OTWorld: Wie Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung in Kri­sen gelingt

Wie können Hilfsmittelversorgung und Rehabilitation auch unter Krisen- und Konfliktbedingungen sichergestellt werden? Dieser Frage widmet sich die OTWorld 2026 in Leipzig.

Inner­halb des Welt­kon­gres­ses wer­den Ver­sor­gungs­ket­ten beleuch­tet, die Men­schen auch unter außer­ge­wöhn­li­chen Bedin­gun­gen Mobi­li­tät, Selbst­be­stim­mung und Teil­ha­be ermög­li­chen. Par­al­lel dazu greift die inter­na­tio­na­le Fach­mes­se das The­ma auf und prä­sen­tiert Lösun­gen für eine kri­sen­fes­te Versorgung.

Kri­sen- und Kon­flikt­si­tua­tio­nen stel­len Gesund­heits­sys­te­me vor beson­de­re Anfor­de­run­gen und erfor­dern eine schnel­le und ver­läss­li­che Ver­sor­gung: Ortho­pä­die-Tech­nik beginnt häu­fig bereits in der Akut­pha­se, beglei­tet den Über­gang in die Reha­bi­li­ta­ti­on und sichert so, dass the­ra­peu­ti­sche Maß­nah­men nach­hal­tig wirken.

Die­se Ver­sor­gungs­pfa­de greift der Welt­kon­gress der OTWorld auf. In einem Sym­po­si­um zur Reha­bi­li­ta­ti­on im Kon­flikt­fall dis­ku­tie­ren Exper­ten aus Medi­zin, Reha­bi­li­ta­ti­on und Ver­sor­gungs­pra­xis, wie sich Ver­sor­gungs­ket­ten resi­li­ent auf­stel­len las­sen und wie pha­sen­be­zo­ge­ne und sek­tor­über­grei­fen­de Behand­lungs­pfa­de auch bei einer hohen Zahl Schwer­ver­letz­ter erfolg­reich umge­setzt wer­den kön­nen. The­ma­ti­siert wer­den unter ande­rem die Vor­be­rei­tung auf den Ernst­fall, beschleu­nig­te Reha­bi­li­ta­ti­ons­kon­zep­te in Aus­nah­me­si­tua­tio­nen sowie der Über­gang von der gelen­ker­set­zen­den Implan­tat­ver­sor­gung zur Ver­sor­gung mit Pro­the­sen nach Amputation.

Ein wei­te­res Sym­po­si­um rich­tet den Blick auf die euro­päi­sche Per­spek­ti­ve. Im Mit­tel­punkt ste­hen chir­ur­gi­sche Ver­sor­gungs­an­sät­ze bei Kriegs­ver­let­zun­gen, stra­te­gi­sche Über­le­gun­gen zur zivil-mili­tä­ri­schen Zusam­men­ar­beit sowie die Wei­ter­ent­wick­lung der ortho­pä­die­tech­ni­schen Ver­sor­gung bei stark schwan­ken­den Versorgungsbedingungen.

Auch auf der Fach­mes­se ste­hen Lösun­gen für die Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung in Kri­sen- und Kon­flikt­si­tua­tio­nen im Mit­tel­punkt – mit beson­de­rem Schwer­punkt auf der pro­the­ti­schen Ver­sor­gung nach Ampu­ta­ti­on. Her­stel­ler prä­sen­tie­ren Pro­duk­te und Kon­zep­te, die Ver­sor­gungs­ket­ten sta­bi­li­sie­ren und eine früh­zei­ti­ge Reha­bi­li­ta­ti­on ermög­li­chen sol­len. Dar­über hin­aus geben Ver­sor­gungs­zen­tren wie Super­hu­mans Ein­bli­cke in die Ver­sor­gungs­pra­xis Kriegs­ver­letz­ter. Hilfs­pro­jek­te wie Pro Ugan­da zei­gen, wie nach­hal­ti­ge Struk­tu­ren in unter­schied­li­chen Regio­nen auf­ge­baut wer­den kön­nen. Zudem prä­sen­tie­ren sich Orga­ni­sa­tio­nen, die vor Ort drin­gend benö­tig­te Fach­kräf­te für die Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung aus­bil­den, dar­un­ter der Ver­ein Human Stu­dy. Sie ver­deut­li­chen, wie Qua­li­fi­zie­rung, Wis­sens­trans­fer und inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit dazu bei­tra­gen, Ver­sor­gungs­sys­te­me lang­fris­tig zu stärken.

 

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