eSummit-Start erfolgreich

Digitalisierung ist längst ein fester Bestandteil der Orthopädie-Technik und deshalb folgerichtig auch ein großer Teil der OTWorld 2026. Mit dem eSummit wurde eine Veranstaltung kreiert, die nicht nur die Herausforderungen und Chancen der Telematikinfrastruktur (TI) behandelt, sondern auch Lösungen für das OT-Handwerk rund um die Künstliche Intelligenz in den Fokus nimmt. Eine Mischung aus Keynotes, Vorträgen aus der Praxis und Workshops aus der Industrie bildeten die gesamte Bandbreite der Digitalisierung ab.
Zum Auftakt sprach zum Beispiel Martin Schmalz von der Gematik, der Nationalen Agentur für Digitale Medizin, vor gut gefüllten Zuschauerrängen über die Telematikinfrastruktur. Er erklärte unter anderem, wie sich Leistungserbringer an die TI anschließen können und welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Es wird eine sogenannte Institutskarte (SMC‑B) benötigt, um sich digital identifizierbar zu machen. Gute Nachrichten brachte Schmalz auch mit, denn für nicht-verkammerte Sanitätshäuser ist ab sofort die Möglichkeit gegeben, über das elektronische Gesundheitsberuferegister eine Institutskarte zu beantragen und binnen weniger Wochen aktiv an der TI teilzunehmen. Zu den Möglichkeiten, die sich dadurch eröffnen, gehört der „E‑Mail“-Dienst KIM, was für Kommunikation im Medizinwesen steht, bei dem verschiedene Akteure wie Ärzte und Leistungserbringer des Gesundheitswesens datenschutzkonform miteinander kommunizieren können. Auch der Messengerdienst TIM, das „WhatsApp“ der Gesundheitsbranche, ist für die Leistungserbringer dann möglich, ergibt für Schmalz aber vor allem für Unternehmen mit mehreren Filialen Sinn.
Gut besucht waren auch die Rundgänge des eSummits, die den Teilnehmern den Weg in die TI und auch die sich nähernde Zukunft der eVerordnung vorstellten. Wie die eVerordnung in einem Betrieb verarbeitet wird, wurde spätestens da deutlich.
Der eSummit findet täglich im Rahmen der OTWorld auf der Sonderfläche in Halle 3 statt und hat ein umfangreiches Vortragsprogramm. Wie Kirsten Abel, Sprecherin des Präsidiums des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik und Mit-Organisatorin des eSummits, erklärte, soll es sich bei dem eSummit nicht um eine einmalige Angelegenheit handeln, sondern er soll sich zu einem Dauerbrenner entwickeln – auch über die OTWorld hinaus.
Heiko Cordes
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