Ottobock übernimmt Patient-Care von Blatchford

Ottobock erweitert sein internationales Patient-Care-Angebot mit dem Kauf des norwegischen Ablegers von Blatchford. Der Erwerb umfasst acht Standorte und rund 200 Mitarbeiter, die zukünftig zum Duderstädter Unternehmen gehören. Der Kaufpreis beträgt laut Unternehmensmeldung 110 Millionen Euro. Der Gesamtumsatz von Blatchford Norway belief sich zuletzt auf rund 40 Millionen Euro. Durch den Erwerb von Blatchford Norway baut Ottobock sein internationales Versorgungsnetzwerk mit bis dato mehr als 420 Standorten weiter aus. Bislang war Ottobock im norwegischen Markt nicht mit eigenen Standorten vertreten.
„Wir freuen uns, mit 200 neuen Kollegen unsere Präsenz vor Ort zu stärken und gemeinsam die Patienten zu versorgen. Als Versorgungspartner sichern wir deren Zugang zu unseren Innovationen. Mit der Erweiterung unseres bestehenden Versorgungsnetzwerkes schaffen wir Synergien auf zwei Ebenen. Neue Standorte profitieren von etablierten Strukturen wie der Zentralfertigung und digitalen Plattformen. Gleichzeitig rücken wir näher an unsere Anwender heran und erhalten so wertvolle Rückmeldungen, die in unsere Produktentwicklungen einfließen“, sagte Ottobock-CEO Oliver Jakobi.
„Norwegen war über ein Jahrzehnt ein zentraler Bestandteil des Patient-Care-Geschäfts von Blatchford, und wir sind stolz auf das außergewöhnliche Team und den hohen Versorgungsstandard, den sie aufgebaut haben. Die Übergabe des Geschäfts an Ottobock bietet unseren norwegischen Patienten und Mitarbeitenden eine starke Plattform für die Zukunft – sie vereint erstklassige lokale klinische Expertise mit den Ressourcen und der Größe eines multinationalen Marktführers im Bereich Patient Care. Diese Transaktion ermöglicht es uns, unseren Fokus weiterhin auf Innovationen im Bereich Prothetik und Orthetik zu legen“, sagte Paul Roberts, CEO von Blatchford.
„Mit der Akquisition von Blatchford in Norwegen setzen wir unseren Wachstumspfad im Patient Care fort. Im Zuge der technologischen Entwicklungen in der Orthesen– und Prothesen-Industrie, wird eine enge Verzahnung zwischen operierenden Ärzten, Rehazentren und O&P Kliniken zunehmend wichtiger. Der Ausbau unseres Patient-Care-Netzwerks ist deshalb ein Schlüssel für die Skalierbarkeit unseres Geschäftsmodells“, sagte Dr. Arne Kreitz, Chief Finance Officer von Ottobock.
Die Akquisition entspricht der Unternehmensstrategie der Duderstädter, die in den vergangenen Jahren immer wieder strategisch Unternehmen wie Sahva A/S in Dänemark, Livit B.V. in den Niederlanden und Vigo in Belgien übernommen haben. Der Vollzug der Transaktion erfolgt planmäßig innerhalb der nächsten Tage.

