on, um bekann­te und geschei­ter­te Spar­in­stru­men­te im Hilfs­mit­tel­be­reich neu zu ver­pa­cken. Vor­schlä­ge wie Fest­be­trä­ge aus­zu­he­beln, Aus­schrei­bun­gen wie­der ein­zu­füh­ren oder die Nut­zungs­dau­er von Hilfs­mit­teln pau­schal zu ver­län­gern, wer­den erneut als angeb­lich „qua­li­täts­neu­tral“ und kos­ten­spa­rend dargestellt.

Statt die erheb­li­chen Effi­zi­enz­re­ser­ven in den eige­nen Ver­wal­tungs- und Geneh­mi­gungs­pro­zes­sen zu heben, bedro­hen die­se Vor­schlä­ge mit der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung eine zen­tra­le Vor­aus­set­zung für Mobi­li­tät, pfle­ge­ri­sche Ver­sor­gung und eine erfolg­rei­che Ambu­lan­ti­sie­rung. Die­se Schwer­punkt­set­zung birgt lang­fris­tig erheb­li­che Kos­ten­ri­si­ken. Wird die ambu­lan­te Ver­sor­gung nach der Ent­las­sung aus dem Kran­ken­haus geschwächt, droht ein medi­zi­ni­scher Dreh­tür­ef­fekt: mit mehr Kom­pli­ka­tio­nen, stei­gen­den Pfle­ge­be­dar­fen und letzt­lich höhe­ren Gesamt­kos­ten. Kas­sen-eige­ne Ana­ly­sen bei zen­tra­len Indi­ka­tio­nen wie zum Bei­spiel Ulcus cru­ris zei­gen bereits heu­te eine Unterversorgung.

WvD hat sei­ne Bewer­tung und Kri­tik in einem aus­führ­li­chen Dos­sier zusammengefasst.

 

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