WvD-Aktion benötigt weitere Unterstützung

Dieses Szenario will das Bündnis „Wir versorgen Deutschland“ (WvD) vehement verhindern. Deshalb hat es eine Aktion gestartet, bei der sich Verantwortliche und Beschäftigte in den Betrieben gezielt an die für sie zuständigen Bundestagsabgeordneten sowie an die Mitglieder des Gesundheitsausschusses wenden können. Dafür hat das Bündnis zwei Vorlagen für Anschreiben erstellt sowie mögliche Empfänger zusammengestellt, um Interessierten die Kontaktaufnahme zu erleichtern und zentrale Botschaften der Hilfsmittelbranche noch einmal zusammenzufassen.
Die Vorlagen können auf der Website von „Wir versorgen Deutschland“ heruntergeladen und mit persönlichen Worten ergänzt werden. WvD bittet um zeitnahe Unterstützung, da Entscheidungen über die mögliche Rückkehr der Ausschreibungen bald erwartet werden.
In einer aktuellen Pressemitteilung bekräftigt WvD seine Kritik. Deutschland habe bereits Erfahrungen mit dem Instrument der Ausschreibung gemacht. Aufgrund erheblicher Probleme bei der Versorgungsqualität und Einschränkungen der Wahlfreiheit für Patientinnen und Patienten wurden Ausschreibungen in der Hilfsmittelversorgung 2019 vom Gesetzgeber abgeschafft. Alle Versuche, durch die Vorgabe von Qualitätskriterien die negativen Folgen von Ausschreibungen auf die Versorgung zu verhindern, seien zuvor gescheitert. Daher sei eine Rückkehr zu diesem System „ein fataler Rückschritt“. „Hilfsmittelversorgung ist weit mehr als die Lieferung eines Produkts. Sie umfasst Beratung, individuelle Anpassung und eine verlässliche Betreuung durch qualifizierte Fachkräfte. Wer diese Versorgung durch Ausschreibungen auf den niedrigsten Preis reduziert, riskiert Qualität, Wahlfreiheit und funktionierende Strukturen vor Ort. Das wäre zugleich ein Widerspruch zum politischen Ziel, mehr Versorgung ambulant zu ermöglichen“, erklären Kirsten Abel und Dr. Henning Schweer, WvD-Generalsekretäre.
