Messen & Kongresse

Impuls­ge­ber für das Hand­werk der Zukunft

Unter dem Namen „Herocon“ fand Anfang Juni im Dortmunder Westfalenstadion bereits zum zweiten Mal ein Event für Handwerkerinnen und Handwerker statt, das in dieser Form einzigartig in Deutschland sein dürfte.

Auf ins­ge­samt vier Büh­nen und in sechs Work­shop-Räu­men erhiel­ten die Teil­neh­men­den Impul­se aus Theo­rie und Pra­xis – für ihren unter­neh­me­ri­schen Arbeits­all­tag, aber auch für die zukünf­ti­ge Gestal­tung der Arbeitswelt.

Star­gast der Ver­an­stal­tung war der ehe­ma­li­ge Fuß­ball­tor­hü­ter Oli­ver Kahn, der auf der Main Stage mit BVB-Sta­di­on­spre­cher Nob­by Dick­el in alten Zei­ten schwelg­te, Ver­glei­che zwi­schen Pro­fi­fuß­ball und Hand­werk zog und über Anfor­de­run­gen an Teams sprach, die im Sport eben­so gel­ten wie im Berufs­all­tag. Kahn bemän­gel­te, dass vie­len – vor allem jün­ge­ren – Men­schen die Fähig­keit, pro­ak­tiv zu sein, feh­le. Nur wer aus eige­nem Antrieb bereit sei, mehr zu machen, sei am Ende auch erfolg­rei­cher. „Ich selbst war nur ein durch­schnitt­li­ches Talent, aber ich habe immer mehr gemacht als mei­ne Kon­tra­hen­ten und bin dadurch bes­ser als sie gewor­den“, beschrieb der „Titan“ sei­nen Weg. Auch Team­fä­hig­keit, also im Team zu arbei­ten und dar­an zu wach­sen, sei für ihn essen­zi­ell, erklär­te der lang­jäh­ri­ge Tor­hü­ter des FC Bay­ern München.

Schwer­punkt­the­men der Ver­an­stal­tung, die vom Soft­ware­un­ter­neh­men Hero aus­ge­rich­tet wur­de, waren „KI & Auto­ma­tio­nen“, „Zukunfts­kräf­te“ und „Wachs­tum“. In den Vor­trä­gen wur­de bei­spiels­wei­se der Nut­zen von KI im Mar­ke­ting beleuch­tet oder gezeigt, wel­che KI-Tools sich beson­ders für die Orga­ni­sa­ti­on des eige­nen Betriebs eig­nen. Zur Wahr­heit gehört auch, dass bei den meis­ten Vor­trä­gen nur Impul­se gege­ben wur­den, weil in 30 Minu­ten vie­le The­men­fel­der und Fra­gen nur ober­fläch­lich behan­delt wer­den konnten.

Wer tie­fer in den Dia­log ein­stei­gen woll­te, hat­te dazu viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten – etwa in ver­schie­de­nen Net­wor­king-Berei­chen, die nach ein­zel­nen Gewer­ken auf­ge­teilt waren, oder bei den Aus­stel­lern im Innen- und Außen­be­reich. Auf­grund star­ker Win­de muss­te am Sams­tag ein Teil der Ver­an­stal­tung, dar­un­ter die Azu­bi-Stage, geschlos­sen blei­ben. Der ins­ge­samt guten Stim­mung tat dies kei­nen Abbruch. Viel­mehr zeich­ne­ten sich Teil­neh­men­de und Refe­rie­ren­de durch ein hohes Maß an Begeis­te­rung dafür aus, ihre Betrie­be und das Hand­werk ins­ge­samt weiterzuentwickeln.

Hei­ko Cordes

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