Die Ottobock SE & Co. KGaA hat für das Geschäftsjahr 2025 ein Rekordergebnis erzielt: Der Umsatz im Kerngeschäft stieg um 11,7 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA legte um 29,5 Prozent auf 415,3 Millionen Euro zu, wodurch die EBITDA-Marge 26 Prozent erreichte. Das bereinigte Konzernergebnis erhöhte sich um 83,2 Prozent auf 177,3 Millionen Euro.
Oliver Jakobi, CEO von Ottobock, erklärte: „Die Geschäftszahlen spiegeln den Erfolg unserer Arbeit wider. Wir haben uns 2025 über Marktniveau entwickelt. Die Kombination aus innovativen Technologien, Nähe zu unseren Anwendern und integrierter Wertschöpfung bildet die Basis auch für unseren zukünftigen Erfolg.“
Die regionalen Entwicklungen zeigen ein starkes Wachstum über alle Märkte hinweg. Im Raum EMEA trieb die Nachfrage nach neuen Prothesen wie dem mechatronischen Kniegelenk Genium X4 und der Fuß-Familie Taleo das Wachstum voran, unterstützt durch Akquisitionen im Patient-Care-Bereich. Im Segment Americas sorgten neben dem X4 auch die computergesteuerte Beinorthese C‑Brace und die Erstattungsfähigkeit des Kenevo-Kniegelenks für Umsatzsteigerungen. In APAC wuchs das Geschäft vor allem dank mikroprozessor-gesteuerter Kniegelenke (MPK) und der Übernahme von Northern Prosthetics in Australien.
Im Geschäftsjahr 2025 entfielen 53,4 Prozent der Umsatzerlöse auf die Produktkategorie Produkte & Komponenten (2024: 48,8 Prozent) sowie 41,9 Prozent (2024: 40,5 Prozent) auf das Patient-Care-Geschäft.
Der Free Cashflow stieg auf 228 Millionen Euro, der Verschuldungsgrad sank auf 2,3x. Für die Aktionäre schlagen die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat eine Dividende von 0,97 Euro je Aktie vor, entsprechend einer Ausschüttungsquote von 35 Prozent des bereinigten Konzerngewinns. Arne Kreitz, CFO von Ottobock, betonte: „Mit unserem Dividendenvorschlag möchten wir unsere Aktionärinnen und Aktionäre angemessen am starken Unternehmenserfolg teilhaben lassen.“
Ottobock ist seit Oktober 2025 im Prime Standard notiert und gehört seit Ende 2025 zum SDax und TecDax. Erstmals veröffentlichte das Unternehmen auch einen zusammengefassten nicht-finanziellen Bericht nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS).
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