René Baum­gart­ner (1930 – 2018)

Am 23. Oktober 2018 verstarb Prof. Dr. med. René Baumgartner in seinem Schweizer Heimatort Zumikon im Alter von 88 Jahren. Baumgartner war langjähriger Ordinarius­ für Technische Orthopädie und Rehabilitation an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, verfasste­ mehrere Standardwerke und gestaltete die Technische Orthopädie in Europa über Jahrzehnte­ entscheidend mit. Prof.­­­ Dr. ­­ med.­­­Bernhard Greitemann, Priv.-Doz. Dr. habil. Lutz Brückner und Michael Schäfer gedenken ihres Vorbilds und Weggefährten mit einem ­gemeinsamen Nachruf. Weitere persönliche Worte aus dem beruflichen Umfeld erweitern den Blick auf den Menschen René Baumgartner und sein Lebenswerk.

René Baum­gart­ner wur­de am 12. Febru­ar 1930 in Gren­chen im Kan­ton Solo­thurn in der Schweiz gebo­ren. Sowohl seine­ Geburt im „Uhr­ma­cher-Eck“ als auch der Beruf sei­nes ­Vaters Fritz, der Uhren­tech­ni­ker war, bahn­ten letzt­end­lich den „tech­ni­schen Weg“ für den jun­gen René Baum­gart­ner, der sich spä­ter in sei­ner medi­zi­ni­schen Lauf­bahn fort­setz­te. Nach bestan­de­nem Staats­examen trieb es ihn ins Aus­land: 1956 und 1957 arbei­te­te er am Stam­ford Hos­pi­tal in Stam­ford, Con­nec­ti­cut in den USA im Rah­men einer „Rota­ting Internship“, bevor es ihn aufs Meer trieb – als Schiffs­arzt für die schwe­di­sche John­son Line.

Sein wei­te­rer Wer­de­gang begann dann am Kan­tons­spi­tal in Aar­au im Patho­lo­gisch-Bak­te­rio­lo­gi­schen Insti­tut. Es folg­ten Sta­tio­nen am Uni­ver­si­täts-Kin­der­spi­tal in Basel, in der ortho­pä­di­schen Abtei­lung von Prof. Dr. W. Tail­lard, Genf, und in der Kin­der­chir­ur­gie bei Prof. Dr. R. Nico­le. Wei­te­re Aus­bil­dungs­jah­re am Bür­ger­spi­tal in Basel in der Chir­ur­gi­schen Kli­nik beim nam­haf­ten Prof. Dr. Rudolf Nis­sen und an der Ortho­pä­di­schen Uni­ver­si­täts­kli­nik Bal­grist in Zürich unter Prof. M. R. Fran­cil­lon schlos­sen sich an. 1966 absolvierte­ René Baum­gart­ner sei­ne Fach­arzt-Aus­bil­dung und führ­te seit­dem die Aner­ken­nung als „Spe­zi­al­arzt FMH Chir­ur­gie und Ortho­pä­die“. Nach einer ober­ärzt­li­chen Tätig­keit am Kan­tons­spi­tal Genf wech­sel­te Baum­gart­ner 1970 wie­der an „das Bal­grist“ zu Prof. Dr. A. Schrei­ber. Die­ser schuf als Nach­fol­ger von Fran­cil­lon eine Abtei­lung für Tech­ni­sche Ortho­pä­die und berief René Baum­gart­ner als lei­ten­den Arzt. Dort ent­stand auch die sei­nen wei­te­ren Lebens­weg wesent­lich prä­gen­de Habi­li­ta­ti­ons­schrift zum The­ma „Bein­am­pu­ta­ti­on und Pro­the­sen­ver­sor­gung bei arte­ri­el­len Durch­blu­tungs­stö­run­gen“, die in der Fol­ge mit dem Kon­rad-Biesal­ski-Preis der Deut­schen Gesell­schaft für Ortho­pä­die und Trau­ma­to­lo­gie aus­ge­zeich­net wur­de. Am Bal­grist arbei­te­te René Baum­gart­ner von 1972 bis 1985 als lei­ten­der Abtei­lungs­arzt für Tech­ni­sche Ortho­pä­die und erwarb dabei 1979 den Titel eines Titu­lar­pro­fes­sors. Durch sei­ne sehr akti­ven Bemü­hun­gen um René Baum­gart­ner erreich­te Prof. H. H. Mat­thiaß, Ordinarius­ der Kli­nik für All­ge­mei­ne Ortho­pä­die der West­fä­li­schen ­Wil­helms-Uni­ver­si­tät Müns­ter, dass René Baum­gart­ner 1985 nach Müns­ter auf den ein­zi­gen Lehr­stuhl für Tech­ni­sche ­Ortho­pä­die und Reha­bi­li­ta­ti­on in Deutsch­land wechselte.

Dort war er Kli­nik­di­rek­tor bis 1996. Wie kaum ein ande­rer hat René Baum­gart­ner die Tech­ni­sche Ortho­pä­die in Euro­pa geprägt. Dabei beton­te er immer wie­der den not­wen­di­gen ganz­heit­li­chen Ansatz einer Kom­bi­na­ti­on aus Chir­ur­gie und Hand­werk zum Woh­le der Pati­en­ten. Nicht zuletzt des­halb waren Leh­re und Aus­bil­dung der jun­gen Genera­ti­on eine Lei­den­schaft René Baum­gart­ners. Eine kaum überschaubare­ Zahl an Vor­trä­gen – immer gewürzt mit Kari­ka­tu­ren und Schwei­zer Charme – belegt das. Baum­gart­ner war qua­si ein „Wan­der­pre­di­ger“ auf dem Gebiet der Ampu­ta­ti­ons­chir­ur­gie und der Tech­ni­schen Ortho­pä­die, was sei­ne zahl­rei­chen wei­te­ren Akti­vi­tä­ten – dar­un­ter Vor­trä­ge, Kur­se und zahlreiche­ Buch­ver­öf­fent­li­chun­gen – unter­strei­chen. Bekannt sind
neben sei­nen mehr als 350 Ori­gi­nal­ver­öf­fent­li­chun­gen ­beson­ders die Stan­dard­wer­ke zu Ampu­ta­ti­on und Pro­the­sen­ver­sor­gung, zur Tech­ni­schen Ortho­pä­die sowie zur Ortho­pä­die-Schuh­tech­nik. Als Chir­urg und Ortho­pä­de war Baum­gart­ner Grenz­gän­ger zwi­schen den Fächern, wur­de aber in bei­den gleich hoch angesehen.

Mit uner­müd­li­chem Ein­satz, mit Freund­lich­keit und Acht­sam­keit hat René Baum­gart­ner sich immer um das Wohl seiner­ Pati­en­ten geküm­mert, zu denen er teil­wei­se enge freund­schaft­li­che Bezie­hun­gen auch über lan­ge Distan­zen pfleg­te. Dabei bedeu­te­te Pati­en­ten­ver­sor­gung für ihn immer eine fächer­über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit mit The­ra­peu­ten und den Gesund­heits­hand­wer­ken, die er stets auf Augenhöhe­ sah. Sein koope­ra­ti­ves Ver­hält­nis zu den Gesund­heits­hand­wer­ken spie­gel­te sich ins­be­son­de­re in sei­ner Ernen­nung zum Ehren­meis­ter der Ortho­pä­die-Schuh­tech­nik und in der Ver­lei­hung der Hei­ne-Hes­sing-Medail­le durch den Bun­des­in­nungs­ver­band für Ortho­pä­die-Tech­nik wider.

Die Deut­sche Gesell­schaft für Ortho­pä­die und Unfall­chir­ur­gie ver­dankt René Baum­gart­ner den Erhalt die­ses wich­ti­gen, aber für vie­le Kol­le­gen unat­trak­ti­ven Fach­be­rei­ches der Tech­ni­schen Ortho­pä­die, des­sen Bedeu­tung vie­len Betei­lig­ten erst durch sei­nen uner­müd­li­chen Ein­satz deut­lich wurde­ und heu­te im Vor­stand der Gesell­schaft unbe­strit­ten ist.

René Baum­gart­ner ist Ehren­mit­glied der Deut­schen Gesell­schaft für Chir­ur­gie. Unter sei­nen zahl­rei­chen Aus­zeich­nun­gen sind beson­ders der Kon­rad-Biesal­ski-Preis der DGOT, der zwei­mal an ihn ver­lie­he­ne Carl-Rabl-Preis des VSO für das bes­te Buch des Jah­res sowie die Ehren­mit­glied­schaf­ten in der ISPO Deutsch­land und der Initia­ti­ve ’93 Tech­ni­sche Ortho­pä­die, deren Grün­der­va­ter er war, zu erwähnen.

Die DGOU und die Tech­ni­sche Ortho­pä­die ver­lie­ren mit René Baum­gart­ner eine wich­ti­ge Stüt­ze, einen wich­ti­gen Men­tor und einen lie­be­vol­len Kollegen.
Prof. Dr. med. Bern­hard Grei­te­mann, Ärzt­li­cher Lei­ter der Kli­nik Müns­ter­land am Reha-Kli­ni­kum Bad Rothen­fel­de, Priv.-Doz. Dr. med. habil. Lutz Brück­ner, Micha­el Schä­fer, BIV-OT-Vor­stand und 
Geschäfts­füh­rer der Poh­lig GmbH

 

Ken­nen­ge­lernt habe ich Pro­fes­sor Baum­gart­ner 1988 bei den regel­mä­ßi­gen Fort­bil­dun­gen in der dama­li­gen Tech­ni­schen Ortho­pä­die der Uni­kli­nik Müns­ter an der Robert-Bosch-Stra­ße. In der Turn­hal­le wur­den Pati­en­ten vor­ge­stellt, ihr voll­stän­di­ger Krank­heits­ver­lauf prä­sen­tiert und die Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung dis­ku­tiert. Mein ers­ter per­sön­li­cher Kon­takt mit René Baum­gart­ner kam im Jahr 1995 zustan­de, als eine Pati­en­tin nach einer „inne­ren“ Fuß­am­pu­ta­ti­on von mir ortho­pä­die­schuh­tech­nisch ver­sorgt wer­den soll­te. Alle ­Details wur­den genau bespro­chen; wäh­rend des Gips­ab­drucks waren jedoch plötz­lich vier Hän­de im Spiel – Professor­ Baum­gart­ner leg­te unver­mit­telt selbst Hand an, denn die Maß­schu­he muss­ten schon kur­ze Zeit spä­ter zur gro­ßen Visi­te mit Ortho­pä­die-Tech­ni­kern, Ortho­pä­die-Schuh­ma­chern und Phy­sio­the­ra­peu­ten fer­tig sein. Schon damals zeig­te sich, dass es René Baum­gart­ner immer um das Bes­te für die ­Pati­en­ten ging. Sein Vor­ge­hen war sehr auf­wen­dig, den­noch habe ich dabei sehr viel gelernt. René Baum­gart­ner war es stets ein gro­ßes Anlie­gen, ande­ren sei­ne Kennt­nis­se zu ver­mit­teln und sie an geeig­ne­ter Stel­le zu publi­zie­ren. So hat es mich beson­ders gefreut, als er mich frag­te, ob ich gemein­sam mit ihm und Dr. Hart­mut Sti­nus das Lehr­buch „Ortho­pä­die­schuh­tech­nik“ ver­fas­sen wolle.

Spra­che und ins­be­son­de­re das Spiel mit der Spra­che haben­ René Baum­gart­ner stets beson­de­re Freu­de berei­tet und ein ­Lächeln auf sein Gesicht gezau­bert. So mach­te er in einem Kapi­tel in unse­rem gemein­sa­men Buch etwa deut­lich, dass der Aus­druck „Absatz­spren­gung“ nichts mit einer Detonation­ zu tun habe.

Aus der gemein­sa­men Arbeit mit René Baum­gart­ner ist eine ganz beson­de­re Freund­schaft ent­stan­den. Eine beson­ders schö­ne Erin­ne­rung betrifft einen gemein­sa­men Urlaub unse­rer Fami­li­en in Afri­ka: Beim Besuch bei Dr. Peter Ick­ler in Tan­sa­nia wur­de mir bewusst, dass sich die Fami­lie Baum­gart­ner über vie­le Jah­re und mit viel Herz­blut für die Men­schen in Afri­ka enga­giert hat.
Prof. Dr. René Baum­gart­ner hat mei­ne Arbeit und mein Leben sehr geprägt – ich habe ihm viel zu verdanken.

Micha­el Möl­ler, 1. Vor­sit­zen­der der Inter­na­tio­na­len Gesell­schaft für Pro­the­tik und Orthe­tik (ISPO) Deutsch­land

Pro­fes­sor Baum­gart­ner war der Bun­des­fach­schu­le stets ver­bun­den, nahm an ihrer Ent­wick­lung enga­giert Anteil und setz­te durch sei­ne belieb­ten pra­xis­be­zo­ge­nen  und anschau­li­chen Vor­trags­ver­an­stal­tun­gen blei­ben­de Akzen­te. Er eta­blier­te auf die­se Wei­se nach­hal­tig den kon­struk­ti­ven Dia­log zwi­schen Ortho­pä­die-Tech­nik und ortho­pä­di­scher Chir­ur­gie. Zen­tra­le The­men sei­nes ärzt­li­chen Wir­kens waren die Wie­der­her­stel­lung und der Erhalt der Lebensqualität­ von Men­schen mit Behin­de­rung sowie die lang­fris­ti­ge Folgen­ abschät­zung chir­ur­gi­scher Hand­lun­gen und ortho­pä­die­tech­ni­scher Kon­struk­tio­nen. Mit die­sem Grundverständnis­ befruch­te­te er die Wei­ter­ent­wick­lung der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung und präg­te die Leh­re an der BUFA nach­hal­tig. Sein großer­ Erfolg als aka­de­mi­scher Leh­rer wird auch an sei­nen Lehr­bü­chern deut­lich, die alle­samt als Stan­dard­wer­ke gelten.

Die Bun­des­fach­schu­le ist Herrn Pro­fes­sor Baum­gart­ner zu Dank ver­pflich­tet. Wir ver­nei­gen uns vor einem hoch­ge­schätz­ten ärzt­li­chen Leh­rer und ver­si­chern die Fami­lie ­unse­rer Anteilnahme.

Für die Bun­des­fach­schu­le, Ste­fan Bieringer

Der Schwei­zer Ver­band der Ortho­pä­die-Tech­ni­ker (SVOT) hat mit Trau­er vom Hin­schied von Prof. Dr. René Baum­gart­ner erfah­ren. René Baum­gart­ner hat sich jahr­zehn­te­lang für die betrof­fe­nen Men­schen und ihre ortho­pä­die­tech­ni­sche Ver­sor­gung ein­ge­setzt. Sei­nem uner­müd­li­chen Enga­ge­ment und der engen Zusam­men­ar­beit mit den ver­schie­dens­ten Ortho­pä­die-Tech­ni­kern ist es zu ver­dan­ken, dass vie­le prak­ti­sche Ver­sor­gungs­lö­sun­gen und ent­spre­chen­de Stan­dards ent­wi­ckelt sowie ste­tig ver­bes­sert wer­den konn­ten. Sei­ne Fach­bü­cher haben die Aus­bil­dung zum Ortho­pä­die-Tech­ni­ker in der Schweiz stets beglei­tet und sind auch heu­te noch unver­zicht­ba­re Nachschlagewerke.

Im Namen aller Mit­glie­der des SVOT ver­nei­gen wir uns vor René Baum­gart­ner ange­sichts sei­ner gro­ßen Ver­diens­te um die Ortho­pä­die-Tech­nik in der Schweiz und bedan­ken uns für die freund­schaft­li­chen Bezie­hun­gen und sein uner­müd­li­ches per­sön­li­ches Enga­ge­ment. Unse­re Gedan­ken sind auch bei den Ange­hö­ri­gen und Freunden.

Schwei­zer Ver­band der Orthopädie-Techniker

Gera­de noch such­te ich in alten Ver­öf­fent­li­chun­gen und im Inter­net nach Per­so­nen und Daten, um auf einen Brief von Prof. Dr. René Baum­gart­ner zu ant­wor­ten, als ich die Nach­richt erhielt, dass er im Krei­se sei­ner Fami­lie fried­lich ein­ge­schla­fen ist.

Nach sei­ner Eme­ri­tie­rung war René Baum­gart­ner über ­vie­le Jah­re mit sei­nem Inter­es­se an medi­zin­tech­ni­schen Ver­sor­gungs­fra­gen in afri­ka­ni­schen Län­dern, beson­ders bei Lepra, und sei­ner Neu­gier bezüg­lich his­to­ri­scher Fra­ge­stel­lun­gen ein wun­der­ba­rer Gesprächs­part­ner, der immer wie­der neue Fra­ge­stel­lun­gen auf­warf. So befass­te er sich unter­ ande­rem mit Fra­gen zu den Vor­fuß­am­pu­ta­tio­nen durch Erfrie­run­gen in Russ­land im Zwei­ten Welt­krieg, mit dem ­Mobi­li­sa­tor nach Amberg sowie mit den eiser­nen Hän­den des Rit­ters Götz von Ber­li­chin­gen und den dazu­ge­hö­ri­gen Kon­struk­ti­ons­be­schrei­bun­gen Chris­ti­an von Mechels.

Es schmerzt mich sehr, einen lie­bens­wer­ten, nach­denk­li­chen und pro­fun­den Ken­ner der Ortho­pä­die, einen ihrer gro­ßen Ärz­te und Leh­rer nicht mehr befra­gen zu kön­nen. Er bleibt unvergessen!

Klaus Ditt­mer

Mit René Baum­gart­ner ver­liert die Tech­ni­sche Ortho­pä­die einen ihrer aktivs­ten freund­lich-seriö­sen Kri­ti­ker und Unter­stüt­zer. Kein ande­rer in unse­rem kli­nisch-tech­ni­schen Arbeits­feld ver­füg­te über ein so brei­tes und exzel­len­tes Wis­sen, kei­ner hat so klar sei­ne Mei­nung gesagt, und kei­ner ­ver­moch­te – in die­sem mul­ti­dis­zi­pli­nä­ren Bereich – so viel so bedarfs­ge­recht und der jewei­li­gen Situa­ti­on ange­passt wei­ter­zu­ge­ben. Kei­ner hat über­dies dem Begriff „Team” eine ver­gleich­ba­re Bedeu­tung geben kön­nen. René Baum­gart­ner hat die Ortho­pä­die, die Phy­sio­the­ra­pie und die Ortho­pä­die-Tech­nik zu ver­in­ner­li­chen gelehrt, dass es im Team um den Pati­en­ten als Mit­men­schen und daher um sei­ne opti­mier­te Behand­lung, Reha­bi­li­ta­ti­on und tech­ni­sche Ver­sor­gung geht. Er hat den Team­ge­dan­ken gelebt und gehol­fen, ihn in der ­Rea­li­tät zu installieren.

Wir alle sind sei­ne Schü­ler und Stu­den­ten gewe­sen. Die Älte­ren unter uns durf­ten ihn über Jahr­zehn­te in sei­ner ­kli­nisch akti­ven Peri­ode per­sön­lich erle­ben, durf­ten mit ihm auf inter­na­tio­na­len Kon­fe­ren­zen Mei­nun­gen und ­Erfah­run­gen aus­tau­schen und haben ihn nicht nur als sprach­ge­wand­ten, kri­ti­schen Fach­ex­per­ten, son­dern auch­ als warm­her­zig-humor­vol­len Freund erle­ben dür­fen, der mit uns lachen konn­te, bis ihm die Trä­nen in den Augen­win­keln standen.

Gemein­sam haben wir mit dem Able­ben von René Baum­gart­ner eine Leit­fi­gur und einen hoch­ak­ti­ven Leh­rer ver­lo­ren, per­sön­lich wer­de ich einen guten Freund und Weg­be­glei­ter missen.

 Wie­land Kaphingst

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