Aktuell

WvD-Akti­on benö­tigt wei­te­re Unterstützung

Folgt auf 3-Prozent-Abschlag jetzt die Rückkehr der Ausschreibungen?

Die­ses Sze­na­rio will das Bünd­nis „Wir ver­sor­gen Deutsch­land“ (WvD) vehe­ment ver­hin­dern. Des­halb hat es eine Akti­on gestar­tet, bei der sich Ver­ant­wort­li­che und Beschäf­tig­te in den Betrie­ben gezielt an die für sie zustän­di­gen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten sowie an die Mit­glie­der des Gesund­heits­aus­schus­ses wen­den kön­nen. Dafür hat das Bünd­nis zwei Vor­la­gen für Anschrei­ben erstellt sowie mög­li­che Emp­fän­ger zusam­men­ge­stellt, um Inter­es­sier­ten die Kon­takt­auf­nah­me zu erleich­tern und zen­tra­le Bot­schaf­ten der Hilfs­mit­tel­bran­che noch ein­mal zusammenzufassen.

Die Vor­la­gen kön­nen auf der Web­site von „Wir ver­sor­gen Deutsch­land“ her­un­ter­ge­la­den und mit per­sön­li­chen Wor­ten ergänzt wer­den. WvD bit­tet um zeit­na­he Unter­stüt­zung, da Ent­schei­dun­gen über die mög­li­che Rück­kehr der Aus­schrei­bun­gen bald erwar­tet werden.

In einer aktu­el­len Pres­se­mit­tei­lung bekräf­tigt WvD sei­ne Kri­tik. Deutsch­land habe bereits Erfah­run­gen mit dem Instru­ment der Aus­schrei­bung gemacht. Auf­grund erheb­li­cher Pro­ble­me bei der Ver­sor­gungs­qua­li­tät und Ein­schrän­kun­gen der Wahl­frei­heit für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wur­den Aus­schrei­bun­gen in der Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung 2019 vom Gesetz­ge­ber abge­schafft. Alle Ver­su­che, durch die Vor­ga­be von Qua­li­täts­kri­te­ri­en die nega­ti­ven Fol­gen von Aus­schrei­bun­gen auf die Ver­sor­gung zu ver­hin­dern, sei­en zuvor geschei­tert. Daher sei eine Rück­kehr zu die­sem Sys­tem „ein fata­ler Rück­schritt“. „Hilfs­mit­tel­ver­sor­gung ist weit mehr als die Lie­fe­rung eines Pro­dukts. Sie umfasst Bera­tung, indi­vi­du­el­le Anpas­sung und eine ver­läss­li­che Betreu­ung durch qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te. Wer die­se Ver­sor­gung durch Aus­schrei­bun­gen auf den nied­rigs­ten Preis redu­ziert, ris­kiert Qua­li­tät, Wahl­frei­heit und funk­tio­nie­ren­de Struk­tu­ren vor Ort. Das wäre zugleich ein Wider­spruch zum poli­ti­schen Ziel, mehr Ver­sor­gung ambu­lant zu ermög­li­chen“, erklä­ren Kirs­ten Abel und Dr. Hen­ning Schweer, WvD-Generalsekretäre.

 

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