Impulsgeber für das Handwerk der Zukunft

Auf insgesamt vier Bühnen und in sechs Workshop-Räumen erhielten die Teilnehmenden Impulse aus Theorie und Praxis – für ihren unternehmerischen Arbeitsalltag, aber auch für die zukünftige Gestaltung der Arbeitswelt.
Stargast der Veranstaltung war der ehemalige Fußballtorhüter Oliver Kahn, der auf der Main Stage mit BVB-Stadionsprecher Nobby Dickel in alten Zeiten schwelgte, Vergleiche zwischen Profifußball und Handwerk zog und über Anforderungen an Teams sprach, die im Sport ebenso gelten wie im Berufsalltag. Kahn bemängelte, dass vielen – vor allem jüngeren – Menschen die Fähigkeit, proaktiv zu sein, fehle. Nur wer aus eigenem Antrieb bereit sei, mehr zu machen, sei am Ende auch erfolgreicher. „Ich selbst war nur ein durchschnittliches Talent, aber ich habe immer mehr gemacht als meine Kontrahenten und bin dadurch besser als sie geworden“, beschrieb der „Titan“ seinen Weg. Auch Teamfähigkeit, also im Team zu arbeiten und daran zu wachsen, sei für ihn essenziell, erklärte der langjährige Torhüter des FC Bayern München.
Schwerpunktthemen der Veranstaltung, die vom Softwareunternehmen Hero ausgerichtet wurde, waren „KI & Automationen“, „Zukunftskräfte“ und „Wachstum“. In den Vorträgen wurde beispielsweise der Nutzen von KI im Marketing beleuchtet oder gezeigt, welche KI-Tools sich besonders für die Organisation des eigenen Betriebs eignen. Zur Wahrheit gehört auch, dass bei den meisten Vorträgen nur Impulse gegeben wurden, weil in 30 Minuten viele Themenfelder und Fragen nur oberflächlich behandelt werden konnten.
Wer tiefer in den Dialog einsteigen wollte, hatte dazu vielfältige Möglichkeiten – etwa in verschiedenen Networking-Bereichen, die nach einzelnen Gewerken aufgeteilt waren, oder bei den Ausstellern im Innen- und Außenbereich. Aufgrund starker Winde musste am Samstag ein Teil der Veranstaltung, darunter die Azubi-Stage, geschlossen bleiben. Der insgesamt guten Stimmung tat dies keinen Abbruch. Vielmehr zeichneten sich Teilnehmende und Referierende durch ein hohes Maß an Begeisterung dafür aus, ihre Betriebe und das Handwerk insgesamt weiterzuentwickeln.
Heiko Cordes

